Basketball Nowitzki knackt Thunder und die 8000er-Marke

Dirk Nowitzki (Foto)
Zunge raus! MVP Dirk Nowitzki nimmt Maß. Bild: dapd

Die Dallas Mavericks haben sich gegen den Tabellenführer rehabilitiert. Gegen Oklahoma City Thunder führte Dirk Nowitzki sein Team zum zweiten Saisonsieg. Zuvor hatten sich die «Mavs» eine Pleite gegen das schlechteste NBA-Team geleistet.

So schnell kann das gehen: Nach der blamablen Pleite gegen NBA-Loser Minnesota Timberwolves haben sich die Dallas Mavericks um ihren Star Dirk Nowitzki gegen den bislang ungeschlagenen Tabellenführer Oklahoma City Thunder rehabilitiert. Im Heimspiel gegen den Vorjahres-Halbfinalisten führte «Dirkules» die historisch schlecht gestarteten «Mavs» zu einem verdienten Erfolg. Beim 100:87-Sieg erzielte Nowitzki 27 Zähler, darunter den 8000. Korb seiner NBA-Karriere.

Nowitzki war damit bester Werfer seines Teams, das nun 2:4 Siege auf dem Konto hat und belegt in der Western Division den vorletzten Platz. Für Oklahoma, das Dallas vor drei Tagen noch 104:102 bezwungen hatte, erzielte Kevin Durant diesmal 27 Zähler. Neben Oklahoma kassierten auch die Miami Heats die erste Saisonniederlage. Der Finalist der Vorsaison verlor in Atlanta 92:100.

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In vier von fünf Saisonspielen zuvor waren die Dallas Mavericks vom umjubelten Champion zum blamierten Meisterteam degradiert worden. Bis zum Sieg gegen Oklahoma wirkte das Team des Titelverteidigers nur noch wie ein Schatten seiner selbst. Fast schien es, als habe der Erfolg die «Mavs» satt gemacht - jedenfalls hattben sich seit dem Aufziehen des Meisterbanners in der Heimarena vor dem ersten Spiel der neuen, verkürzten Saison Spielfreude, Elan und Können offensichtlich verflüchtigt. Die Luft war raus zum Saisonstart.

Selbst bei den zuvor seit 294 Tagen sieglosen Minnesota Timberwolves verloren Nowitzki und die Mavericks sang- und klanglos. Das deutliche 82:99 kam dabei für den Titelverteidiger einer Demütigung gleich. Und auch Nowitzki konnte es eben nicht allein richten. Mit 21 Punkten war «Dirkules» am Sonntagabend zwar erneut bester Korbschütze seines Teams, die Herkulesaufgabe Titelverteidigung jedoch kann die umgebaute «Mavs»-Mannschaft nur gemeinsam stemmen.

17 Ballverluste und Leistungsträger ohne Leistung

Die lokale Presse ging mit den Basketballstars aus Dallas hart ins Gericht. «Langsam und schlampig» sehe das Team des amtierenden Champions zurzeit aus, schrieb etwa die Zeitung Dallas Morning News. Allein 17 Mal hätten die Mavericks bei der Pleite in Minneapolis den Ball bei Angriffen an die Timberwolves verloren, rechnete das Blatt vor. Die Leistungsträger Jason Terry, Jason Kidd und Lamar Odom kämen ihren Aufgaben nicht wie erwartet nach und hätten mit zusammengenommen nur sieben erfolgreichen Würfen bei 23 Versuchen auf ganzer Linie enttäuscht. «Das Team ist zu alt, zu langsamen und völlig außer Form», hatte Nowitzki noch nach der dritten Pleite in der verkürzten Saison gegen Denver geschimpft.

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Führung abgegeben, Einheit und Effizienz ebenfalls

Dabei hatte es für Nowitzki und Co. bei den Timberwolves lange Zeit gar nicht schlecht ausgesehen. Fünf Minuten vor Schluss führten die Mavericks noch 84:82, doch dann riss der Faden - und Minnesota das Spiel in einem starken Schlussspurt an sich. Es wurde einmal mehr deutlich, dass der NBA-Champion aus Dallas noch nicht wieder die eingespielte Einheit darstellte, die das Team im Frühsommer zum Titelgewinn getragen hatte. In Tyson Chandler und J.J. Barea haben die Mavericks zwei ihrer emotionalen Anführer abgegeben. Chandler hat sich bei den New York Knicks mit Amare Stoudemire und Carmelo Anthony zusammengetan, Barea steuerte jetzt für Minnesota acht Punkte zum Sieg über Dallas bei.

Die als Ersatz nach Dallas geholten Vince Carter, Odom und Delonte West suchen derweil weiter nach ihrer Rolle im Champion-Team. Den Mavericks fehle es derzeit noch an der Hartnäckigkeit, der Effizienz und der Balance, die die Mannschaft beim Titelgewinn gezeigt habe, urteilen die amerikanischen Medien.

Doch all das ist in dieser frühen Phase der Spielzeit nur halb so wild, wenn es nach Mavericks-Veteran Kidd (38) geht: «Wir haben viele neue Teile und wir versuchen, sie im Vorbeigehen zusammenzusetzen. Dabei machen wir Fehler, aber wir müssen einfach versuchen, besser zu werden.»

kru/phs/news.de/dapd/dpa

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