Danny MacAskill Verrückter Multimillionär auf zwei Rädern

Danny Macaskill (Foto)
Danny Macaskill ist derzeit der Hit auf Youtube. Bild: youtube(screenshot)

Von Von Thomas Bachmann
Danny MacAskill ist derzeit der Hit auf Youtube. Der Trialbiker springt mit seinem Trialbike über Zäune, Mauern, fährt Bäume hinauf und legt anschließend Loopings hin. Mittlerweile ist der Schotte Multimillionär. Diese Videos sind Pflicht, Nachahmung wird nicht empfohlen.

Es verzieht einem das Gesicht, wenn man Danny MacAskill zum ersten Mal sieht. Die Mimik signalisiert Schmerz in jeder Faser, man mag gar nicht hinsehen. Folgt man den unglaublichen Künsten des Schotten jedoch ein wenig länger, schließt sich der Mund vor lauter Staunen kaum noch. MacAskill ist Trialbiker und stellt mit seinem Rad Dinge an, die eigentlich die Grenzen des physisch Machbaren überschreiten.

Ihre erste Begegnung mit MacAskill haben die meisten im Internet. Sein spektakuläres Video «Inspired Bicycles» wurde auf Youtube schon über 28 Millionen Mal angeschaut. Die weiteren Filme «Way back home» und «Industrial revolutions» verbuchen zusammen über 20 Millionen Klicks.

BMX Flatland
Tanz mit dem Fahrrad
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Der in der Einsamkeit der Insel Skye groß gewordene MacAskill ist ein Superstar des Internet. Und alles begann mit einem etwas mehr als fünf Minuten langem Film, den MacAskill mit seinem Kumpel Dave Sowerby in ein paar Monaten drehte und im April 2009 ins Internet stellte.

BBC entdeckt Video

Was der 26-Jährige dort zeigt, sieht zunächst unbeholfen aus. MacAskill springt zwar gekonnt auf einen Stromkasten, die dünnen Eisenstangen eines Zauns sind dann aber zu viel für ihn. Beim ersten Versuch, die paar Meter auf dem Zaun zum nächsten Pfeiler zurückzulegen, bleibt er schon nach wenigen Zentimetern hängen und stürzt gut zwei Meter in die Tiefe. Beim zweiten Mal fliegt er auf halber Strecke mit dem Kopf voran auf den Rasen.

Danny Macaskill
Über Stock und Mauern
Video: youtube

Man mag eigentlich nicht mehr hinsehen, doch beim dritten Anlauf rollt MacAskill mit Leichtigkeit auf den nur wenige Millimeter breiten Stangen entlang und die wilde Hatz durch Edinburgh beginnt. MacAskill springt in Tunnel, überwindet Hecken, fährt einen Baum hinauf und kehrt mit einem spektakulären Looping auf die Erde zurück.

Die BBC entdeckte das Video, empfahl es auf ihrer Internetseite und MacAskill wurde über Nacht zum Star. «Eigentlich hatten wir keine Ambitionen, berühmt zu werden. Ich wollte nie Profi sein. Ich war einfach nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort», sagt MacAskill. Sein Geld verdiente er damals als Schrauber in einem Radladen - heute ist er Werbestar und Multimillionär.

Selbst Lance Armstrong ist ein Fan

Die Trial-Gemeinde ist allein durch MacAskills atemberaubende Filme gewachsen. Selbst Lance Armstrong ist ein Fan. «Das müsst ihr sehen», teilte der siebenmalige Tour-Sieger via Twitter«Twitter» (www.twitter.com) ist eines der am schnellsten wachsenden sozialen Netzwerke, mit dem sich Nachrichten von 140 Zeichen veröffentlichen lassen. «Twitter» kommt aus dem Englischen und bedeutet Gezwitscher. Die Nachrichten («Tweets») können abonniert und beantwortet werden. So entsteht ein weltweites Geflecht aus Botschaften. mit. Darunter ein Link zu «Inspired Bicycles».

MacAskill ist Autodidakt. Was er kann, hat er in der rauen Landschaft der Hebriden gelernt. Ohne Rampen, ohne Geländer, ohne Bahn. Sein Rad war auch ein Mittel, um überschüssige Energie abzubauen. MacAskill war als Kind hyperaktiv, die Einsamkeit Skyes die perfekte Umgebung. «In der Stadt», sagt MacAskill, «hätte ich sicherlich Probleme gemacht.»

Danny MacAskill
Von Edinburgh nach Dunvegan
Video: youtube

Heute lebt er in der Stadt - wenn er denn mal zu Hause ist. Die meiste Zeit des Jahres reist MacAskill um die Welt. Er tritt in großen Shows auf, dreht Werbespots und engagiert sich im Umweltschutz. Hat er frei, tingelt er auf der Suche nach Drehorten für den nächsten Film durch seine schottische Heimat. Wenn MacAskill etwas bereut, dann nur, dass er nicht mehr so viel Zeit auf dem Rad verbringt wie damals, als er noch Schrauber in einem kleinen Radladen war.

phs/kru/news.de/dapd

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