Ski nordisch «Heiße» Tour de Ski: Nun greift Tobias Angerer an

Tobias Angerer ist die neue deutsche Hoffnung bei der Tour de Ski. Der Vachendorfer zeigte sich bei den beiden Etappen zum Jahreswechsel in Oberstdorf in starker Form und arbeitete sich mit taktischem Geschick auf Platz acht in der Gesamtwertung vor.

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«Heiße» Tour de Ski: Nun greift Tobias Angerer an Bild: dpa

Oberstdorf (dpa) - Tobias Angerer ist die neue deutsche Hoffnung bei der Tour de Ski. Der Vachendorfer zeigte sich bei den beiden Etappen zum Jahreswechsel in Oberstdorf in starker Form und arbeitete sich mit taktischem Geschick auf Platz acht in der Gesamtwertung vor.

Ob er in den Zweikampf um den Tour-Sieg zwischen dem Neujahrs-Sieger Petter Northug (Norwegen) und dem Schweizer Dario Cologna eingreifen kann, bleibt bei einem Rückstand von derzeit 1:29,3 Minuten fraglich.

Es sind die «Alten» im deutschen Team, die während dieser Tour die Akzente setzen. «Meine Taktik geht voll auf, auch beim Skiathlon am Sonntag. Ich wollte viele Sekunden bei den Zwischensprints gutmachen, da ich wusste, dass im Schlussspurt bei einer Massenankunft nicht viel zu holen ist. Das ist mir bestens gelungen», frohlockte Angerer. Er hatte sich besonders auf den zehn Kilometern im klassischen Stil ganz weit vorn aufgehalten. «Zum Schluss haben mir dann leider etwas die Körner gefehlt und ich bin mit fliegenden Fahnen untergegangen. Aber der 14. Platz ist kein Beinbruch, ich habe keinen Boden verloren», betonte der Sieger der ersten Tour 2006/2007.

Nach dem Ruhetag geht er mit einem guten Gefühl in den zweiten, wesentlich härteren Teil der sechsten Tour. «Es macht Spaß, die Tour zu laufen. Man muss im Kopf klar und immer hellwach sein. Das gelingt mir», bemerkte der Routinier, der an sich selbst eine lange vermisste Entdeckung machte: «Es geht von Tag zu Tag besser, selbst auf den Sprintstrecken.»

Eine Prognose für den Tour-Endstand möchte er nicht abgeben. «Man darf nur von Rennen zu rennen schauen und denken. Hier kann jeder Fehler entscheidend sein», sagte Angerer. Das bekam ausgerechnet Axel Teichmann zu spüren, der am Sonntag alle Chancen auf eine gute Platzierung begraben musste. Der Sieger von Oberhof, der am Samstag durch die verpasste Qualifikation für die Sprint-Viertelfinals seine Gesamtführung an Northug verloren hatte, wurde von einem russischen Athleten in einen Sturz verwickelt.

«Dabei hat sich die Bindungsplatte an seinem Ski verschoben. Die musste er erst reparieren und hat dadurch komplett den Anschluss verloren», berichtete Bundestrainer Jochen Behle. Am Ende musste sich Teichmann mit Rang 74 begnügen und findet sich nun im Gesamtklassement auf Rang 48 wieder.

news.de/dpa

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