Ski alpin Höfl-Riesch nur 9. nach «tollem Jahr» - Keppler 17.

Höfl-Riesch nur 9. nach «tollem Jahr» - Keppler 17. (Foto)
Höfl-Riesch nur 9. nach «tollem Jahr» - Keppler 17. Bild: dpa

Kein Glück für die deutschen Alpinen zum Jahresabschluss. Maria Höfl-Riesch hätte sich am Ende eines «tollen Jahres» mehr als nur Rang neun gewünscht, Christina Geiger fehlten 3/100 auf das Slalom-Podest in Lienz. Auch dem Herren-Team gelang in Italien nicht der erhoffte große Schlag.

Lienz (dpa) - Kein Glück für die deutschen Alpinen zum Jahresabschluss. Maria Höfl-Riesch hätte sich am Ende eines «tollen Jahres» mehr als nur Rang neun gewünscht, Christina Geiger fehlten 3/100 auf das Slalom-Podest in Lienz. Auch dem Herren-Team gelang in Italien nicht der erhoffte große Schlag.

Rang 17 war für Stephan Keppler bei der herausfordernden Abfahrt von Bormio eine «Riesen-Enttäuschung». Als Gewinner dürfen dagegen Marlies Schild (Österreich) vor heimischer Kulisse nach ihrem 31. Slalom-Erfolg und Abfahrts-Olympiasieger Didier Defago (Schweiz) nach seinem Sieg-Comeback Silvester feiern.

Platz vier im Riesenslalom durch Viktoria Rebensburg, Rang vier nun durch Geiger im Slalom - nach einem guten Jahr für seine Alpinen hätte sich auch Wolfgang Maier etwas mehr zum Jahresausklang erhofft. «Ganz zufrieden bin ich damit nicht», sagte der Alpin-Direktor zum Damen-Ergebnis. Das Herren-Resultat vom Donnerstag konnte er «akzeptieren». «Insgesamt sind wir einen guten Schritt vorwärtsgegangen», bilanzierte Maier.

«Es war ein tolles Jahr, auch wenn das Ergebnis heute nicht ganz so war», sagte Höfl-Riesch. Neben ihrem Gesamtweltcupsieg freute sie sich auch über die Hochzeit mit ihrem Manager. Nach einem schwierigen Saisonstart will sie 2012 mit neuem Elan angreifen. «Insgesamt geht die Formkurve nach oben. Jetzt feiern wir ein bisschen Silvester und dann geht es eh schon gleich wieder weiter.»

Ein wirklich gutes Jahr liegt hinter der Alpinsparte des Deutschen Skiverbands, der 19 Podestplätze, darunter sieben Siege, einfahren konnte - und einen Erfolg im Team-Wettbewerb. Die Große Kristallkugel durch Maria Höfl-Riesch und die Kleine Kugel im Riesenslalom durch Viktoria Rebensburg sorgten für besonders große Freude. Dass es kein perfektes Jahr war, lag an der Heim-WM, wo sich die Hoffnungen mit zweimal Bronze durch Höfl-Riesch nicht erfüllt hatten.

Für ihren eigenen Anspruch war nach zwei Torlauf-Podestplätzen in diesem Winter Rang neun zu wenig. Dagegen hätte Christina Geiger mit dem vierten Rang, ihrem zweitbesten Karriereergebnis, durchaus zufrieden sein dürfen. Wäre da nicht der Mini-Abstand von 3/100 auf die Überraschungsdritte Mikaela Shiffrin (16) aus den USA gewesen.

«Aber es war super, dass ich zeigen konnte, was ich drauf habe», sagte Geiger, Junioren-Weltmeisterin von 2010. «Im Training läuft es eigentlich immer richtig gut, aber in den Rennen konnte ich es nicht so umsetzen. Das habe ich jetzt geschafft.» Aus dem deutschen Team holten auch die zuletzt zweimal als Laufzeitbeste aufgefallene Lena Dürr auf Rang 18, Fanny Chmelar als 20 und Katharina Dürr auf dem 30. Platz Weltcup-Punkte.

Selbst bei Geiger vermisste Maier aber etwas «Angriffslust», dagegen war er mit dem Mut seiner Abfahrer in Bormio nicht unzufrieden. «Das war schwerste Abfahrt diese Saison im Weltcup», sagte der Alpin-Direktor. Tobias Stechert verpasste auf Platz 33 ebenso Punkte wie Andreas Sander, der geschwächt durch einen Infekt 43. wurde. Bei seinem vierten Weltcup-Auftritt wurde Josef Ferstl zunächst abgewunken und kam im zweiten Anlauf auf einen respektablen 35.

Höfl-Riesch geht nach der Feier ins neue Jahr mit der Familie im heimischen Kitzbühel bereits am 3. Januar den nächsten Slalom in Zagreb an, für Keppler steht wegen einer Verletzung an der Patellasehne zunächst eine Trainingspause an. Nach starken Trainingsleistungen hatte der 28-Jährige mit einer absoluten Top-Platzierung geliebäugelt, musste sich aber auf der schweren Stelvio-Piste mit Platz 17 zufriedengeben. «Das ist schon eine Riesen-Enttäuschung. Ich hätte hier um das Stockerl mitfahren können. Aber das ist natürlich schlecht, das war gar nix», sagte er.

news.de/dpa

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