Weihnachten bei den Stars Hauptsache Ruhe

Neuner (Foto)
Für Magdalena Neuner gibt es kein Weihnachten - aber eine Menge Training. Bild: dpa

Dirk Nowitzki spielt Karten mit seiner Familie, Sebastian Vettel möchte zur Ruhe kommen und Magdalena Neuer trainiert: Auch Sportler feiern Weihnachten - aber alle unterschiedlich. News.de stellt die Pläne vor.

Beim traditionellen Schafkopf-Spiel im Kreise der Familie kennt der Basketball-Superstar dann trotz Heiligabend keine Verwandten mehr. »Verlieren ist nicht so mein Ding. Deswegen wollen sie wahrscheinlich, dass ich immer mitspiele, weil ich am meisten zahlen muss«, sagte der Sportler des Jahres im ZDF. Das Flötenspiel seiner Schwester sei dann noch eher zu ertragen. Sie spiele zwar nur noch einmal im Jahr, aber dafür ginge es noch, sagte Nowitzki.

Die Feiertage sind Nowitzki wie vielen anderen Sportstars seit Jahren heilig. Die Familie des 33-Jährigen findet sich traditionell komplett in Texas ein. 2011 hat der gebürtige Würzburger, der im Sommer mit dem Gewinn des NBA-Titels mit den Dallas Mavericks den größten Erfolg seiner Karriere feierte, aber wenig Zeit für Feierlichkeiten und Flötenspiel. Schon am ersten Weihnachtstag muss Nowitzki mit den Mavericks gegen die Miami Heat nach dem monatelangen NBA-Lockout zum Saisonauftakt wieder aufs Parkett.

Dirk Nowitzki
Die Karriere des «German Wunderkind»

Vettel will zur Ruhe kommen

Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel reist das ganze Jahr mit dem Motorsport-Zirkus um den Globus und verbringt die Feiertage im Kreise seiner Familie, »um zur Ruhe zu kommen. Dann nimmt man sich die Zeit, es sind ja die besinnlichen Tage«. Sportlich hat sich der 24-Jährige alle Wünsche erfüllt. In der Vergangenheit habe er auch an Weihnachten meistens das bekommen, was er sich vom Christkind wollte. Am meisten hat sich Vettel über sein erstes Kart gefreut. »Ich war noch nicht so alt, und damals war Weihnachten noch zwangsweise verbunden mit den Geschenken. Der ganze Weihnachtsbaum war voll, es war kein Platz mehr«, sagte Vettel. Ob der Doppel-Weltmeister auch in diesem Jahr einen Wunschzettel geschrieben hat, ist nicht überliefert.

Als früherer Messdiener weiß auch Fußball-Nationaltrainer Joachim Löw, was an Weihnachten wichtig ist. »Das ist ein Fest der Familie, der engsten Angehörigen und einiger Freunde«, sagte Löw in der ARD-Sportschau. Familie Löw pflege einige Traditionen, was das Essen und das Zusammensein angehe. Und da Löw während des Jahres zumeist in Sachen Nationalmannschaft unterwegs ist, nutzt der 51-Jährige die Zeit, um »gute Gespräche zu führen, die nichts mit dem Fußball zu tun haben.«

Von Fußball will auch Meister-Trainer Jürgen Klopp über die Feiertage nicht wissen. Für den Coach von Borussia Dortmund ist Weihnachten vor allem Tannenbaum und Kirche: »Die Gefahr, dass ich Fußball gucke, ist relativ gering«, sagte Klopp der Bild-Zeitung. Wie er die Feiertage denn dann nutze? »Ein gutes Buch und zurückziehen«, sagte Klopp. Das Recht, abzuschalten, solle sich in dieser Zeit jeder Mensch nehmen.

Klitschkos feiern mit der Mama

Gerade in diesem Jahr ist den Box-Weltmeistern Witali und Wladimir Klitschko nichts so heilig wie die Familie um Mama Nadja, Witali mit Frau Natalie und den drei Kindern Yegor-Daniel, Elizabeth-Victoria und Max. Schließlich ist es das erste Weihnachtsfest ohne Vater Witali senior, der im Juli an Krebs starb. Da die Klitschkos orthodoxe Christen sind, begehen sie aber den 6. Januar als »eigentliches« Weihnachten. In ihrem Haus in Florida steigen die Klitschkos dann auf das Surfbrett.

Ganz andere Probleme hat die deutsche Skisprung-Hoffnung Richard Freitag. »Ich weiß gar nicht, ob jemand den Weihnachtsmann für meine kleine Schwester spielen muss«, sagte der 20-Jährige. Auch Freitag nutzt die Feiertage, »um runterzukommen und Kraft zu tanken für die Tournee«. Ganz ohne Training geht es deshalb aber auch bei Freitag nicht, damit er zum Auftakt der Vierschanzentournee am 29. Dezember in Oberstdorf fit ist.

Und auch Biathlon-Olympiasiegerin Magdalena Neuner steht an Weihnachten auf den Skiern. »An Heiligabend gibt es nur eine Kleinigkeit zu essen, wir wollen die Mama entlasten. Am ersten Feiertag gehen wir essen.« An allen drei Tagen ist dann Training angesagt. Für die »Sportlerin des Jahres« ist es nach ihrem Rücktritt allerdings das letzte Mal.

hem/beu/news.de/dapd

Leserkommentare (0) Jetzt Artikel kommentieren
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig
Anzeige
++ Fußball-Liveticker ++
 

Live-Ticker powered by live-ticker.com

Fußball im Überblick
news.de auf Facebook
Follow us on Facebook!
News.de auf Twitter
Follow us on Twitter!
Anzeige