DFB-Pokal Dortmunder siegen im Elfmeterkrimi

Sie verfehlten die Sensation um Haaresbreite. Im DFB-Pokal unterlagen die Zweitligisten aus Düsseldorf und Bochum den Favoriten aus Dortmund und München nur knapp. Die Bayern gewannen in der Nachspielzeit, Dortmund erst im Elfmeterschießen.

Borussia Dortmund (Foto)
Alle Elfer versenkt und einen gehalten. Die BVB-Profis Roman Weidenfeller (rechts) und Jakub Blaszczykowski  bejubeln ihren knappen Erfolg. Bild: dapd

Mit Kampfgeist und viel Elan ärgerten die Zweitligisten im Achtelfinale des DFB-Pokals die Favoriten aus der Bundesliga: Erst im Elfmeterschießen setzte sich der stark ersatzgeschwächte Meister Borussia Dortmund im Nachbarschaftsduell beim Zweitliga-Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf 5:4 (0:0, 0:0) durch. Dabei mussten die Dortmunder zweimal verkraften, dass Schiedsrichter Manuel Graefe zwei Elfmeter wiederholen ließ, beide Male zu Lasten des BVB.

Jubeln durfte als einziger Zweitligist nur die SpVgg Greuther Fürth. Im Nachbarschaftsduell beim 1. FC Nürnberg unterstrich das Team von Trainer Mike Büskens durch den 1:0 (1:0)-Sieg die starke Form, während der 1. FC Nürnberg die Wut der Fans auf sich zog, die am Ende auf den Rasen stürmten.

In Bochum gelang Bundesliga-Herbstmeister FC Bayern München erst in der Nachspielzeit durch ein Tor von Arjen Robben 2:1 (0:1) der Einzug ins Viertelfinale. Das einzige Bundesliga-Duell am Dienstagabend gewann 1899 Hoffenheim zuhause gegen den FC Augsburg 2:1 (1:1).

Platzverweis für Owomoyela

Borussia Dortmund tat sich gegen die ausgesprochen selbstbewusst auftretenden Düsseldorfer schwer. 54.000 Zuschauer im ausverkauften Düsseldorfer Stadion sahen nach dem Platzverweis für Patrick Owomoyela (34.) wegen wiederholten Foulspiels eine engagierte Heimmannschaft und eine Dortmunder «Zehn», die sich aber trotz sieben Ausfällen und Unterzahl einige gute Möglichkeiten erspielte.

Vor dem Elfmeterschießen wurde Dortmunds Trainer Jürgen Klopp erst auf die Tribüne geschickt, dann gewann seine Mannschaft glücklich den Elfmeterkrimi. Den letzten Strafstoß im Nervenduell verwandelte Ivan Perisic.

Kroos und Robben retten München

Die Düsseldorfer durften aber eine starke Leistung ihrer Mannschaft feiern und in Bochum ließen die Zweitliga-Profis des VfL nach dem Abpfiff die Köpfe ebenfalls nicht hängen und sich bei einer Ehrenrunde von ihren Fans unter den 29.448 Zuschauern frenetisch feiern. Sie hatten allen Grund dazu, nachdem sie den nahezu in Bestbesetzung angetretenen Münchnern 90 Minuten lang einen ganz harten Kampf geliefert hatten.

Giovanni Federico (26. Minute) brachte Bochum in Führung, Toni Kroos (52.) erzielte den Ausgleich. Die Bayern jubelten leiser, aber «wir sind in allen Wettbewerben hervorragend dabei und jetzt können wir in Ruhe Weihnachten feiern. Das hätte auch anders ausgehen können», sagte Kroos im TV-Sender Sky.

Mehr als 5.000 Fans waren aus Fürth zum ältesten deutschen Fußball-Derby nach Nürnberg gereist. 254 Mal standen sich beide Klubs bislang gegenüber, die Bilanz spricht für Nürnberg. Dessen Anhänger hatten ein Großbanner mit der Aufschrift «Und wenn der Funke überspringt, in guter Tradition der Club gewinnt» entrollt.

Ihrer Enttäuschung machten sie dann aber dadurch Luft, dass sie nach Abpfiff auf den Platz stürmten, was den Nürnbergern eine saftige Strafe einbringen dürfte. Zuvor hatte Edgar Prib (15.) vor 48.548 Zuschauern die Grundlage für den 72. Sieg der Fürther im Derby gelegt, den Erfolg sicherte am Ende die gute Mannschaftsleistung, nachdem Bernd Nehrig (66. Minute) nach einer Gelb-Roten Karte den Platz hatte verlassen müssen.

Ohne große Überraschungen und Höhepunkte erspielte sich dagegen Hoffenheim vor 10.375 Zuschauern durch die Treffer von Sejad Salihovic (23.) und Vedad Ibisevic (49.) bei einem Gegentor von Torsten Oehrl (37.) den Einzug ins Viertelfinale.

Die jüngsten Partien im DFB-Pokal zum Nachlesen im Live-Ticker.

cvd/news.de/dapd

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