Bundesliga BVB feiert Rang zwei, «Club» düpiert Bayer

SC Freiburg - Borussia Dortmund (Foto)
Starkes Spiel von Kevin Großkreutz (ganz rechts): Der gebürtige Dortmunder schoss einen Treffer selbst, einen bereitete er vor. Bild: dapd

Vier Tore in Freiburg: Borussia Dortmund hat sich zum Abschluss der Hinrunde überlegen den zweiten Tabellenplatz gesichert. Die Überraschung des Spieltags schaffte Nürnberg in Leverkusen. Wolfsburgs Kicker retteten sich die Weihnachtsferien.

Borussia Dortmund hat sich meisterlich in die Winterpause verabschiedet. Der Titelverteidiger fertigte Schlusslicht SC Freiburg im Schongang standesgemäß mit 4:1 (2:1) ab und bleibt damit Herbstmeister Bayern München auf den Fersen. «Platz zwei ist nicht so schlecht, viel besser geht es nicht», zog BVB-Coach Jürgen Klopp eine positive Bilanz nach der «zweitbesten Halbserie, seit ich hier bin».

Torjäger Robert Lewandowski mit einem Doppelpack (7./69. Minute), Ilkay Gündogan (44.) und Kevin Großkreutz (59.) trafen für den Tabellenzweiten der Fußball-Bundesliga. Jan Rosenthal hatte mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich (34.) vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Badenova-Stadion vorübergehend Hoffnung bei den Badenern auf eine Überraschung geweckt.

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Dortmund war trotz des Ausfalls von drei Stammkräften die überlegene Mannschaft und zeigte die reifere Spielanlage. Aber dass sich der Titelverteidiger und der Tabellenletzte gegenüber standen, war phasenweise nicht zu erkennen. Der BVB wirkte bei zeitweise strömendem Regen in manchen Aktionen im ersten Durchgang etwas überheblich und ohne die letzte Konsequenz. «Wir waren nicht viel besser als der Gegner und haben trotzdem gewonnen», urteilte Klopp.

Freiburgs Putsila hätte früh treffen müssen

Freiburg spielte teilweise durchaus gefällig, aber meist ohne Durchschlagskraft. Zudem gab es viele leichte Ballverluste und erwies sich die schwächste Defensive der Liga erneut als sehr anfällig. «Das ist ein bitteres Spiel für uns», klagte SC-Trainer Marcus Sorg. «Wir sind sehr enttäuscht.»

Die Riesenchance zur SC-Führung vergab Anton Putsila kläglich: Völlig freistehend schob er den Ball am leeren Tor vorbei (4. Minute). Dies rächte sich wenig später: Nach präzisem Querpass von Shinji Kagawa musste Torjäger Lewandowski nur noch zum 1:0 einschieben. Nach einem schulbuchmäßig vorgetragenen Konter scheiterte Lewandowski am Freiburger Torwart Oliver Baumann (21.).

Schiedsrichter-Assistent narrt Freiburgs Defensive

Verdienter Lohn für die nicht resignierenden Badener war der Ausgleich durch Rosenthal nach einer sehenswerten Ballstafette. Torjäger Papiss Demba Cissé hätte bei seiner besten Aktion vor der Pause mit einem Volleyschuss beinahe die Führung erzielt (37.).

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Dann aber folgte der Schock für den Sportclub: Nachdem der Schiedsrichterassistent abseits angezeigt hatte, stellten die Freiburger das Spielen ein. Referee Günter Perl entschied jedoch regelkonform auf Weiterspielen, weil der Ball von einem Freiburger abgefälscht worden war. Gündogan hatte nach Querpass von Jakub Blaszczykowski keine Mühe, zum 2:1 abzustauben. «Wir müssen weiterspielen, wenn er nicht pfeift, das ist ärgerlich», schimpfte Rosenthal über das eigene Fehlverhalten.

Dortmund überließ den Platzherren nach der Pause zunächst die Initiative. Der erste ernsthafte Konter brachte die Vorentscheidung. Lewandowski legte den Ball uneigennützig zurück und Großkreutz vollstreckte platziert zum 1:3. BVB-Keeper Roman Weidenfeller verhinderte gegen Cissé den schnellen Anschlusstreffer (63.). Wieder ein Konter und wieder eine Koproduktion Lewandowski - Großkreutz brachte die endgültige Entscheidung: Dieses Mal profitierte der Pole und erzielte sein zwölftes Saisontor zum 4:1.

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