Bundesliga Bayern wieder Spitze, Remis im Borussenduell

Franck Ribéry (Foto)
Bayerns Bester: Franck Ribéry. Bild: dapd

Werder Bremen deutlich geschlagen, Tabellenführung zurückerobert: Bayern München ist dank «Robbery» der Gewinner des Spieltags. Gladbach und Dortmund trennten sich im zweiten Spitzenspiel unentschieden.

Die Fans feierten die Rückkehr an die Tabellenspitze mit Sprechchören - ihr FC Bayern München ist wieder obenauf. Mit einem am Ende deutlichen Heimsieg hat der deutsche Fußball-Rekordmeister wieder Kurs auf die Herbstmeisterschaft in der Bundesliga genommen. Franck Ribéry (22./77. Minute) und der eingewechselte Arjen Robben (69./83.) mit zwei verwandelten Foulelfmetern sicherten beim 4:1 (1:0) gegen Werder Bremen nach zuletzt zwei Niederlagen wieder einen Dreier für die Münchner.

«Das war heute wieder ein wichtiger Schritt», sagte Kapitän Philipp Lahm nach dem lange Zeit mühsamen Nachmittag, an dem Joker Markus Rosenberg (52.) zwischenzeitlich für die Hanseaten ausgeglichen hatte. Dank eines starken Ribéry und eines vom Elfmeterpunkt treffsicheren Robben gab es am Ende wieder strahlende Bayern-Gesichter. «Wir haben eine sehr gute Reaktion gezeigt», betonte Ribéry. Groß war der Frust dagegen bei den Hanseaten. Bei Aaron Hunt entlud sich dieser in einem bösen Foul an Toni Kroos in der Schlussphase. «Absolut dumm und unnötig», kommentierte Trainer Thomas Schaaf den Platzverweis.

Bundesliga
«Robbery» treffen doppelt, Magath trinkt Tee

Vor 69.000 Zuschauern in der ausverkauften Münchner Arena begann das Duell zwischen dem Dritten und dem Vierten schleppend. Werders Trainer Thomas Schaaf hatte zwar eine offensive Aufstellung gewählt, aber für Gefahr konnte sein in München bis Samstag in der Liga seit 2005 ungeschlagenes Team nicht sorgen.

Ellbogencheck von Pizarro gegen Badstuber

Zum Ärger des Bremer Coaches fiel der Treffer zum 0:1 nur 14 Sekunden nach einem Freistoß seines eigenen Teams. Nach dem abgewehrten Ball setzte sich David Alaba gegen Philipp Bargfrede durch und bediente Ribéry. Der Franzose nutzte den Raum, den ihm Thomas Müller und Mario Gomez durch ihre Sprints aufrissen, und schloss eiskalt ab. Sebastian Mielitz vorbei, der den wegen eines Trauerfalls in der Familie fehlenden Nationaltorwart Tim Wiese gut vertrat, konnte nichts mehr machen.

Das Tor zeigte Wirkung bei Werder. Aber nachgelegt wurde von den Münchnern, die Trainer Jupp Heynckes in der selben Formation wie beim 2:3 in Mainz ins Rennen geschickt hatte, nicht. Einen Aufreger aber gab es kurz vor der Pause (41.): Holger Badstuber blieb nach einem Ellbogencheck von Claudio Pizarro liegen, der Ex-Münchner durfte trotz der Tätlichkeit unbestraft von Schiedsrichter Florian Meyer weiterspielen.

Robben brachte die nötigen Impulse

Das hatte Folgen: Denn Pizarro setzte sich nach dem Seitenwechsel gegen van Buyten durch, bediente den eingewechselten Rosenberg. Der Schwede traf gegen eine orientierungslose Münchner Hintermannschaft. Auch FCB-Keeper Manuel Neuer sah beim Gegentor nicht gut aus.

Mit Robben kurbelte Heynckes das Spiel an. Dass der eingewechselte Niederländer zum Torschützen wurde, hatte er einer schönen Kombination von Kroos und Gomez auf Müller zu verdanken, der dann durch ein Foul von Andreas Wolf gestoppt wurde. Robben schnappte sich den Ball und verwandelte zum dritten Saisontor, dem ersten seit seiner Verletzung. «Mit der Einwechslung von Arjen hat die Mannschaft eine sehr gute Reaktion gezeigt», sagte Heynckes.

Einem Tor von Gomez (75.) verweigerte Meyer danach die Anerkennung, hochgeschraubt wurde das Ergebnis dennoch. Mielitz (77.) rettete dann noch gegen Müller - beim 3:1 durch Ribérys achtes Saisontor war er dann machtlos. Auch bei Robbens zweitem Elfmeter, nach Foul an Ribéry, hatte der Werder-Keeper keine Chance. «Wir waren ein dankbarer Gegner heute», sagte Schaaf.

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