Fußball Rätselraten auf Schalke: Raúl lässt Zukunft offen

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Rätselraten auf Schalke: Raúl lässt Zukunft offen Bild: dpa

Der Kultstar brach sein Schweigen, verriet jedoch nicht viel. Beim FC Schalke 04 geht das Rätselraten um Raúl weiter.

Gelsenkirchen (dpa) - Der Kultstar brach sein Schweigen, verriet jedoch nicht viel. Beim FC Schalke 04 geht das Rätselraten um Raúl weiter.

Obwohl sich die schillerndste Figur des Revierclubs erstmals seit Monaten einer großen Medienschar stellte, ließ er seine Zukunft offen. Antworten auf die vielen Fragen nach seiner Bereitschaft, den am Saisonende auslaufenden Vertrag zu verlängern, blieb der Spanier schuldig: «Ich fühle mich auf Schalke wohl. Aber das ist nicht der Zeitpunkt, um über vertragliche Dinge zu sprechen.»

Señor Raúl ist schweigsamer geworden. Nach der Trennung des Revierclubs von Allmacht Felix Magath im März 2011 zog er sich mehr und mehr aus der Öffentlichkeit zurück. Den Wunsch von Magath-Nachfolger Ralf Rangnick, Mitglied des Mannschaftsrates zu werden, schlug er aus. Und auch nach dem gesundheitlich bedingten Rückzug von Rangnick im September mied Raul den Kontakt zur Presse. Seine Zurückhaltung will er jedoch nicht als Indiz für eine bevorstehende Trennung gewertet wissen: «Ich gebe nicht gern Interviews.»

Ähnlich defensiv klingen die Statements der Vereinsführung zum Thema. Weder Trainer Huub Stevens noch Manager Horst Heldt lassen sich konkrete Aussagen über ihre Pläne mit Raúl entlocken. «Er ist ein echter Leader, der allein mit seiner Präsenz unheimlich wichtig für unsere junge Mannschaft ist. Über Tendenzen, ob er bleiben wird oder nicht, möchte ich mich vorher aber nicht äußern», kommentierte Heldt. In der Winterpause soll das große Rätsel gelöst werden. «Vielleicht schon im Dezember, aber wahrscheinlich eher im Januar wollen wir uns unterhalten. Dies ist mit ihm und seinem Berater so abgesprochen», sagte Heldt.

Immerhin ließ sich Raúl von Stevens überreden, den verletzten Benedikt Höwedes als Spielführer zu vertreten. In den Partien gegen Nürnberg und Dortmund trug er die Kapitänsbinde. Besonders wohl hat sich der Offensivkünstler dabei aber nicht gefühlt: «Ich bin kein Kapitän. Aber der Trainer hat mich gefragt, weil ich ein erfahrener Spieler bin. Das habe ich akzeptiert.»

Schwankende Leistungen brachten Raúl nach dem verlorenen Derby beim BVB am vergangenen Wochenende Kritik von Stevens ein. Dennoch kann sich seine bisherige Saisonbilanz sehen lassen. In 14 Bundesliga-Partien traf er immerhin sechsmal ins Tor und trat auch wiederholt als Vorbereiter in Erscheinung.

Schalkes Abwehrspieler Christoph Metzelder, der dem damaligen Coach Magath im Sommer 2010 beim Raul-Transfer aus Madrid behilflich war, sieht gute Chancen auf einen Verbleib seines einstigen Real-Kollegen: «Um mehr am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können, lernt er fleißig deutsch. Ich habe den Eindruck, dass er gerne noch ein oder zwei Jahre auf Schalke bleiben möchte.»

news.de/dpa

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