HSV-Käpt'n Westermann «Thorsten Fink weiß, was wir brauchen»

Heiko Westermann (Foto)
Kapitän und Kämpfer: Heiko Westermann trägt seit 2010 das HSV-Trikot. Bild: dapd

Von news.de-Redakteur Philip Seiler
Kurs auf Klassenverbleib: Hamburgs Käpitan Heiko Westermann soll den HSV aus dem Fahrwasser am Tabellenende führen. Mit news.de spricht der Ex-Nationalspieler über schmerzhafte Buhrufe, den neuen Trainer und die Strategie des HSV.

Heiko, der HSV ist der einzige Verein, der noch nie aus der Bundesliga abgestiegen ist. Was macht Sie optimistisch, dass das auch 2012 so bleibt?

Heiko Westermann: Wir haben ein gutes Team und wir haben einen guten Trainer. Wir sind jetzt mit der richtigen Einstellung bei der Sache und brennen auf Siege. In den letzten Spielen haben wir gezeigt, dass wir Fußball spielen und gegen jeden Gegner bestehen können. Wir werden die Abstiegsränge bald verlassen.

Wie die meisten Spieler in Hamburg sind Sie es nicht gewohnt, um den Klassenverbleib zu spielen. Wie gehen Sie in der Mannschaft mit dieser neuen Situation um?

Westermann: Wir schauen gar nicht so stark auf die Tabelle. Es ist letztlich egal, an welcher Position man steht, man will jedes Spiel gewinnen. Sicherlich waren die letzten Wochen nicht einfach, aber mit Thorsten Fink sind wir jetzt auf einem guten Weg und haben Spaß am Spiel. Die Punkte werden kommen.

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In welchen Bereichen muss sich der HSV noch steigern?

Westermann: Wir sind mit einem jungen Team in die Saison gestartet, da hat es zu Beginn noch ein wenig an der Abstimmung auf dem Platz gehapert. Doch die Kommunikation und das Zusammenspiel werden immer besser. Es entwickeln sich Automatismen für ein flüssiges Spiel, aus dem heraus wir dann Torchancen erspielen können.

In allen drei Spielen unter Thorsten Fink gerieten Sie erst in Rückstand und kamen dann zurück. Werden Sie gegen Hoffenheim am Sonntag nun defensiver und abwartender spielen, damit so etwas nicht wieder passiert?

Westermann: Das war sicherlich ärgerlich in den letzten Spielen. Defensiver spielen werden wir aber nicht. Wir möchten auf dem Platz agieren und das Spiel von Anfang an bestimmen. Wir müssen einfach von der ersten Minute an wach sein. Dann machen wir beim nächsten Spiel das erste Tor.

Thorsten Fink hat bei seiner Vorstellung gesagt, er sei ein Typ wie Jürgen Klopp. Wie ist er wirklich als Typ im Umgang mit den Spielern?

Westermann: Thorsten Fink ist ein sehr emotionaler und ehrlicher Typ. Er hat es geschafft, uns die Leidenschaft am Spiel zurückzugeben und vermittelt uns klar seine Philosophie. Er ist ein kommunikativer und positiver Mensch, nimmt sich Zeit für jeden von uns und weiß dabei genau, was jeder Spieler braucht. Ihm ist es wichtig, dass wir als ein Team funktionieren.

Was Wille und Einsatzbereitschaft angeht, gehen Sie beim HSV voran. Dennoch wurden Sie in der vergangenen Saison teilweise von den eigenen Fans ausgebuht. Wie schmerzhaft war diese Erfahrung für Sie und hat sich das Verhältnis inzwischen gebessert?

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Westermann: Natürlich ist so etwas immer schmerzhaft. Vor allem aber, weil man sich über sich selbst ärgert, wenn man kein gutes Spiel macht. Wir haben hier in Hamburg tolle Fans und es macht riesig Spaß vor ihnen zu spielen. Sie wollen sehen, dass wir auf dem Platz 100 Prozent geben - und das tun wir.

 

Heiko Westermann wurde am 14. August 1983 im unterfränkischen Wasserlos geboren. Seine Profikarriere begann der gelernte Innenverteidiger 2002 beim Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth. Im Jahr 2005 wechselte er für zwei Jahre zu Arminia Bielefeld in die Bundesliga, von wo er zwei Jahre später zum FC Schalke 04 ging. Seit 2010 läuft Westermann für den Hamburger SV auf und ist dort zudem Kapitän. Insgesamt absolvierte er 205 Bundesliga (20 Tore) und spielte zwischen 2008 und 2010 24 mal (3 Tore) für die deutsche Nationalmannschaft. In diesem Jahr wurde Westermann von Bundestrainer Joachim Löw nicht mehr eingesetzt.

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kru/news.de

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