Bastian Schweinsteiger «Dortmund weiß, dass wir stärker sind»

Bayern München - Borussia Dortmund (Foto)
Bastian Schweinsteiger (links) muss diesmal wegen seines Schlüsselbeinbruchs zugucken. Bild: dpa

Vor neuneinhalb Monaten wurde der Rekordmeister von Dortmunds Hurra-Fußballern im eigenen Haus vorgeführt wie eine Schülerelf. Am Samstag wollen die Bayern für diese Schlappe Revanche. München strotzt vor dem Gipfel nur so vor Selbstbewusstsein.

Die Gala der deutschen Nationalmannschaft gegen die Niederlande war kaum vorbei, da richteten sich die Blicke bereits auf das nächste Fußballfest. «Wir wollen beweisen, dass wir die beste Mannschaft haben und unseren Lauf fortsetzen», sagte Mittelfeldstar Toni Kroos zum Bundesliga-Gipfel am Samstag (18.30 Uhr live bei Sky und im news.de-Ticker) zwischen Spitzenreiter Bayern München und Meister Borussia Dortmund, bevor er die Rückreise von Hamburg an die Isar antrat. «Letztes Mal hat Dortmund bei den Bayern gewonnen. Ich rechne damit, dass wir am Samstag wieder ein gutes Spiel sehen werden», sagte Bundestrainer Joachim Löw, der viele der am Spitzenduell beteiligten Stars gegen die Niederlande geschont hatte.

Borussia Dortmund
Meilensteine auf dem Weg zum Titel

Gewonnen ist gut: 3:1 hieß es am 26. Februar dieses Jahres für das Team von Trainer Jürgen Klopp durch Tore von Lucas Barrios, Nuri Sahin und Mats Hummels, es war auch der endgültige K.o. des damaligen Titelverteidigers im Meisterschaftsrennen. Nach dem 24. Spieltag hatte der Rückstand auf die Borussia sage und schreibe 16 Punkte betragen. «Hoffentlich wird es ein ähnlich gutes Spiel - ganz so einseitig wird es bestimmt nicht», sagte Hummels. Die Aussage von Holger Badstuber verschaffte einen Eindruck, wie sehr die erfolgsverwöhnten Bayern-Stars auf Wiedergutmachung für eine Demütigung brennen müssen. «Wir können gegen Dortmund einen großen Schritt machen. Jeder ist heiß.»

Kein Bayern-Ballyhoo

Die Bayern spielen bisher eine souveräne Saison, Nationalkeeper Manuel Neuer hat selten viel zu tun, ein Sieg gegen den BVB würde den Vorsprung auf acht Punkte vergrößern. Der BVB wiederum knüpfte nach einem Hänger zuletzt wieder an die herausragende Form der Meistersaison an. Trotz aller Brisanz: Sprüche oder gar Ballyhoo gab es bislang nicht. Selbstbewusstsein wurde aber zur Schau getragen. «Ich bin der Überzeugung, dass wir qualitativ stärker besetzt sind. Dortmund weiß das auch», sagte Nationalspieler Bastian Schweinsteiger.

Der Mittelfeldstar ist nach einer Schlüsselbein-Operation außer Gefecht, wird Trainer Jupp Heynckes fehlen. Doch Schweinsteiger vertraut auf den bisherigen Saisonverlauf, in dem sich die Bayern anders als in der vergangenen Spielzeit als geschlossene Einheit präsentierten. «Es wird ein enges Spiel, aber wir haben viel Selbstvertrauen und werden die Partie gewinnen», sagte der 27-Jährige, der sein Fehlen bedauert («Das tut schon sehr weh»).

Götze im Blickpunkt

In höchsten Tönen sprach BVB-Boss Hans-Joachim Watzke von den Qualitäten der Bayern, die ein ganz anderes Gesicht hätten als zuvor. «Sie haben mit Manuel Neuer jetzt einen der besten Torhüter der Welt. Wenn Manuel im vergangenen Jahr schon bei den Bayern gewesen wäre, wäre es sehr viel enger geworden», sagte Watzke. Wie ein Betriebswirt kennzeichnete der BVB-Boss die neuen Bayern: «Natürlich haben Sie mit Jupp Heynckes einen sehr erfahrenen und kompetenten Trainer, der die individuellen Stärken in der Mannschaft mit einem System kompatibel macht. Man hat keine Sollbruchstellen mehr. Im letzten Jahr gab es ja viele Sollbruchstellen, zum Beispiel das Verhältnis zum Trainer.» Angesprochen war das am Ende zerrüttete Verhältnis zu Louis van Gaal.

Das Schlagerspiel ist natürlich auch wieder Bühne für die Ausnahmekönner. Im Mittelpunkt stehen wird vor allem Mario Götze. Immer wieder gab es zuletzt Spekulationen über hochkarätige Angebote aus dem Ausland, dazu sorgte Götzes Aussage, dass er grundsätzlich nichts ausschließen «kann und will», für einigen Wirbel. Real ist das Interesse der Bayern-Verantwortlichen an Spielern der Marke Götze, der in Dortmund Vertrag bis 2014 hat. Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge («Wir haben immer Interesse, gute deutsche Spieler zum FC Bayern zu holen») oder Präsident Uli Hoeneß («So einen sympathischen Spieler beim FC Bayern, das wäre doch eine feine Sache») machten daraus kein Geheimnis. Watzke hatte das als «nicht stilbildend» kritisiert, gibt sich aber nun entspannt: «Zu dem Thema ist alles gesagt, das braucht man nicht mehr zu kommentieren.»

hem/phs/news.de/dapd

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