Tischtennis Chinas Asse machen Kasse - Ovtcharovs Glanzstück

In Abwesenheit von Timo Boll haben Chinas Tischtennis-Asse beim 8. World-Team-Cup in Magdeburg große Kasse gemacht. Für den Doppelsieg bei den Damen und Herren kassierten die übermächtigen Aktiven aus dem Reich der Mitte jeweils 36 200 Euro.

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Chinas Asse machen Kasse - Ovtcharovs Glanzstück Bild: dpa

Magdeburg (dpa) - In Abwesenheit von Timo Boll haben Chinas Tischtennis-Asse beim 8. World-Team-Cup in Magdeburg große Kasse gemacht. Für den Doppelsieg bei den Damen und Herren kassierten die übermächtigen Aktiven aus dem Reich der Mitte jeweils 36 200 Euro.

Das deutsche Europameister-Team, das sich ohne den Top-Star im Halbfinale mit 1:3 gegen den Rekord-Weltmeister achtbar aus der Affäre zog, erhielt für Platz drei ein kleines Trostpflaster von 8700 Euro aus dem mit 203 000 Euro gefüllten Preisgeld-Topf.

«Davon kann ich meine Rente nicht finanzieren», scherzte der würdige Boll-Vertreter Dimitrij Ovtcharov. Der 23 Jahre alte Profi, der im russischen Orenburg gutes Geld verdient, bezwang mit fantastischen Rückhand-Bällen erstmals den Weltranglisten-Zweiten Wang Hao. «Ich bin den Chinesen ein Stück näher gekommen. Man muss gegen sie an den Sieg glauben, sie sind auch nur Menschen», kommentierte Ovtcharov, Nummer zwölf in der Welt, seinen umjubelten Coup. Er gewann alle drei Turnier-Einzel in der GETEC-Arena.

Das Bravourstück machte Mut für die Team-WM Ende März 2012 in Dortmund und Olympia. «Wir haben jetzt zwei Spieler, die bei einem wichtigen Turnier einen Chinesen schlagen können. Insgesamt sind wir aber noch ein Stück entfernt von drei Punkten gegen China», sagte Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig. Bundestrainer Jörg Roßkopf wollte nicht von einer WM-Generalprobe sprechen: «Bis dahin ist es noch ein langer Weg. Auf Dortmund bereiten sich die Verbände ganz anders vor.»

Deutschland, Japan und China traten in Magdeburg ohne ihre Nummer eins an. Dennoch gewannen die Chinesen das gutklassige Endspiel vor 2700 Zuschauern mit 3:0 gegen Südkorea. Ein Sponsor hatte sogar eine Gruppe Schlachtenbummler aus Peking zu den Finalspielen einfliegen lassen. Chinas Damen setzten sich zum siebten Mal mit 3:0 gegen Japan durch. Die deutsche Auswahl war bereits im Viertelfinale mit 0:3 an Hongkong gescheitert.

«Wir müssen uns an den Asiaten orientieren», lautete die Turnier-Erkenntnis von Sportdirektor Schimmelpfennig. «Unser Ziel muss es sein, bei WM und Olympia die Nummer zwei der Setzliste zu sein», forderte DTTB-Präsident Thomas Weikert. Nur dann kann man mit Sicherheit einem vorzeitigen Duell gegen China wie in Magdeburg aus dem Weg gehen.

news.de/dpa

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