Nach zwölf Tagen Bayern holt Breno aus dem Knast

Bayern-Profi Breno (Foto)
Brenos schwerstes Solo. Bild: dpa

Der wegen des Verdachts auf Brandstiftung inhaftierte Bayern-Spieler Breno ist auf freiem Fuß - allerdings unter strengen Auflagen. Die Haftentlassung erfolgte dank finanzieller Hilfe der Münchner. Die Kaution soll eine halbe Million Euro betragen haben.

Nach zwölf Tagen in Untersuchungshaft ist der unter Verdacht auf schwere Brandstiftung stehende Bayern-Profi Breno wieder auf freiem Fuß. Gegen Zahlung einer Kaution in nicht genannter Höhe setzte das Amtsgericht München den Haftbefehl gegen den jungen Brasilianer außer Vollzug. Laut Bild soll die Kaution 500.000 Euro betragen haben.

Wenige Tage vor seinem 22. Geburtstag konnte Breno die Münchner Justizvollzugsanstalt Stadelheim, in der er seit seiner Inhaftierung am 24. September in der Krankenabteilung untergebracht war, kurz nach 16 Uhr verlassen. Der Haftbefehl gegen ihn bleibt aber bestehen.

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«Wir sind sehr glücklich darüber, dass Breno heute aus der Untersuchungshaft entlassen wurde und er damit zu seiner Familie und dem FC Bayern zurückkehren kann», erklärte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Die vom Gericht geforderten Auflagen wie vor allem die Zahlung der wahrscheinlich hohen Kaution seien «von Breno mit Hilfe des FC Bayern und seines Anwalts allesamt erbracht worden». Über einen Hinterausgang verließ der junge Brasilianer daraufhin am Nachmittag die Anstalt in einem abgedunkelten Wagen.

Der Bayern-Profi steht unter Verdacht, vor gut zwei Wochen seine Villa im Münchner Nobel-Vorort Grünwald vorsätzlich in Brand gesetzt zu haben. Bei dem Feuer war das angemietete Haus völlig ausgebrannt, es entstand ein Millionenschaden. Rasch geriet der Abwehrspieler, der sich zum Zeitpunkt des Brandes allein in der Villa aufgehalten hatte, ins Visier der Ermittler. Wegen Verdunkelungs- und Fluchtgefahr erließ das Amtsgericht München schließlich Haftbefehl gegen den Familienvater.

Breno soll schnell wieder ins Mannschaftstraining einsteigen

Die Verdunkelungsgefahr bestehe nicht mehr, betonte die Staatsanwaltschaft München I, da die verfahrensrelevanten Hinweise allesamt gesichert worden seien. Die Fluchtgefahr wurde durch die Zahlung der Kaution und elf weitere Auflagen ebenfalls beseitigt. Zu den weiteren Auflagen wollte sich die Behörde nicht äußern, allerdings dürften sicher auch Meldeauflagen bestehen. «Bei Verstoß gegen auch nur eine dieser Auflagen kann der Haftbefehl wieder in Vollzug gesetzt und der Beschuldigte wieder inhaftiert werden», betonte die Staatsanwaltschaft.

«Wenn es eine Möglichkeit gibt, ihn über eine Kaution freizubekommen, werden wir sicherlich alles tun», hatte Bayern-Präsident Uli Hoeneß nach der Inhaftierung des Profis angekündigt. Am Tag vor dem Brand hatte Breno, der wiederholt mit schweren Verletzungsrückschlägen zu kämpfen hatte, über erneute Knieprobleme berichtet.

«Unsere medizinische Abteilung mit Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt an der Spitze wird nun dafür Sorge tragen, dass Brenos nach wie vor verletztes Knie behandelt und die Verletzung auskuriert wird, damit der Spieler schnellstmöglich wieder in das reguläre Mannschaftstraining eingegliedert werden kann», kündigte Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger nach der Freilassung an.

hem/wam/beu/news.de/dapd

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