Von news.de-Redakteur Ullrich Kroemer
Der umstrittene Last-Minute-Sieg für Werder Bremen war der Aufreger des 7. Spieltages. Das Duell gegen Hertha BSC entschieden Doppeltorschütze Claudio Pizarro - und Referee Felix Brych. Hertha-Kapitän Mijatovic und Trainer Babbel fanden deutliche Worte.
Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf hat seinen Angreifer Claudio Pizarro jüngst mit nur einem Wort treffend beschrieben: «Schlitzohr». Viel besser kann man «Pizza» wohl nicht einordnen. Am Sonntagabend gegen Hertha BSC hat das Schlitzohr Pizarro wieder zugeschlagen - gleich doppelt. Durch seine Kopfballtreffer in der 23. Minute sowie in der Nachspielzeit (90. + 3) gewann Bremen glücklich mit 2:1 (1:1).
Doch mindestens ebenso viel Anteil wie der schlitzohrige Peruaner hatte Referee Dr. Felix Brych an dem Last-Minute-Sieg der Bremer. Mit einer Reihe von umstrittenen Pfiffen und Fehlentscheidungen - darunter zwei Gelb-Rote Karten - brachte Brych die Bremer auf die Siegerstraße.
Hertha-Kapitän: «Der Schiedsrichter hat Frust ins Spiel gebracht»
Der Berliner Kapitän Andre Mijatovic nahm nach der Partie kein Blatt vor den Mund. Sachlich kritisierte der Abwehrchef: «Wir waren heute absolut nicht zufrieden mit der Schiedsrichter-Leistung. Er hatte keine Sicherheit, hat zuviel Frust ins Spiel gebracht, zu viel Theater. Das ist bitter für uns.» Nach dem siebten Spieltag wurden in der 1. Liga nun bereits insgesamt 16 Platzverweise ausgesprochen - ein Wert weit über dem Schnitt.
So entschied Brych in der 23. Minute auf Tor, obwohl sich Pizarro klar auf den Schultern von Gegenspieler Levan Kobiashvili aufgestützt hatte. «Das kann man pfeifen, ja», sagte Pizarro schelmisch lächelnd. Und mit Blick auf das TV-Bild bemerkte Pizarro in der Analyse treffend: «Der springt ja gar nicht hoch.» Wie auch, wenn er vom Bremer Stürmer nach unten gedrückt wird.
In der 57. Minute griff Brych nach einer Offensivgrätsche von Herthas Christian Lell an Bremens Verteidiger Andreas Wolf zur Gesäßtasche und zeigte dafür Gelb-Rot - ebenfalls eine harte Entscheidung. Genau wie die Szene vier Minuten darauf, als sich Torschütze Adrian Ramos nach einem harmlosen Einsteigen über einen Foulpfiff ärgerte und den Ball wegschlug. Wieder zückte Brych die Gelb-Rote Karte (63.).
Babbel: «Bei einer 50:50-Entscheidung wird gegen uns gepfiffen»
Ungeachtet der Tatsache, dass sein Team nur noch zu Neunt stürmte, drang Hertha-Angreifer Raffael in den Strafraum der Bremer und wurde von Rechtsverteidiger Lukas Schmitz klar gehalten - doch die Pfeife des Referees blieb diesmal stumm. Nachdem Brych in der 81. Minute ein erneut regelwidriges Tor durch Pizarro abpfiff, regte sich Werder-Coach Thomas Schaaf so auf, dass er das Spiel fortan von der Tribüne aus verfolgen musste. Und als Pizarro in der Nachspielzeit das 2:1 machte, sah das sehr abseitsverdächtig aus.
Deshalb hätte Markus Babbel wesentlich mehr Grund gehabt, sich aufzuregen. Der Hertha-Trainer fand nach der Partie ruhige, aber deutliche Worte. Darauf angesprochen, dass Hertha in dem Spiel nicht gerade bevorteilt wurde, sagte Babbel im Interview mit der Berliner Morgenpost: «Das ist ja keine neue Situation. Ich kann mich darüber gar nicht mehr aufregen, daran haben wir uns gewöhnt. Wir kennen es schon, dass bei einer 50:50-Entscheidung des Öfteren gegen uns gepfiffen wird.»
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ruk/news.de
Übrigens heißt Ramos mit Vornamen Adrian und nicht Sergio.
Kommentar meldenFUSSBALLMAFIA DFB
Kommentar meldenEgal ob Hertha oder Bremen. Ich schaue mir nur noch selten Fussball an. Früher fast bei jedem Spiel meiner Bayern im Stadion aber immer mehr vergeht mir die Interesse an diesen Sport. Das ist nicht nur bei mir so... Was die Schiris da machen hält doch keiner mehr aus. Es vergeht kein Spiel mehr ohne das der Schirri Spielentscheidende Fehlentscheidungen trifft. Das ist doch nicht mehr normal. Entweder ist das einfach nur pure Blödheit oder da steckt "System" hinter....komisch sieht das alles schon aus. Führt Hertha 4-5 min Nachspielzeit, liegt Hertha knapp hinten und drückt...1 min. naja
Kommentar meldenDie Herta ist nicht der einzige Verein, gegen den Shiris gerne pfeifen. Traut sich Brych so katastrophal einseitig auch gegen die Bayern zu pfeifen? Schwalben und Schubsen kann man auch mit Gelb ahnden.
Kommentar melden@dieter hat recht,das Foul von Lell war glatt Rot.Bei Ramos war noch etwas Ermessensspielraum, aber wirklich nur eine Prise.Wenn Pizarro mit Schlitzohr geadelt wird, dann passt mir das gar nicht. Bei beiden Treffern war seine "Untergrundarbeit" hässlich, sein Grinsen abstoßend und die Huldigung des Publikums nicht korrekt. Schiri-Boss Herbert Fandel wird Dr.Brych anrufen und ihm sagen = Junge,da lief einiges quer - vor allem in den biorhythm.Kurven einiger Spieler. Du hast Dir nichts vorzuwerfen; diese Peitscherei war nicht zu dämmen.Nein, eine Pause bekommst Du nicht. Wir dienen dem Sport!
Kommentar meldenErst mal das Regelbuch studieren, dann über Schiris urteilen. Ball wegschlagen ist nun mal Gelb.Der Einsatz von Lell war dunkelrot, nicht gelb/rot. Klare Sache.
Kommentar meldenSolche pfeifende Schiris, die findet doch der DFB in Ordnung! Es ist eine Schande was diese so pfeifen, nur noch gelbe und rote Karten verteilen sie, anssonsten können sie sich anscheinend nicht durchsetzen!Und besonders der 4. Schiri, die sind unter aller Kanone, wie diese sich gebärden, die haben zuviel macht, die Schiris!!! Ich schaue mir keine Bundesliga mehr an wegen diesen Entgleisungen der Herren Schiris. Jeder pfeift doch gerade wie er will! Das muß man sich nicht mehr anschauen, ich zumindest nicht mehr!
Kommentar meldenDer eigentliche Skandal ist, dass solche Schiris immer noch Bundesliga pfeifen dürfen. Gelb-Rot, weil Ramos den Ball ein paar Meter weggetreten hat... das ist einfach nur peinlich für den Schiri. Eine Ermahnung hätte es auch getan.
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