Bundesliga Hertha fühlt sich vom Schiri verschaukelt

Sergio Ramos (Foto)
Gelb-Rot wegen Ballwegschlagens: Sergio Ramos kann die Entscheidung von Refere Felix Brych nicht fassen.   Bild: imago

Ullrich KroemerVon news.de-Redakteur
Der umstrittene Last-Minute-Sieg für Werder Bremen war der Aufreger des 7. Spieltages. Das Duell gegen Hertha BSC entschieden Doppeltorschütze Claudio Pizarro - und Referee Felix Brych. Hertha-Kapitän Mijatovic und Trainer Babbel fanden deutliche Worte.

Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf hat seinen Angreifer Claudio Pizarro jüngst mit nur einem Wort treffend beschrieben: «Schlitzohr». Viel besser kann man «Pizza» wohl nicht einordnen. Am Sonntagabend gegen Hertha BSC hat das Schlitzohr Pizarro wieder zugeschlagen - gleich doppelt. Durch seine Kopfballtreffer in der 23. Minute sowie in der Nachspielzeit (90. + 3) gewann Bremen glücklich mit 2:1 (1:1).

Doch mindestens ebenso viel Anteil wie der schlitzohrige Peruaner hatte Referee Dr. Felix Brych an dem Last-Minute-Sieg der Bremer. Mit einer Reihe von umstrittenen Pfiffen und Fehlentscheidungen - darunter zwei Gelb-Rote Karten - brachte Brych die Bremer auf die Siegerstraße.

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Hertha-Kapitän: «Der Schiedsrichter hat Frust ins Spiel gebracht»

Der Berliner Kapitän Andre Mijatovic nahm nach der Partie kein Blatt vor den Mund. Sachlich kritisierte der Abwehrchef: «Wir waren heute absolut nicht zufrieden mit der Schiedsrichter-Leistung. Er hatte keine Sicherheit, hat zuviel Frust ins Spiel gebracht, zu viel Theater. Das ist bitter für uns.» Nach dem siebten Spieltag wurden in der 1. Liga nun bereits insgesamt 16 Platzverweise ausgesprochen - ein Wert weit über dem Schnitt.

So entschied Brych in der 23. Minute auf Tor, obwohl sich Pizarro klar auf den Schultern von Gegenspieler Levan Kobiashvili aufgestützt hatte. «Das kann man pfeifen, ja», sagte Pizarro schelmisch lächelnd. Und mit Blick auf das TV-Bild bemerkte Pizarro in der Analyse treffend: «Der springt ja gar nicht hoch.» Wie auch, wenn er vom Bremer Stürmer nach unten gedrückt wird.

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In der 57. Minute griff Brych nach einer Offensivgrätsche von Herthas Christian Lell an Bremens Verteidiger Andreas Wolf zur Gesäßtasche und zeigte dafür Gelb-Rot - ebenfalls eine harte Entscheidung. Genau wie die Szene vier Minuten darauf, als sich Torschütze Adrian Ramos nach einem harmlosen Einsteigen über einen Foulpfiff ärgerte und den Ball wegschlug. Wieder zückte Brych die Gelb-Rote Karte (63.).

Babbel: «Bei einer 50:50-Entscheidung wird gegen uns gepfiffen»

Ungeachtet der Tatsache, dass sein Team nur noch zu Neunt stürmte, drang Hertha-Angreifer Raffael in den Strafraum der Bremer und wurde von Rechtsverteidiger Lukas Schmitz klar gehalten - doch die Pfeife des Referees blieb diesmal stumm. Nachdem Brych in der 81. Minute ein erneut regelwidriges Tor durch Pizarro abpfiff, regte sich Werder-Coach Thomas Schaaf so auf, dass er das Spiel fortan von der Tribüne aus verfolgen musste. Und als Pizarro in der Nachspielzeit das 2:1 machte, sah das sehr abseitsverdächtig aus.

Deshalb hätte Markus Babbel wesentlich mehr Grund gehabt, sich aufzuregen. Der Hertha-Trainer fand nach der Partie ruhige, aber deutliche Worte. Darauf angesprochen, dass Hertha in dem Spiel nicht gerade bevorteilt wurde, sagte Babbel im Interview mit der Berliner Morgenpost: «Das ist ja keine neue Situation. Ich kann mich darüber gar nicht mehr aufregen, daran haben wir uns gewöhnt. Wir kennen es schon, dass bei einer 50:50-Entscheidung des Öfteren gegen uns gepfiffen wird.»

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ruk/news.de

Leserkommentare (8) Jetzt Artikel kommentieren
  • Moritz
  • Kommentar 8
  • 02.10.2012 23:52

Übrigens heißt Ramos mit Vornamen Adrian und nicht Sergio.

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  • Moritz
  • Kommentar 7
  • 31.08.2012 01:49

FUSSBALLMAFIA DFB

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  • Bernd
  • Kommentar 6
  • 27.09.2011 16:01

Egal ob Hertha oder Bremen. Ich schaue mir nur noch selten Fussball an. Früher fast bei jedem Spiel meiner Bayern im Stadion aber immer mehr vergeht mir die Interesse an diesen Sport. Das ist nicht nur bei mir so... Was die Schiris da machen hält doch keiner mehr aus. Es vergeht kein Spiel mehr ohne das der Schirri Spielentscheidende Fehlentscheidungen trifft. Das ist doch nicht mehr normal. Entweder ist das einfach nur pure Blödheit oder da steckt "System" hinter....komisch sieht das alles schon aus. Führt Hertha 4-5 min Nachspielzeit, liegt Hertha knapp hinten und drückt...1 min. naja

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