FC Bayern München Ist Breno Opfer oder Feuerteufel?  

Drei Tage nach dem Brand in der Villa des Bayern-Profis Breno hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung gegen den Fußballer eingeleitet. Der 21-Jährige steht unter Verdacht, das Feuer vorsätzlich gelegt zu haben.

Breno (Foto)
Breno vor seinem brennenden Haus. Bild: dpa/Montage

Gegen den 21-Jährigen sei ein Ermittlungsverfahren wegen schwerer Brandstiftung eingeleitet worden, teilte die Staatsanwaltschaft München I mit. In der Nacht zum 20. September war die Villa des Bayern-Profis komplett ausgebrannt. Es entstand ein Millionenschaden.

Nach den vorläufigen Einschätzungen des Brandsachverständigen gebe es Hinweise, dass es sich bei dem Feuer um «kein zufälliges Ereignis» gehandelt habe, berichtete Behördensprecher Thomas Steinkraus-Koch. Weitere Einzelheiten - etwa zum genauen Ausgangsorts des Brandes - wollte er aber nicht mitteilen. Breno sei bereits zu dem Brand gehört worden - allerdings als Zeuge. Nun soll er als Beschuldigter vernommen werden.

Der deutsche Rekordmeister reagierte «überrascht» auf die schweren Vorwürfe gegen seinen Spieler. Eine inhaltliche Stellungnahme zu dem Ermittlungsverfahren lehnte der Verein, in dessen Diensten Breno seit Anfang 2008 steht, aber ab. «Da der FC Bayern keine weiteren Informationen dazu besitzt, können wir uns dazu nicht äußern», hieß es in einer Pressemitteilung.

Heynckes: «nicht dabei gewesen»

Auch Bayern-Trainer Jupp Heynckes wollte sich zu dem schweren Verdacht nicht äußern. «Ich möchte da nicht spekulieren. Ich habe keine Fakten. Ich bin nicht dabei gewesen», betonte der Coach in der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen Bayer Leverkusen.

Um kurz nach Mitternacht war der Brand in der Villa des Brasilianers ausgebrochen und hatte einen Millionenschaden angerichtet. Breno hielt sich zum Zeitpunkt des Brandes im Haus auf, seine Ehefrau Renata und deren drei Kinder waren nicht daheim. Der Bayern-Profi erlitt eine leichte Rauchverletzung. Nach Angaben des FC Bayern hat das Ehepaar den gemeinsamen Sohn Pietro, die beiden älteren Kinder sollen aus einer früheren Beziehung seiner Ehefrau stammen.

Bayern sichern Unterstützung zu

Breno war vor dreieinhalb Jahren zum Rekordmeister gewechselt, konnte sich dort aber bisher nicht gegen die starke Konkurrenz durchsetzen. In der Rückrunde der Spielzeit 2009/10 wurde der Innenverteidiger an den 1. FC Nürnberg ausgeliehen. Dort erlitt Breno aber nach nur wenigen Spielen einen Kreuzbandriss und fiel bis zum Saisonende aus.

Der FC Bayern sicherte dem jungen Profi seine Unterstützung zu. Sofort nach Bekanntwerden des Brandes hätten sich die Verantwortlichen des Vereins «rund um die Uhr um Breno und seine vierköpfige Familie gekümmert», hieß es. «Wir werden dies auch weiterhin tun.»

hem/phs/news.de/dpa

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