Zweite Liga Glück auf in Bochum, Bergmann

Andreas Bergmann (Foto)
Kein Feuerwehrmann! Bochums neuer Trainer Andreas Bergmann. Bild: dapd

Neuer Trainer, bescheidene Ziele: Der VfL Bochum versucht, seinem neuen Trainer Andreas Bergmann den Druck zu nehmen. Nach missratenem Saisonstart und der Trennung von Friedhelm Funkel spricht beim VfL niemand mehr vom Wiederaufstieg.

Mit Leidenschaft und Spaß am Fußball will Andreas Bergmann den krisengeschüttelten VfL Bochum in die Erfolgsspur zurückführen. «Wir sollten relativ schnell in sicheres Fahrwasser kommen. Ich spiele gern offensiv und bin ein Trainer, der etwas entwickeln und bewegen will», sagte Bergmann bei seiner Vorstellung. Die erste Gelegenheit zur Umsetzung seiner Philosophie bietet sich dem Nachfolger des beurlaubten Friedhelm Funkel schon am Sonntag (13.30 Uhr im news.de-Liveticker) im Spiel gegen den SC Paderborn.

Vier Punkte aus den ersten sieben Begegnungen, vier Niederlagen in Serie - der Druck bei Bergmanns Rückkehr in den Profifußball ist groß. Doch der ehemalige Bundesligatrainer von Hannover 96 schränkte ein: «Mir ist auch bewusst, dass ich Grenzen habe. Ich muss meine neue Mannschaft erst kennenlernen und will ihr ein bisschen Mut und den Spaß am Fußball wiedergeben.» Am Freitag leitete der neue Hoffnungsträger beim Tabellenvorletzten die erste Einheit.

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Der Aufstieg ist schon abgehakt

Laut VfL-Sportvorstand Jens Todt ist Bergmann der Wunschkandidat des Revierklubs. «Er ist der ideale Kandidat: authentisch, gradlinig und einer, der leidenschaftlichen Fußball spielen will», sagte der frühere Nationalspieler. Der so Gelobte selbst bezeichnete seine neue Herausforderung als «einfach geil». Bergmann ist nach der Demission von Marcel Koller im September 2009 bereits der fünfte Verantwortliche auf der Bochumer Trainerbank.

Trotz des Wechsels steckten sich alle Beteiligten bescheidene Ziele. Knapp fünf Monate nach dem verpassten Aufstieg in der Relegation gegen Borussia Mönchengladbach hat in Bochum wohl keiner mehr die schnelle Rückkehr in das Fußball-Oberhaus auf dem Zettel. «Wir können am achten Spieltag nicht einem Trainer eine Mannschaft auf dem 17. Platz mit vier Punkten übergeben und sagen: Jetzt steig' mal auf. Das funktioniert nicht», sagte Todt.

Bergmann war zuletzt U23-Coach bei Hannover 96 und leitete dort auch das Nachwuchszentrum. Erfahrungen als Cheftrainer hatte der Diplom-Sportlehrer erstmals beim Regionalligisten FC St. Pauli (März 2004 bis November 2006). Im August 2009 wurde Bergmann in Hannover als Nachfolger von Dieter Hecking zum Bundesliga-Trainer befördert. Doch nach der Tragödie um Robert Enke blieb der Erfolg aus. Bergmann kehrte im Januar 2010 in den Nachwuchsbereich zurück.

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kru/iwi/news.de/dpa

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