2. Bundesliga Dresden schießt Bochum in die Krise

Typisches Kellerduell: Mit einem verdienten, aber nicht schön anzusehenden Sieg drückt Dynamo Dresden den VfL Bochum noch tiefer in den Tabellenkeller. Nach dem 2:1-Sieg kann Aufsteiger Dresden nun aber von einem passablen Saisonauftakt sprechen.

SG Dynamo Dresden - VfL Bochum (Foto)
Nach Gelb-Rot musste sich Bochums Takashi Inui die Niederlage zumindest nicht mehr auf dem Feld ansehen. Bild: dapd

Die Wende wollte der VfL Bochum bei Aufsteiger Dynamo Dresden einleiten, doch mit nur zehn Mann und zu wenig Torgefährlichkeit ist das groß angekündigte Vorhaben gescheitert: Dresden schoss das Team von Friedhelm Funkel durch einen 2:1-Heimerfolg (1:0) im Montagsspiel der zweiten Fußball-Bundesliga in eine handfeste Krise. Für Dynamo traf Neuzugang Muhamed Subasic (45.) kurz nachdem Bochums Takashi Inui mit gelbrot vom Platz geflogen war und noch einmal in der 85. Minute. In der Nachspielzeit gelang Mirkan Aydin nur noch der Anschlusstreffer.

Für Funkel dürfte die Luft nun sehr dünn werden, auch wenn Sportdirektor Jens Todt dem Coach zuletzt das Vertrauen ausgesprochen hatte. Dynamo-Trainer Ralf Loose schickte eine fast komplett umgebaute Mannschaft auf das Feld - unter anderem mit der neuen Doppelspitze Zlatko Dedic (ausgeliehen von Bochum) und Mickael Pote (Nizza) sowie dem von Olimpic Sarajevo ausgeliehenen Linksverteidiger Muhamed Subasic. Auch Funkel wechselte auf vier Positionen, unter anderem kehrte Kapitän Christoph Dabrowski nach einer Innenbanddehnung ins Team zurück.

Beim Aufsteiger zeigten sich deutliche Abstimmungsprobleme, die Bochum jedoch nicht zu nutzen wusste und kaum Gefahr vor dem gegnerischen Tor entwickelte. Erst kurz vor der Pause schienen die 22.604 Zuschauer aufzuwachen, als ausgerechnet der vom VfL ausgeliehene Dedic auf Vorlage von Koch das leere Tor nicht traf und Maik Kegel im Nachschuss am starken Schlussmann Andreas Luthe scheiterte. Dresden übernahm zunehmend die Initiative, Inui wusste sich gegen David Solga in der 45. Minute zum wiederholten Mal nur mit übertriebener Härte zu helfen und musste duschen gehen.

Nur Sekunden später leitete Dresdens Filip Trojan einen Freistoß blitzsauber vors Tor, Subasic hatte den Kopf im richtigen Moment zur Stelle zum 1:0. Dresden verteidigte den Vorsprung in Überzahl unsouverän und ließ dem Gegner durchaus Räume, allerdings gelang den Bochumern im Zusammenspiel kaum etwas Sehenswertes. Die Entscheidung fiel in der 85. Minute erneut nach einem Freistoß, den Subasic direkt verwandelte. In der ersten Minute der Nachspielzeit gelang Mirkan Aydin noch der Anschlusstreffer für die Bochumer - der kam allerdings zu spät. 

hem/cvd/news.de/dpa

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