Dirk Nowitzki «Es tut mir leid für die Jungs»

Nowitzki (Foto)
Dirk Nowitzki steht nach der Partie gegen Litauen die Anstrengung ins Gesicht geschrieben.  Bild: dpa

Mit dem Zwischenrunden-Aus bei der EM in Litauen ist auch Dirk Nowitzkis Traum von einer zweiten Olympia-Teilnahme geplatzt. Seinen Rücktritt aus dem Nationalteam verkündete er zwar nicht. Doch es deutete viel darauf hin, dass es der letzte Auftritt des 33-Jährigen war.

Der Olympia-Traum ist geplatzt. Wie groß ist die Enttäuschung?

Dirk Nowitzki: Natürlich ist das sehr schade, vor allem, wenn man sich die andere Gruppe hier in der Zwischenrunde anschaut. Ich glaube, wir gehören auf jeden Fall unter die Top Acht. Alle sechs Teams unserer Gruppe gehören eigentlich ins Viertelfinale und dann vielleicht noch zwei aus der anderen Gruppe. Es tut mir natürlich sehr leid für die Jungs, die damals in Peking nicht dabei waren. Denen hätte ich das sehr gegönnt. Olympia ist eine Riesenerfahrung für jeden Athleten. Deswegen fühle ich mich jetzt schon sehr schlecht, weil ich es den Jungs nicht ermöglicht habe.

Wo sehen Sie die Gründe für das Ausscheiden?

Dirk Nowitzki
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Nowitzki: Es lag am Ende an mir. Die Mannschaft hat alles gegeben, Chris Kaman war super fit. Aber ich war einfach nicht in der Verfassung, um hier ein großes internationales Turnier zu spielen und zu dominieren, so wie ich es in der Vergangenheit immer gemacht habe. Ich denke immer, dass ich die ganzen Mannschaften allein schlagen muss, nur in der Verfassung war ich leider nicht.

Bereuen Sie es deshalb, dass Sie hier teilgenommen haben?

Nowitzki: Nein, bereuen nicht. Ich habe alles gegeben, doch es hat leider nicht ganz gereicht. Aber die Jungs haben viel gelernt, sie hatten jede Menge Spaß. Ich denke, das ist das Wichtigste.

Haben wir Dirk Nowitzki heute zum letzten Mal im Nationaltrikot gesehen?

Nowitzki: Das weiß ich nicht, das muss man mal schauen. Im nächsten Sommer ist eh nichts, bei der EM 2013 in Slowenien bin ich dann schon 35. Das muss man einfach mal abwarten. Ich möchte mich auf jeden Fall schon mal bei allen bedanken. Beim Verband, den Fans und den Journalisten. Aber ich werde dem deutschen Basketball auf jeden Fall erhalten bleiben. In welcher Funktion auch immer. Ich bin die Sommer ja immer in Deutschland.

Wie geht es jetzt für Sie weiter? Machen Sie noch einmal Urlaub oder geht es gleich mit dem Training weiter?

Nowitzki: Ein bisschen Urlaub werde ich sicher noch machen. Mal sehen, wie es mit dem Lockout in der NBA weitergeht. Wie man hört, sind die Fronten nicht mehr ganz so verhärtet. Mal schauen, wann es da wieder losgeht. Ich werde sicher ein paar Tage abspannen, aber nicht komplett die Beine hochlegen. Eine komplett basketballlose Zeit kann es jetzt für mich nicht mehr geben.

hem/iwi/news.de/dpa

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