Motorsport Verneigung vor dem Altmeister: Schumis «Festival»

Verneigung vor dem Altmeister: Schumis «Festival» (Foto)
Verneigung vor dem Altmeister: Schumis «Festival» Bild: dpa

Kritiker zogen den Hut, die Weltpresse verneigte sich. «Auch wenn Sebastian Vettel den Großen Preis von Belgien gewonnen hat, so war es doch sein Landsmann Michael Schumacher, der die beeindruckendste Leistung bot», schrieb die französische Zeitung «Le Parisien».

Spa-Francorchamps (dpa) - Kritiker zogen den Hut, die Weltpresse verneigte sich. «Auch wenn Sebastian Vettel den Großen Preis von Belgien gewonnen hat, so war es doch sein Landsmann Michael Schumacher, der die beeindruckendste Leistung bot», schrieb die französische Zeitung «Le Parisien».

«Das war aller Ehren wert», meinte das österreichische Blatt «Der Standard» nach Schumachers sensationeller Aufholjagd beim Formel-1-Rennen in Spa-Francorchamps. «Die beste Fahrt seit seinem Comeback», urteilte die englische «Daily Mail».

Für Schumacher, der vom 24. und damit letzten Startplatz bis auf den fünften Rang gerast war, waren die Lobeshymnen auch eine Streicheleinheit, nachdem jüngst vermehrt Rücktrittsforderungen laut geworden waren. Selbst Kritiker Niki Lauda musste Jubilar Schumacher nach dem Großen Preis von Belgien aber eine «unglaubliche Leistung» attestieren.

Für Schumachers Mercedes-Teamkollegen muss sich das Geschehen indes zum Schluss wie eine Ohrfeige angefühlt haben. Als Fünfter gestartet, zwischenzeitlich sogar in Führung gelegen, wurde Nico Rosberg drei Runden vor Schluss von Altmeister Schumacher überholt. Der Wiesbadener hatte aber prompt eine Erklärung parat: «Er hatte andere Reifen als ich und ich hatte am Ende nicht genug Sprit.» Schumacher indes sagte: «Nico hat sich schon im Rahmen der Möglichkeiten breitgemacht, aber ich hatte Tempoüberschuss.»

Für die italienische Zeitung «La Repubblica» stand zweifellos fest: «Was für Emotionen, was für eine Aufholjagd: Schumi ist wieder zurück.» Und die Kollegen von «La Gazzetta dello Sport» meinten über den ehemaligen Ferrari-Piloten, der 1995 im Benetton ebenfalls in Spa vom 16. Platz zum Sieg gefahren war: «Schumi wie in den guten alten Zeiten: vom letzten auf den fünften Platz!»

Jedenfalls war Schumacher voll in seinem Element: Die Aufholjagd habe ihm «riesigen Spaß» gemacht, betonte der Rekordweltmeister. Eine, «wie nur er sie zu fahren versteht», befand «Le Parisien» nach dem Husarenritt des Silberpfeil-Piloten. «Auf seiner Glücksbringer-Strecke hat Michael Schumacher seinen zahlreichen Anhängern ein Festival geboten», meinte «Libération».

Für Schumacher war Rang fünf die zweitbeste Platzierung in dieser Saison nach seinem ebenfalls brillanten Rennen im Regen von Montréal. Dort hatte der 91-maligen Grand-Prix-Gewinner als Vierter den ersten Podestplatz nach seiner Rückkehr noch knapper verfehlt.

news.de/dpa

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