Deckname «Max Kraft» Jan Ullrich auf Undercover-Mission

Was tun, wenn man als Sportler unerkannt an einem Event teilnehmen will? Einfach einen Decknamen erfinden. Unter dem Pseudonym «Max Kraft» versuchte es Ex-Radstar Jan Ullrich - und flog auf. News.de zeigt, wie es «Schumi» und «Klinsi» vor ihm probierten.
 

Jan Ullrich (Foto)
Jan Ullrich gewann als einziger deutscher Radprofi die Tour de France. Jetzt nimmt er an Jedermann-Rennen teil. Bild: imago

Jürgen Klinsmann und Michael Schumacher hatten einen. Jetzt hat auch Ex-Radstar Jan Ullrich versucht, mit einem Decknamen unerkannt zu bleiben - und bewies dabei durchaus Einfallsreichtum.

Unter dem Pseudonym «Max Kraft» wollte sich der gefallene Held unerkannt auf den Ötztaler Radmarathon (28. August) vorbereiten. Vergeblich. Als der Tour-de-France-Sieger von 1997 an den ersten drei Etappen der Dolomiten-Rundfahrt für Jedermänner teilnahm, sprach sich in Windeseile herum, wer dahinter steckt.

Kreative Decknamen: Die Pseudonyme von Klinsi & Co.

Ließ sich Ullrich von den Simpsons inspirieren?

Ob Ullrich mit der Wahl dieses Decknamens nur auf maximale Kraft anspielen wollte oder sich durch eine Folge der US-Zeichentrickserie Simpsons, in der Homer eine neue Persönlichkeit als Max Power annimmt, inspirieren ließ, ist nicht überliefert. Dass er erkannt wurde, ist mit diesem Namen jedenfalls kein Wunder. Aber offenbar hatte Ullrich damit auch vorher schon gerechnet und war anschließend nicht unglücklich darüber. 

«Irgendwann tat mir fast die Schulter weh, vom vielen Geklopfe. Aber es hat gut getan. Es hat mir gezeigt, dass mich die Leute noch mögen. Zumindest die, die auch Radsport mögen», berichtete Ullrich anschließend der Webseite radsport-aktiv.de.

Es gehe dem 37-Jährigen vor allem darum, «den Spaß am Rennradfahren wieder zu finden.» Darum werde er in Zukunft öfter an Jedermann-Rennen für einen guten Zweck teilnehmen. Im kommenden Jahr sind fünf bis sieben Starts in ganz Europa geplant. Beim nächsten Mal muss er sich einen neuen Decknamen einfallen lassen.

Klinsmann alias «Jay Goppingen»

Die Idee, undercover an einem Rennen oder Fußballspiel teilzunehmen oder inkognito im Hotel einzuchecken, ist jedenfalls nicht neu. Und der Kreativität waren dabei auch niemals Grenzen gesetzt. Jürgen Klinsmann half nach seinem Karriereende zum Beispiel als «Jay Goppingen» beim US-Klub Orange City Blue Stars aus. 

Auch Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher und Tiger Woods benutzten Decknamen. Welche das waren, erfahren Sie in unserer Fotostrecke.

phs/kru/news.de/dapd

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Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Hartmuth Möhse
  • Kommentar 1
  • 16.08.2011 15:15

Hätte es es man bloss mit Hyronimus Hinterbichler versucht und sich zur weiteren Tarnung eine Kaugummirolle in die linke Wangentasche (schiefes Gesicht) geschoben! :-D

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