Bundesliga Stani putzt den BVB - Bayern mit Dusel

Holger Stanislawski (Foto)
Holger Stanislawski jubelte über den 1:0-Sieg gegen den BVB und sein gelungenes Heimdebüt. Bild: dapd

Hoffenheim bleibt der Angstgegner von Borussia Dortmund. Mario Götze & Co. kamen diesmal nicht in Fahrt und gingen als Verlierer vom Platz. Die Bayern holen in allerletzter Minute einen glücklichen Dreier beim VfL Wolfsburg. Neuer Spitzenreiter ist der FSV Mainz 05.

Nur eine Woche nach der Auftakt-Gala ist Titelverteidiger Borussia Dortmund von 1899 Hoffenheim entzaubert worden. Wie schon im Vorjahr kassierte der Deutsche Meister bei seinem Angstgegner eine 0:1 (0:1)-Niederlage und musste den ersten Rückschlag in der noch jungen Bundesligasaison hinnehmen.

Vor 30.150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena sorgte Sejad Salihovic mit einem Freistoß-Knaller aus 30 Metern in der 9. Minute für den verdienten Hoffenheimer Sieg - und bescherte Trainer Holger Stanislawski damit ein glänzendes Heimdebüt.

Firmino trifft nur die Latte

Die Hausherren starteten furios in die Partie. Schon nach sechs Minuten lag die Führung in der Luft, doch Roberto Firmino traf mit einem Schuss aus 20 Metern nur die Lattenunterkante. Die Dortmunder schienen diesen Warnschuss überhört zu haben.

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Nur drei Minuten später musste BVB-Keeper Roman Weidenfeller nach Salihovics kapitalem Freistoß den Ball aus dem Netz holen. Der verdiente Führungstreffer war Wasser auf die Mühlen der lauf- und kampfstarken Hoffenheimer, die dem Meister keinen Raum für dessen gefürchtetes Kurzpassspiel ließen.

Bereits nach zehn Minuten riss es Jürgen Klopp von seiner Bank - aber nicht etwa vor Begeisterung. Stockfehler und Fehlpässe in sonst nicht gekannter Häufigkeit brachten den Meistertrainer auf die Palme. Zudem agierten seine Spieler viel zu lässig und blieben in den Zweikämpfen oft nur zweiter Sieger.

Götze und Kagawa unauffällig

Vom «magischen Dreieck» Mario Götze, Shinji Kagawa und Ilkay Gündogan war nichts zu sehen. Die BVB-Jungstars wurden im Mittelfeld stets von zwei Gegenspielern attackiert und konnten keine Akzente setzen. Für Götze, der die Fans am Mittwoch beim 3:2-Länderspielsieg der DFB-Auswahl gegen Brasilien noch verzaubert hatte, war der Arbeitstag schon nach 54 Minuten beendet. Kurz darauf holte Klopp auch Gündogan vom Feld, für Kagawa war in der 75. Minute Schluss.

Zu diesem Zeitpunkt rannte die Borussia immer noch verzweifelt dem Rückstand hinterher. Erst nach einer halben Stunde hatte sich der BVB erste Chancen erarbeitet. Kevin Großkreutz scheiterte innerhalb von 120 Sekunden zweimal am gut reagierenden Tom Starke im TSG-Tor, der auch bei einem Kopfball von Felipe Santana (33.) auf dem Posten war.

Eine Initialzündung war dies aber nicht. Die erste Möglichkeit nach dem Wechsel gehörte erneut dem Gastgeber, als Firmino (53.) an Weidenfeller scheiterte. Danach legte Dortmund zwar wieder zu, aber der für Gündogan gekommene Ivan Perisic (63.) traf mit einem Kopfball nur die Latte.

Hoffenheim stand in der Defensive kompakt und wartete gegen die mit zunehmender Spielzeit aufrückenden Gäste auf Konter. Chancen ergaben sich allerdings nicht. Weil aber auch die Gäste ihr Pulver verschossen hatten, reichte es am Ende zum umjubelten Erfolg.

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Bayern mit Last-Minute-Sieg in Wolfsburg

Aufatmen beim FC Bayern: Der Rekordmeister gewann das zweite Saisonspiel der beim VfL Wolfsburg dank eines Treffers von Luiz Gustavo in der Nachspielzeit mit 1:0 (0:0) und verhinderte so den schlechtesten Start der Vereinsgeschichte. Eine Woche nach der Auftaktpleite gegen Borussia Mönchengladbach sicherten sich die Bayern  dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit noch das Happyend.

Vor 30.000 Zuschauern in der ausverkauften Volkswagen-Arena blieb die Werkself ohne Zähler und ärgerte sich über einen aberkannten Treffer von Patrick Helmes, der im Abseits gestanden haben soll. Die Bayern zeigten in Wolfsburg lange eine enttäuschende Leistung. Sie hatten zwar mehr Ballbesitz, waren aber erst in der zweiten Hälfte das bessere Team. Ohne den angeschlagenen Arjen Robben fehlten wieder die Ideen - zu statisch und zu durchschaubar war das Bayern-Offensivspiel.

Schalke demontiert Köln

Pokalsieger Schalke 04 ist wieder oben auf, der 1. FC Köln rutscht in die Krise. Die Fußballprofis des neuen Trainers Stale Solbakken mussten beim 1:5 (1:1) in der Gelsenkirchener Arena vor 61.600 Zuschauern schon die zweite Pleite der noch jungen Bundesliga-Spielzeit hinnehmen.

Der überragende Klaas-Jan Huntelaar mit drei Treffern (42., Handelfmeter/47./84. Minute), Rückkehrer Lewis Holtby (48.) (Wählen Sie den besten Neuzugang in unserem Fotovoto!) und Raúl per Heber (59.) beendeten nach saisonübergreifend fünf Niederlagen die Negativserie des Champions-League-Halbfinalisten und bescherten Schalke-Chefcoach Ralf Rangnick den 100. Erstliga-Erfolg. Lukas Podolski hatte die Rheinländer in der 12. Minute in Führung gebracht.

Mainz stürmt an die Spitze

Neue Mannschaft, altes Phänomen: Mainz 05 hat schon wieder einen Blitzstart in die Saison hingelegt. Das 2:1 (0:0) beim SC Freiburg war bereits der zweite Sieg im zweiten Spiel, vor einem Jahr waren dem Verein sogar sieben Auftakterfolge in Serie gelungen. Die Treffer für die Mainzer erzielten Marcel Risse in der 64. und Eric Choupo-Moting in der 79. Minute. Die beiden Offensivspieler belohnten damit eine Leistungssteigerung ihres Teams in der zweiten Halbzeit. Das Anschlusstor von Papiss Demba Cissé (90.+1) fiel zu spät.

Bislang waren die Mainzer immer der Lieblingsgegner des Freiburger Torjägers gewesen. Bei den vorangegangenen drei Duellen (1:1, 1:0 und 1:0 aus SC-Sicht) schoss der umworbene Senegalese zwei Tore und bereitete das dritte vor. Diesmal lief es vor 20.600 Zuschauern lange Zeit anders: Bereits in der 10. Minute vergab Cissé eine Riesenchance, als sein Schuss aus sechs Metern vom Mainzer Malik Fathi abgeblockt wurde. Kurz darauf verpasste der 26-Jährige eine Hereingabe von Heiko Butscher (13.), später klärte 05-Torwart Heinz Müller gerade noch rechtzeitig vor ihm.

Hannover jubelt erneut

Hannover 96 hat dem 1. FC Nürnberg die Heimpremiere gründlich vermiest und sich mit einem perfekten Saisonstart Mut für die schwere Aufgabe gegen den FC Sevilla gemacht. Fünf Tage vor dem Playoff-Hinspiel zur Europa League gegen den andalusischen Klub gewannen die Niedersachsen bei den Franken dank einer abgeklärten Vorstellung mit 2:1 (2:0).

Die Tore für 96 erzielten Mohammed Abdellaoue (16. Minute) und Konstantin Rausch per Foulelfmeter (27.). Für die Franken, denen nach dem Auftaktsieg bei Neuling Hertha BSC deutlich die Grenzen aufgezeigt wurden, war Tomas Pekhart (56.) erfolgreich.

Hertha holt Punkt beim HSV

Hertha BSC hat seinen ersten Punkt nach der Rückkehr ins Oberhaus erkämpft. Die Berliner schafften eine Woche nach der Auftaktpleite gegen Nürnberg ein hoch verdientes 2:2 (1:1) beim Hamburger SV. Vor 52.100 Zuschauern ging der Gastgeber nach 25 Minuten per Foulelfmeter durch Mladen Petric in Führung, der Südkoreaner Son Heung Min (61.) besorgte das 2:1, nachdem der Ex-Hamburger Tunay Torun (43.) ausgeglichen hatte. Zwei Minuten vor Schluss rettete Kapitän Andre Mijatovic Hertha BSC die Punkteteilung.

Damit verpasste der HSV den ersten Erfolg im eigenen Stadion seit dem 19. März beim Einstand von Trainer Michael Oenning gegen Köln. Immerhin wurde die gute Heimserie gegen Berlin ausgebaut: Seit zehn Bundesliga-Spielen ist der HSV gegen die Hauptstädter ungeschlagen, ärgerte sich aber über den verpassten ersten Saisonsieg.

Alle Spiele, alle Tore und die aktuelle Tabelle

phs/cvd/news.de/dpa

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Franzi
  • Kommentar 1
  • 14.08.2011 13:49

Ja,Ja die Duselbayern,mir kommt es so vor als wenn die Bayern ein Bonus bei den Schiedsrichtern haben u. als ob die Linienrichter eine bessere Brille vom DFB verordnet bekommen müßten.Wenn ich daran denke in d.letzten Saison bei Eintracht Frankf.als d. Gegner 2 1/2 Meter im Abseitz stand u.d.Schiri nicht pfiff,od. d. Linienrichter an d. Außenlinie sein Mittagsschläfchen hielt u. dadurch d. Spiel verloren ging,danach die Eintr.abstieg was dadurch ein hohen finanzielen Schaden entstand.Es gehört d.Videobeweis eingeführt,a. d.alten Herren b. DFB weigern sich u.sind nicht auf Ballhöhe

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