Tour de France Großer Sport

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Von news.de-Redakteur Michael Heinrich
Eine großartige Rundfahrt ist zu Ende. Die Tour de France hat mit Cadel Evans einen verdienten und strahlenden Sieger gefunden. Der sportliche Wert, die Dramatik und der Unterhaltungswert waren so groß wie Jahre nicht mehr.

Dass die Tour 2011 eine der besten Ausgaben der vergangenen Jahre war, lag zunächst an den Organisatoren, denen es gelang, eine wunderbare Streckenführung zusammenzustellen. Alle Etappen hatten ihren speziellen Reiz. Schon der Start an der Passage du Gois, die nur wenige Stunden am Tag vom Meer freigeben wird, hatte Flair. Ebenso die Mur-de-Bretagne, die Abfahrt nach Pinerolo und natürlich die Alpenpässe.

Auch das Zeitfahren am vorletzten Tag war ein geschickter Schachzug, mussten doch die Favoriten in den Bergen mächtig rechnen, wie viel Zeit sie als Puffer auf die besten Zeitfahrer brauchten. Und selbst in der 98. Auflage gelang es den Organisatoren immer noch neue, attraktive Bausteine einzusetzen. Die Ankunft auf dem Galibier, einem der mythischen Berge, sicherte der Tour 2011 genauso ihren Platz in der Chronik wie seinem ersten Bezwinger Andy Schleck.

Hochspannung boten hervorragende Protagonisten: Der unterlegene Titelverteidiger Alberto Contador bewies Kampfgeist mit waghalsigen Abfahrten im Regen und Hinauf nach Alpe d' Huez, attackierte überraschend und setzte so seine Gegner immer wieder unter Druck. Thomas Voeckler wuchs tagtäglich in Gelb über sich hinaus, verteidige das Maillot Jaune in den Pyrenäen und mit letzter Kraft bis zum letzten Tag in den Alpen.

Dramatisch waren die Stürze von Andreas Klöden, Johnny Hoogerland und Alexander Winokurow. Der starke Cadel Evans sorgte zumindest für ein tragisches Moment. Das Pech blieb dem ewigen Zweiten hold, als ihm im entscheidenden Anstieg die Schaltung kaputt ging und er so auf zwei Etappen verbissen gegen alle Widrigkeiten kämpfte. Nur einen Tag fuhr er in Gelb - am entscheidenden letzten.

Von Dopingskandalen blieb die Tour verschont. Die Überführung des Russen Alexander Kolobniew schlug keine Wellen. Er war ein Nebendarsteller. Für Contador steht das abschließende Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs aus. Zumindest muss der Sieger der Tour nicht wie 2006 (Landis) nachträglich bestimmt werden. Evans ist über Zweifel erhaben. Während ARD und ZDF in die Röhre gucken, weil sie die Live-Berichterstattung einstellen, freuen wir uns auf die nächste, hoffentlich genauso spannende Ausgabe der großen Schleife 2012.

cvd/news.de

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Oskar
  • Kommentar 1
  • 25.07.2011 13:35

Den trostlosen, arroganten und sehr teuren öffentlich Rundfunk müssen wir auch noch zwangsweise bezahlen. Die gehören abgeschafft !

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