Fußball WM-Formcheck der deutschen Fußball-Frauen

Nach einem ungefährdeten, aber teils holprigen Gruppensieg wollen die deutschen Fußball-Frauen ihren positiven Trend aus dem 4:2 über Frankreich im WM-Viertelfinale gegen Japan am Samstag in Wolfsburg fortsetzen.

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WM-Formcheck der deutschen Fußball-Frauen Bild: dpa

Wolfsburg (dpa) - Nach einem ungefährdeten, aber teils holprigen Gruppensieg wollen die deutschen Fußball-Frauen ihren positiven Trend aus dem 4:2 über Frankreich im WM-Viertelfinale gegen Japan am Samstag in Wolfsburg fortsetzen.

Licht und Schatten gab es auch bei den einzelnen Spielerinnen im Kader von Bundestrainerin Silvia Neid. Die Nachrichtenagentur dpa gibt einen Überblick über die bisherigen Leistungen und weiteren Einsatzchancen.

Nadine Angerer: Bekam nur sieben Schüsse auf ihr Tor, war bei ihren ersten drei WM-Gegentoren machtlos. Bleibt die unangefochtene Nummer Eins.

Bianca Schmidt: Zeigte bei ihrem ersten WM-Einsatz im letzten Gruppenspiel eine konzentrierte Leistung. Wenn Linda Bresonik wieder endgültig genesen ist, dürfte sie auf die Bank zurückrücken.

Saskia Bartusiak: Nach gutem Auftakt folgten zwei Partien mit einigen Fehlern im Stellungsspiel. Insgesamt war die Innenverteidigung anfällig bei hohen Bällen. Muss aber nicht um Platz bangen.

Babett Peter: Mit zwei Assists Top-Torvorbereiterin des Teams. Überzeugte mit scharf geschlagenen Freistößen und Flanken, resolut im Zweikampf. Alternativlos auf der linken Außenseite.

Annike Krahn: Unumstrittene Organisatorin der deutschen Defensive, gegen Nigeria sogar als beste Spielerin der Partie ausgezeichnet. Geht gelb-vorbelastet ins Viertelfinale gegen Japan.

Simone Laudehr: Arbeitete sich nach mäßiger Eröffnungspartie ins Turnier, trieb besonders gegen Nigeria das Spiel unermüdlich nach vorne und erzielte den Siegtreffer. Kaum zu ersetzender Verlust, sollte sie die zweite Gelbe Karte sehen.

Melanie Behringer: War bis zu ihrer Bänderdehnung im zweiten Gruppenspiel dank aufreibendem Einsatz im linken Mittelfeld gesetzt. Dürfte für Bajramaj wieder ins Team zurückkehren.

Inka Grings: Trumpfte gegen Frankreich mit Wut im Bauch nach zuvor zwei Einwechslungen groß auf und sammelte mit ihrer Zwei-Tore-Gala Argumente für weitere Aufstellungen in der Sturmspitze.

Birgit Prinz: Die Unglücksfigur im deutschen Team. Ordentlicher Auftakt, rastete dann nach früher Auswechslung gegen Nigeria aus. Fehlte gegen Frankreich erstmals nach 26 Partien in Serie. Fraglich, wo Platz für die Spielführerin im deutschen Team sein soll.

Linda Bresonik: Konnte auf der rechten Abwehrseite nicht vollends überzeugen, setzte nach Magen-Darm-Virus gegen Frankreich aus. Dürfte aber wieder ins Team kommen.

Alexandra Popp: Als einzige deutsche Spielerin dreimal eingewechselt, brachte immer frischen Wind. Vor dem Tor aber nicht mit der Ruhe aus der Vorbereitung. Noch ohne Treffer und weiter in der Jokerrolle.

Ursula Holl/Almuth Schult: Sollte sich Angerer nicht verletzen, bis zum Ende des Turniers Zuschauerinnen von der Bank.

Celia Okoyino da Mbabi: Mit ihren zwei Treffern der Shootingstar der WM. Top zum Auftakt, wenig effektiv gegen Nigeria. Wäre mögliches Opfer, sollte Prinz doch in die Startelf zurückrücken.

Kim Kulig: Fiel im Vergleich zu Simone Laudehr im defensiven Mittelfeld deutlich ab. Blieb nach Gelber Karte aus taktischen Gründen gegen Frankreich auf der Bank.

Verena Faißt: Keine Chance gegen starke Babett Peter. Droht bei der Heim-WM ohne Einsatzminute zu bleiben.

Martina Müller: Verletzte sich vor Turnierbeginn und ist als Reservespielerin nur fünfte Wahl für einen der beiden Plätze im Sturm.

Ariane Hingst: Überzeugte mit ordnender Hand und energischem Einsteigen nach Einwechslung zur Pause gegen Frankreich. Als einzige defensive Mittelfeldspielerin nicht gelb-vorbelastet.

Kerstin Garefrekes: Bislang beste deutsche Spielerin der Offensive. Zeigte zwei feine Kopfballtore, ließ allerdings auch einige Chancen liegen und tauchte wie das gesamtes Team im zweiten Spiel ab.

Fatmire Bajramaj: Sorgte nach zwei unbefriedigenden Kurzeinsätzen gegen Frankreich für Wirbel. Zeigte schöne Sololäufe, häufig jedoch zu eigensinnig. Dürfte für Behringer wieder auf die Bank rücken.

Lena Goeßling: Ordentliches Debüt im letzten Gruppenspiel. Ist erste Alternative für eine Einwechslung auf der zentralen Defensivposition.

DFB-Frauen

news.de/dpa

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