Olympia 2018 So lief die Vergabe

Pyeongchang (Foto)
Zuschlag bei der dritten Bewerbung: Pyeongchang richtet die Winterspiele 2018 aus. Bild: dpa

Ullrich KroemerVon den news.de-Redakteuren Michael Heinrich und
Die Abschlusspräsentation der Münchner Bewerbung in Durban mit Katarina Witt, Franz Beckenbauer & Co. war olympiawürdig. Doch das IOC hat anders entschieden. Bereits im ersten Wahlgang setzte sich der südkoreanische Bewerber durch.

17.30 Uhr: Die deutschen Wintersportpromis zeigen sich im Bayrischen Rundfunk als faire Verlierer. Wie finden Sie die Entscheidung pro Pyeongchang und gegen München? Diskutieren Sie mit (Kommentarfunktion unter dem Liveticker). Damit verabschiedet sich die news.de-Sportredaktion vom Liveticker.

17.27 Uhr: Mit 7,83 Milliarden Dollar hatte das 45.000-Einwohner-Örtchen Pyeongchang mit Abstand das größte Budget zur Verfügung.

17.25 Uhr: Die Südkoreaner jubeln natürlich. Die Bewerbung stand unter dem Motto «New Horizons» und das ist auch der Grund, weshalb die Winterspiele 2018 in Asien stattfinden: neue Märkte, neues Geld für die Olympische Bewegung.

Olympia 2018
Münchens Weg zu Winterspielen
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17.19 Uhr: Damit haben es die Südkoreaner nach zwei knapp gescheiterten Bewerbungen im dritten Anlauf schon im ersten Wahlgang geschafft. Wie viele Stimmen die einzelnen Bewerber haben, wurde noch nicht bekanntgegeben.

17.17 Uhr: Rogge hat den Briefumschlag in der Hand, öffnet ihn und - verkündet den Austragungsort der Winterspiele 2018: Pyeongchang!

17.15 Uhr: Das Warten hat bald ein Ende. IOC-Boss Jacques Rogge betritt das Podium. Die Olympische Hymne wird gespielt, die Mitglieder des IOC-Komitees stehen in Reih und Glied.

17.10 Uhr: Jetzt zieht es sich aber in Durban. Noch einmal werden die Bewerbungsfilme aller Kandidatenstädte gezeigt.

Olympia 2018
Plädoyer für den Sport
Video: hem/news.de/Unitec

17.08 Uhr: Moderator Edwards sagt: Es gibt nur einen Sieger, aber es gibt viele Champions. Fünf Euro ins Phrasenschwein. Bei der erneuten Vorstellung der Kandidaten winken die Vertreter Pyeongchangs höchst zuversichtlich. Die Münchener winken verhalten.

17.05 Uhr: Nach Südafrika, das ja die 123. IOC-Session in Durban ausrichtet, darf sich auch Sotschi, Austragungsort für die Spiele 2014, in einem Filmchen präsentieren - nerviges Vorgeplänkel vor der Entscheidung für 2018.

17.00 Uhr: Die feierliche Vergabe der Spiele in Durban hat begonnen. Der frühere Dreispringer Jonathan Edwards präsentiert die Veranstaltung.

16.58 Uhr: Der Bayrische Rundfunk schaltet nach Pyeongchang, dort haben sich einige Menschen vor einer Bühne versammelt. Die Stimmung ist nicht gerade euphorisch. Offenbar haben einige noch nicht mitbekommen, dass hier sehr wahrscheinlich die Olympischen Winterspiele 2018 stattfinden. Der Kommentar des Korrespondenten: «Ich habe den Eindruck, das könnte hier 2018 sehr abenteuerlich werden.»

16.53 Uhr: Nichtsdestotrotz droht Deutschland mal wieder eine gescheiterte Olympiabewerbung. Nach München 1972 wollte es nicht mehr klappen mit Olympischen Spielen in unserem Land. Für die Winterspiele 1992 bewarb sich Berchtesgaden erfolglos. Die Bewerbung erhielt nur sechs Stimmen. 2000 sollten die Sommerspiele in Berlin stattfinden - ein Reinfall, nur neun Stimmen gingen an die deutsche Hauptstadt. Ein Desaster erlebte die Bewerbung Leipzigs für die Spiele 2012. Die Pleißestadt wurde bereits vor der eigentlichen Entscheidung aussortiert.

16.51 Uhr: In wenigen Minuten fällt die Entscheidung. Es gibt offenbar Gerüchte, dass Annecy nur eine einzige Stimme bekommen hat. Demnach hätten sich die Mitglieder der europäischen zumindest nicht die Stimmen weggenommen hätten.

Ski-WM
Festspiele im Schnee
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16.18 Uhr: Natürlich ist es auch möglich, dass die Münchner Bewerbung im ersten Wahlgang gewonnen hat. Doch das ist höchst unrealistisch.

16.07 Uhr: Noch ist nichts entschieden, doch in München und Garmisch-Partenkirchen und Königssee herrscht schon Trauer über die mit großer Wahrscheinlichkeit verpasste Olympiachance. Ex-Skispringer Dieter Thoma äußert, dass sich das IOC offenbar wieder einmal für das Geld entschieden habe.

15.57 Uhr: Doppel-Olympiasieger Markus Wasmeier verkündet im Bayrischen Rundfunk, dass die Wahl sicher auf Pyeongchang gefallen ist. Da hat der gute «Wasi» offenbar im Gespräch mit den Journalisten etwas falsch verstanden. Es bleibt dabei: Eine Entscheidung ist gefallen, doch das Ergebnis wird noch geprüft, und der Sieger wird erst 17.10 Uhr von IOC-Boss Rogge bekanntgegeben.

15.52 Uhr: Münchens Strategieberater Markus Roth äußert sich im Bayrischen Rundfunk sehr enttäuscht und wirft den Asiaten recht deutlich Korruption vor.

15.50 Uhr: Das Ergebnis wird erst gegen 17.10 Uhr veröffentlicht. Aber es verheißt nichts Gutes für München. Alles deutet jetzt darauf hin, dass Pyeongchang Gastgeber der Winterspiele 2018 sein wird.

15.46 Uhr: Der erste Wahlgang ist geschlossen. IOC-Präsident Jacques Rogge verkündet, dass bereits eine Entscheidung gefallen ist. Einen zweiten Durchgang wird es nicht geben.

15.45 Uhr: Der erste Wahlgang läuft, die Mitglieder stimmen ab.

15.42 Uhr: Pyeongchang werden im ersten Wahlgang die besten Chancen eingeräumt. Entscheidend wird sein, ob die Südkoreaner im ersten Anlauf die absolute Mehrheit erreichen. Sollte dies nicht der Fall sein, stehen die Chancen für München besser, da Annecy höchstwahrscheinlich nach dem ersten Wahlgang ausscheiden würde und die Mehrheit der Stimmen für Annecy dann zur Münchner Bewerbung abwandern würde.

15.40 Uhr: Nochmal zur Erinnerung: 95 IOC-Mitglieder stimmen darüber ab, ob München, Pyeongchang oder Annecy die Olympischen Winterspiele 2018 austragen dürfen. Im ersten Wahlgang, gilt es, die absolute Mehrheit, also 48 Stimmen zu erreichen. Falls das keiner Stadt gelingt, scheidet der schlechteste Bewerber aus und es gibt einen zweiten Wahlgang.

15.37 Uhr: Jeder Stadt wird eine Nummer zugeordnet. 2 steht auf den Abstimmungsgeräten der IOC-Mitglieder für Annecy, 6 für München und 7 für Pyeongchang.

15.35 Uhr: Jetzt gilt es. Der erste Wahlgang ist eröffnet.

14.50 Uhr: So geht es weiter:  Ab 15.35 Uhr stimmen die IOC-Mitglieder geheim ab. Egal ob es eine oder zwei Wahlrunden gibt, die Ausrichterstadt wird erst um kurz nach 17 Uhr bekannt geben werden.

14.20 Uhr: Der kritische Journalist Jens Weinreich, der sich hauptsächlich mit Sportpolitik in IOC und Fifa befasst, schreibt in seinem Bloq bereits: «Die Entscheidung für Pyeongchang». Natürlich ist das noch Spekulation. Mal sehen, ob ihm das IOC am Ende Recht gibt.

14.08 Uhr: Auf der Bühne auf dem Marienplatz in München werben Starkoch Alfons Schubeck, Ex-Finanzminister Theo Waigel und der ehemalige Handball-Bundestrainer Heiner Brand für Olympia.

13.15 Uhr: Mittagspause in Durban. Hier die Präsentationen zum Nachschauen: München, Annecy, Pyeongchang.

13.10 Uhr: Yong Sung Park kommt bei der Bewantwortung nicht über Allgemeinplätze hinaus. Der Umweltaspekt bleibt die Achillesferse eine sehr guten Bewerbung.

12.55 Uhr: Jetzt die Fragen: Prinz Albert von Monaco startet und legt gleich den Finger in die Wunde: Wie sieht es mit dem Umweltaspekt aus?

12.45: Freestyler Toby Dawson macht seine Sache gut. Die Präsentation hat sich enorm gesteigert und ist jetzt richtig stark! Beindruckend stark!

12.35 Uhr: Das ist jetzt gut. Kim präsentiert mit breitem Lächeln die Wettkampfstätten - sehr überzeugend, kurze Wege, gute Infrastruktur. Aber kein Wort zu Nachhaltigkeit oder Umweltschutz.

12.30 Uhr: Laaangweilig! Die Südkoreaner rattern trocken Investionskosten runter, zeigen keine Emotionen. Doch jetzt bringt Olympiasiegerin Yuna Kim Gefühl in die Vorstellung.

12.20 Uhr: Geld ist hartnäckig - auf diese Formel ließe sich die Eröffnungsrede von Bewerbungschef Cho Yang Ho bringen. Hartnäckigkeit und Geduld sind die Kernwörter, die er immer wieder mit den zwei zuvor gescheiterten Bewerbungen in Verbingung setzt. Dank der üppigen Sponsorenzuwendungen lancierte Pyeongchang diese dritte Bewerbung.

12.10 Uhr: Pyeongchang startet gleich mit einem Film. Eine der ersten Sequenzen zeigt leere Wettkampfstätten - das kennen wir schon von der Biathlon-WM 2009!

12.05 Uhr: Es folgt der Favorit: Pyeongchang. Hoffenlich sehen wir nicht nur Banktürme und Samsung-Handys. Doch mit was außer dem Versprechen, neue, große Märkte zu erschließen wollen die Südkoreaner sonst punkten. Gleich wissen wir es.

11.50 Uhr: Die IOC-Mitglieder haben jetzt noch eine Viertelstunde Zeit, sich die Füße zu vertreten. Im wunderschönen Durban sollte das leicht fallen. Das IOC hat schon immer guten Geschmack bei der Wahl seiner stets wechselnden Meetingplätze bewiesen. Die letzte in Deutschland fand übrigens 1985 in Berlin statt. Für die 123. Session nun eben Durban.

11.05 Uhr: Filmchen Nummer zwei zeigt kitschige Wintersportbilder, alles ganz nett, aber irgendwie zusammenhangslos präsentiert. Eine klare Aussage ist nicht zu erkennen. Auch auf die Nachfragen einzelner IOC-Mitglieder bleibt Bewerbungschef Chales Beigbeder unpräzise.

10.50 Uhr: Nach 20-minütiger Präsentation spielen die Franzosen den ersten Film ein. Kinderlachen, Panoramablicke über schneebedeckte Berge, Slow-Motion-Einstellungen von Abfahrtsläufern, Eiskunstläuferinnen - das Übliche. Verhaltener Applaus des Komitees.

10.45 Uhr: Annecys Bürgermeister gibt den Fremdenführer: Frühstücken am See, gutes Essen etc. Zwei Milliarden Dollar sollen in Hotels, Gastronomie und Infrastruktur investiert werden. Ob sich die IOC-Mitgflieder mit der guten französischen Küche locken lassen? Nicht ausgeschlossen. Das frühere IOC-Mitglied Walther Tröger hatte kürzlich im Interview betont, dass es auch eine große Rolle spiele, dass die Frauen der IOC-Mitglieder am Olympiaort gediegen shoppen gehen können. Wiederum ein Vorteil für München.

10.42 Uhr: Pernilla Lindberg, Olympiasiegerin und Vize-Präsidentin der Bewerbung, wirbt für die kurzen Wege in Annecy. Die «Vereinigung von Schnee und Eis» ist das Schlagwort. Alpine und nordische sowie die Eisdisziplinen sollen alle in unmittelbarer Nähe stattfinden.

10.40 Uhr: Die Franzosen versprechen heimelige Spiele für Athleten und Fans, «Spiele im Herzen der Berge, Spiele in menschlichen Dimensionen». Nachhaltiger Tourismus in den französischen Alpen spielt eine Rolle. Olympiasieger Jean-Pierre Vidal, der 2002 in Salt Lake City Gold im Slalom holte, preist die ökologische Stärke der Bewerbung von Annecy.

10.30 Uhr: Annecy ist die vierte Kandidatur Frankreichs innerhalb von 14 Jahren. dennoch gilt der vergleichsweise kleine Wintersportort als Außenseiter.

10.27 Uhr: Die Präsentation von Münchens Mitbewerber Annecy hat begonnen. Die Ex-Biathletin Sandrine Bailly hatte zuvor im Gespräch mit news.de gesagt: «Annecy wäre perfekt für die Athleten.»

10.20 Uhr: In Durban geht gerade die Pressekonferenz nach der Präsentation von München zu Ende. DOSB-Präsident Thomas Bach erklärt noch einmal seine Hoffnung, dass das IOC den Spagat zwischen der Erschließung neuer Märkte und der Stärkung der Wurzeln schafft. Nach der Vergabe der Winterspiele 2014 an Sotschi und der Sommerspiele 2016 nach Brasilien könnte mit München wiedere ein traditioneller Schauplatz der olympischen Bewegung dran sein.

10.15 Uhr: In 6 Stunden und 45 Minuten entscheidet das IOC.

10.09 Uhr: Franz Beckenbauer preist in Durban die gute Mischung der Präsentation aus Sachlichkeit und Emotionalität.

10.00 Uhr: Die Garmischer Bürger sind ebenfalls zufrieden mit der Bewerbungsshow. Eine Aerobic-Gruppe hüpft begeistert auf und ab. Am Eiskanal am Königssee hat der Bayrische Rundfunk unter anderem Olympiasieger Felix Loch und Bob-Legende Christoph Langen zum Weißwurstfrühstück mit Weißbier versammelt. Natürlich sind auch hier alle euphorisch.

9.49 Uhr: Kati Witt ist auch guter Dinge: «Wir sind alle total erleichtert. Die Filme sind gut rübergekommen, jeder hat in seiner Präsentation, das gesagt, was er sagen wollte. Im Mittelpunkt stehen bei uns die Athleten und die Atmosphäre, die bei uns kreiert wird.»

9.47 Uhr: Christian Wulff sagt direkt nach der abschließenden Präsentation: «Ich bin sehr optimistisch, dass wir alles getan haben. Besser kann man es nicht machen, jetzt muss das IOC entscheiden.»

9.44 Uhr: IOC-Präsident Jacques Rogge übergibt Christian Wulff eine Urkunde für die erfolgreiche Bewerbung. Nun folgen die weiteren Bewerber.

9.34 Uhr: Ein Jodler im bayerischen Trachtengewand, Willy Rehm, beendet die Münchner Präsentation. Der Saal applaudiert. Zuvor hat Katarina Witt charmant - manchmal vielleicht eine Spur zu pathetisch - durch das Programm geführt. Bundespräseident Christian Wulff, IOC-Vizepräsident Thomas Bach, Franz Beckenbauer, Maria Höfl-Riesch, die Paralympics-Siegerin Verena Bentele und andere haben seit 8.30 Uhr vor dem versammelten IOC-Komitee für die Austragung der Winterspiele 2018 in München geworben. Eine gelungene, weder zu staatstragende, noch zu kitschige Präsentation. Beckenbauer sagte: «Bei der WM 2006 wurde ein Sommertraum war, ich möchte Sie einladen zu einem Wintertraum.» Kati Witt verspricht: «Wir versprechen nicht nur volle Stadien, wir bürgen dafür.»

9.30 Uhr: 96 der 110 Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) werden heute den Ausrichter der Olympischen Winterspiele 2018 bestimmen. Sechs IOC-Mitglieder sind nicht zur Abstimmung ins südafrikanische Durban, wo die IOC-Session stattfindet, gereist. Weiterhin dürfen die sechs IOC-Mitglieder aus den Ländern der Bewerber im ersten Wahlgang nicht ihre Stimme abgeben. IOC-Präsident Rogge wählt traditionell nicht mit, auch der Schweizer Denis Oswald will sich der Stimme enthalten. Die Entscheidung fällt in einer geheimen Abstimmung. Zuvor haben jedoch alle drei Bewerber noch einmal die Chance, sich zu präsentieren.

9.00 Uhr: Zur Wahl stehen Pyeongchang (Südkorea); Annecy (Frankreich) und München. Pyeongchang hat sich bereits zweimal vergeblich beworben. Die Südkoreaner haben den größten Etat und die höchsten Zustimmungsraten in der Bevölkerung. München ist nach einen starken Endspurt aber mittlerweile fast gleichauf, Annecy dagegen nur Außenseiter. Die Franzosen könnten allerdings dennoch das Zünglein an der Waage sein und München entscheidende Stimmen wegschnappen. Für München ist es wichtig, dass die Entscheidung nicht im ersten Wahlgang schon fällt. Ist Annecy erst einmal raus, dürften die freien Stimmen an München gehen. Die Verkündung des Ergebnisses wird gegen 17 Uhr erwartet.

hem/kru/news.de

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