Olympia Top-Sportler träumen von Olympia vor der Haustür

Top-Sportler träumen von Olympia vor der Haustür (Foto)
Top-Sportler träumen von Olympia vor der Haustür Bild: dpa

Kombinations-Weltmeister Frenzel, Rodel-Ass Geisenberger, Skispringer Freund: 2018 könnten sie noch auf die Jagd nach olympischen Medaillen gehen - am liebsten natürlich in München, Garmisch-Partenkirchen und am Königssee.

München (dpa) - Kombinations-Weltmeister Frenzel, Rodel-Ass Geisenberger, Skispringer Freund: 2018 könnten sie noch auf die Jagd nach olympischen Medaillen gehen - am liebsten natürlich in München, Garmisch-Partenkirchen und am Königssee.

Schon bei Weltmeisterschaften in der Heimat leuchten die Augen der Sportler, sie genießen die Begeisterung der heimischen Wintersportfans. 2005 war das so bei der nordischen Ski-WM in Oberstdorf, 2008 bei der Rodel-WM in Oberhof auch - und natürlich bei den alpinen Skititelkämpfen im Februar in Garmisch-Partenkirchen. Und wie wäre das erst bei Olympischen Winterspielen? «Etwas Größeres als Olympische Spiele im eigenen Land kann man sich als Sportler wirklich nicht erträumen», sagt Eric Frenzel, der Weltmeister in der Nordischen Kombination.

Bekäme München mit seinen Partnern Garmisch-Partenkirchen und Königssee am Mittwoch im südafrikanischen Durban tatsächlich den Zuschlag, wäre der Oberwiesenthaler Frenzel 2018 im olympischen Jahr 29 Jahre alt - im besten Kombiniereralter also. «Wenn ich gesund bleibe, will ich 2018 auf jeden Fall dabei sein. Am liebsten natürlich dann in München beziehungsweise in Garmisch-Partenkirchen.»

Die Olympia-Dritte im Rennrodeln, Natalie Geisenberger, feiert bei den Winterspielen 2018 ihren 30. Geburtstag - und will dies möglichst als aktive Sportlerin tun: «Ich bin in München geboren. Olympische Spiele in meiner Geburtsstadt, das wäre natürlich super. Am liebsten allerdings wäre es mir, wenn ich München 2018 nicht nur als Zuschauer, sondern noch als Sportlerin erleben könnte.»

Olympia in der Geburtsstadt München und auf der Heimbahn am Königssee wäre für Geisenberger «ein Traum, der für die wenigsten Sportler Wirklichkeit werden kann». Die Athletin unterstützt die Münchner Bewerbung darum auch aktiv als Sportbotschafterin.

Aufmerksam verfolgt auch Skispringer Severin Freund aus dem Bayerischen Wald die Bemühungen der Bewerbungsgesellschaft. Denn: «Ich selbst habe ja die Chance, aktiv an den Spielen teilnehmen zu können.» 29 Jahre alt wäre Freund, der mit zwei Weltcupsiegen im Vorwinter auf sich aufmerksam gemacht hatte, wenn es in sieben Jahren auf den Schanzen von Garmisch-Partenkirchen um Gold, Silber oder Bronze gehen könnte. Münchens Chancen sind groß, glaubt Freund: «Das Konzept ist sportfachlich stimmig, hat Charme und ist nachhaltig. Die Bewerbungsgesellschaft macht einen tollen Job, und ich hoffe, diese Qualitäten können sich in Durban durchsetzen.»

Neben den Träumen der Sportler von olympischem Ruhm gleich vor der Haustür versprechen sich gerade die Verbände viel von Olympia. Der Sport bekommt eine nachhaltige Akzeptanz in der Bevölkerung, sagt Wolfgang Maier, Sportdirektor der Alpinen im Deutschen Skiverband (DSV). «Ich glaube, dass Olympia den ausrichtenden Nationen sehr gut tut.»

Sein für die nordische Abteilung zuständiger Kollege Horst Hüttel erhofft sich bei einem Erfolg für die Münchner Bewerbung mehr Investitionen in den Sport - und zwar deutschlandweit: «Das würde Türen öffnen für viele Projekte, das wäre ein brutaler Schub.» Denn er glaubt, dass auch der Bau von Trainingsstätten mit mehr Geld aus der öffentlichen Hand rechnen könne, wenn Olympia nach Deutschland kommt. «Es würde Bewegung reinkommen.»

In seinen Mannschaften - also bei den Skispringern und den nordischen Kombinierern - verspüre er große Begeisterung für die Bewerbung der bayerischen Landeshauptstadt. «Das ist eine ganz tolle Geschichte. Wenn München den Zuschlag bekommt, kann ich mir gut vorstellen, dass der eine oder andere Athlet sein Karriereende extra deshalb hinauszögern wird.»

news.de/dpa

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