Schwergewichts-Boxen Die Klitschko-Diktatur

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News.de-Redakteur Ullrich Kroemer Bild: news.de

Von news.de-Redakteur , Hamburg
Die Klitschkos sind ratlos: Wer soll ihnen nun noch gefährlich werden? Die Brüder aus der Ukraine dominieren das Schwergewicht nach Belieben. Der Attraktivität des Boxsports ist diese Alleinherrschaft nicht zuträglich. Es braucht dringend konkurrenzfähige Gegner.

Es gibt viele Rezepte für einen packenden Boxkampf: spektakuläre Knockouts, sensationelle Außenseitersiege, unerwartete Comebacks oder offene Ringschlachten auf Augenhöhe. Große Kämpfer wie Max Schmeling, Muhammad Ali, George Foreman oder Mike Tyson haben sich so einen Platz im Box-Olymp gesichert.

Spätestens seit dem Sieg von Wladimir Klitschko gegen David Haye sind auch die Klitschko-Brüder Legenden. Gemeinsam haben beide nun alle vier wichtigen WM-Titel inne - das gab es zuvor noch nie. Große Boxer sind die Schwergewichtler aus der Ukraine ohne Frage - große Kämpfe indes bestreiten beide nur ganz selten.

Klitschko vs. Haye
So krallte sich Klitschko Hayes Gürtel

Aufgrund ihrer derzeit einmaligen Physis, der Größen- und Reichweitenvorteile gepaart mit Erfahrung und kluger Taktik dominieren sie ihre Kämpfe beinahe nach Belieben. Schön anzusehen ist das allerdings nicht. Wie Wladimir Klitschko seine Gegner zwölf Runden lang mit der FührhandDie Hand, die dem Gegner näher ist. traktiert und zermürbt, ohne selbst in Bedrängnis zu geraten, ist unspektakulär und langweilig.

Schließlich kann man die Klitschkos nicht zwingen, auf Knien anzutreten

Den boxenden Doktoren jedoch darf man ihre monotone Alleinherrschaft nicht vorwerfen. So lange es keinen Konkurrenten gibt, der die Hünen einmal in Verlegenheit bringen und auf die Bretter schicken kann, ist es aus ihrer Sicht nur legitim, dass sie Titel für Titel und Kampfbörse für Kampfbörse einstreichen - auch ohne Spannung. Schließlich, so sagte es ein Kollege nach dem Kampf, könne man ja keine Regel einführen, dass die Klitschkos nur noch auf Knien antreten dürfen.

Es müssen vielmehr Gegner her, die mehr drauf haben als verletzende Sprüche und albernes Gehabe. Klitschkos Gegner David Haye - vor dem Fight der Hoffnungsträger aller Klitschko-Gegner - hat in Hamburg einsehen müssen, dass er im Schwergewicht auf diesem Niveau nicht mithalten kann. Im September versucht es Tomasz Adamek als nächster: Der nur 1,87 Meter große Pole, der erst seit 2009 im Schwergewicht boxt, tritt gegen Vitali Klitschko an. Seine Siegchancen stehen gleich null. Derzeit ist kein Boxer in Sicht, der die Diktatur der Klitschkos stürzen könnte.

Boxen
Die legendärsten Schwergewichtskämpfe

cvd/news.de

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • Ulli
  • Kommentar 2
  • 04.07.2011 09:50

Was die Attraktivität des Kampfes angeht, sind wir uns doch einig: Im Artikel steht doch, dass der Kampf langweilig war und die Klitschkos zwar große Boxer sind, aber keine großen Kämpfe bestreiten. Von Schiebung kann natürlich keine Rede sein: Haye konnte es einfach nicht besser.

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  • icke
  • Kommentar 1
  • 03.07.2011 18:43

selten so ein schlechten artikel gelesen. . 12 runden angsthasen führungshand boxen von klitschko. dabei unzählig luftschlösser gebaut und keine treffer gelandet. so sieht ein weltmeister in schiebung aus...

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