Sabine Lisicki «Doris Becker», Liebling der Briten

Erstmals seit Steffi Graf steht wieder eine deutsche Spielerin im Wimbledon-Halbfinale. In England wird Sabine Lisicki bereits mit ihr verglichen und bekam den Spitznamen «Boom Boombine». Der Daily Mirror macht sie zur «Britin ehrenhalber». Eine Presseschau.

Sabine Lisicki (Foto)
Grenzenloser Jubel: Mit dem Halbfinal-Einzug in Wimbledon feierte Sabine Lisicki ihren bislang größten Erfolg. Bild: dapd

Sabine Lisickis Husarenritt ins Halbfinale von Wimbledon verzĂĽckt die britische Presse. Die Tennis-Experten der Zeitungen ĂĽberschlugen sich mit Lob fĂĽr die Deutsche, der sie wegen ihres krachenden ersten Aufschlags Spitznamen wie «Doris Becker», «Boom Boombine» oder einfach «Super Sab» gaben.

Lisicki wird zur «Britin ehrenhalber»

«Einen der bisher größten Schocks» habe die 21-Jährige Wild-Card-Starterin dem Turnierverlauf versetzt, urteilte der Daily Telegraph, der das Foto der jubelnden Lisicki groĂź auf Seite eins brachte. Der Daily Mirror machte Lisicki flugs zum «neuen Center-Court-Darling» und zur «Britin ehrenhalber».

Wimbledon: Von Becker bis Williams - unvergessliche Momente

Auch die Times räumte dem ĂĽberragenden Spiel der Deutschen fast eine ganze Seite ein. Ihr Tennis gehöre zum «Unterhaltsamsten, was die diesjährigen Meisterschaften zu bieten haben», befand die Zeitung. Und der Independent sieht in der Deutschen sogar eine «durchaus denkbare Wimbledon-Siegerin». Kommentator Chris McGrath fĂĽgte in die Zukunft blickend vieldeutig hinzu: «Mit 21 hat sie noch nicht all zu viele Meilen auf dem Tacho.»

«Ihr Aufschlag ist die tödlichste Waffe»

Der Guardian schlug den Bogen zu Lisickis groĂźer deutscher Vorgängerin in Wimbledon. «Vergleiche mit Steffi Graf scheinen weit davon entfernt, abwegig zu sein», schrieb die Zeitung. «Ihr Aufschlag ist die tödlichste Waffe der Frauen da drauĂźen.»

Die Boulevardzeitung The Sun machte Sabine Lisicki, die nach fĂĽnf Monaten Verletzungspause in die Weltspitze zurĂĽckkehrte, zur «Comeback-Queen» und warnte: «The Frauleins are coming!». Lisicki stehe an der Spitze einer langersehnten Renaissance «des Landes, das uns (Steffi) Graf, Boris Becker und Michael Stich brachte».

phs/hem/news.de/dpa

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