Stars der Saison Robben setzt sich wieder die Krone auf

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Arjen Robben (MItte), Mats Hummels (rechts) und Mario Götze landen im news.de-Ranking auf dem Treppchen. Bild: news.de/dpa (montage)

Von news.de-Redakteur Philip Seiler
Arjen Robben ist der beste Spieler der Bundesliga. Das hat news.de in einer exklusiven Analyse der Spielernoten ermittelt. Der Holländer verteidigte damit trotz einer schweren Verletzung seinen Titel als news.de-Star der Saison - vor vier Deutschen Meistern.

«Ich würde meinen Titel am liebsten verteidigen. Aber ich weiß nicht, ob das klappt», hatte Arjen Robben vor knapp acht Monaten im news.de-Interview gesagt - wohl wissend, dass dies nahezu unmöglich sein dürfte. Denn nach seiner überragenden Debütsaison in der Bundesliga, in der er den FC Bayern München zum Meistertitel geführt und von news.de zum Star der Saison 2009/10 gewählt worden war, hatte es für den Niederländer im August vergangenen Jahres eine ganz bittere Nachricht gegeben: Muskelriss im Oberschenkel.

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Obwohl zunächst von zwei Monaten Pause die Rede war, sollte ihn seine Verletzung deutlich länger außer Gefecht setzen: nämlich die komplette Hinrunde. Ohne ihren Flügelflitzer legten die Bayern den schlechtesten Saisonstart seit 1966 hin und dümpelten zwischenzeitlich in der unteren Tabellenhälfte herum. Erst kurz vor der Winterpause arbeiteten sie sich langsam auf Platz fünf vor.

Dann kam die Rückrunde und Robbens mit Spannung erwartetes Comeback nach über fünfmonatiger Leidenszeit. Ob der Holländer überhaupt wieder zu seiner Vorjahresform finden würde, war zu diesem Zeitpunkt mehr als ungewiss. Doch vom ersten Einsatz an spielte Robben, als wäre nie etwas gewesen. Leichtfüßig wie gewohnt dribbelte sich der 27-Jährige fortan wieder durch die gegnerischen Abwehrreihen.

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Chapeau vor Dortmunds Strebern
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Zehn Tore und zwölf Assists in 14 Spielen

Allein in seinen ersten vier Spielen gelangen dem Mittelfeldspieler vier Tore und ein Assist. Am Ende der Saison waren es nach 14 benoteten Einsätzen ganze 12 Treffer und 10 Torvorbereitungen. Zum Vergleich: In der Vorsaison stand nach 24 Partien nur ein Scorerpunkt mehr auf seinem Konto (16 Tore und 7 Assists).

«Mit Robben hätten wir zehn Punkte mehr», hatte Bayernvorstand Karl-Heinz Rummenigge bereits nach zwei Spielen im neuen Jahr gemutmaßt. Und auch die Experten des Fachmagazins Kicker, der Bild-Zeitung des Onlineportals Sportal waren sich in der Rückrunde einig: Dieser Robben ist und bleibt Weltklasse. Alle drei Medien vergaben gleich dreimal eine glatte 1 für Robbens Auftritte.

Diese außergewöhnlichen Noten bringen Robben im news.de-Ranking sensationell an die Spitze. Obwohl er über die gesamte Saison hinweg sicher nicht der herausragende Spieler war, landet er mit einem Gesamtnotenschnitt von 2,56 (Kicker: 2,42, Sportal: 2,46; Bild: 2,79) knapp vor der Konkurrenz und verpasst dabei seinen Vorjahresschnitt von 2,54 nur hauchdünn. Ein noch besseres Ergebnis kosteten ihn nur drei schwächere Leistungen gegen den BVB, Hannover 96 und den SC Freiburg. In diesen Spielen gab es von der Bild sogar jeweils die Note 5.

Hummels überrascht auf Platz zwei

Hinter dem Münchner landen in der news.de-Auswertung gleich vier Deutsche Meister. Überraschend ist vor allem, dass es mit Mats Hummels ein Abwehrspieler auf den zweiten Platz schafft. Sein Notenschnitt von 2,56 (Kicker: 2,61, Sportal: 2,78, Bild: 2,31) ist für einen Verteidiger überragend. Den verdankt der 22-jährige Nationalspieler vor allem seinen konstanten Leistungen und seiner Torgefährlichkeit (fünf Treffer).

Platz drei geht mit einem Schnitt von 2,66 (Kicker: 2,7, Sportal: 2,77, Bild: 2,52) an den Newcomer der Saison: Mario Götze. Mit seiner Dribbelstärke verzauberte der 19-jährige Bubi nicht nur die Dortmunder Fans, sondern auch die Bild-Journalisten. Die gaben ihm fünfmal die Note 1, während der Kicker das einmal und Sportal gar nicht für angemessen hielt.

Sahin fällt in der Rückrunde ab

Mit dem in der Rückrunde verletzten Shinji Kagawa auf Rang vier (2,69), Sven Bender auf Platz fünf (2,73) und dem zu Real Madrid abgewanderten Nuri Sahin (2,85) ist fast das gesamte restliche BVB-Mittelfeld vertreten - mit Ausnahme von Kevin Großkreutz. Der landet im Übrigen nur auf Platz 57 (Note: 3,29). Größter Verlierer der Rückrunde ist trotz seiner insgesamt starken Saison Dortmunds Regisseur Sahin. Der Türke lag nach der Hinrunde mit einem Schnitt von 2,37 in der news.de-Auswertung noch klar vorn, fiel nach der Winterpause aber deutlich ab und kommt insgesamt nur noch auf eine 2,85.

Keeper Roman Weidenfeller komplettiert als sechster Dortmunder das Tableau. In 33 Einsätzen kassierte er mit Abstand die wenigsten Treffer (21). Dennoch landen seine Torhüterkollegen Kevin Trapp vom 1. FC Kaiserslautern (Platz 6) und Kölns Winter-Zugang Michael Rensing (Platz 7) vor ihm. Allerdings kamen beide nicht über die ganze Saison hinweg zum Einsatz. Entsprechend bescheiden reagiert Kevin Trapp auch auf die Auszeichnung als bester Keeper der Saison: «Natürlich freue ich mich über eine solche Rückmeldung. Aber ich habe erst neun Spiele in der Bundesliga gemacht und muss meine Leistung über einen längeren Zeitraum konstant halten, bevor solche Auswertungen wirklich aussagekräftig sind», sagte der 20-Jährige zu news.de.

Zu guter Letzt hat Sieger Robben sogar noch einen weiteren Grund zur Freude. Der Holländer ist in den Top 10 mit seinem Lieblingspartner im Mittelfeld vereint. Franck Ribéry leistet ihm auf Platz acht als zweiter Bayernspieler Gesellschaft.

 

Die besten Spieler der Saison 2010/11
Platz Spieler Position Verein Einsätze Notenschnitt
1 Arjen Robben Mittelfeld Bayern München 14 2,56
2 Mats Hummels Abwehr Borussia Dortmund 32 2,57
3 Mario Götze Mittelfeld Borussia Dortmund 33 2,66
4 Shinji Kagawa Mittelfeld Borussia Dortmund 17 2,69
5 Sven Bender Mittelfeld Borussia Dortmund 29 2,73
6 Kevin Trapp Tor 1. FC Kaiserslautern 9 2,74
7 Michael Rensing Tor 1. FC Köln 17 2,79
8 Franck Ribéry Mittelfeld Bayern München 25 2,82
9 Nuri Sahin Mittelfeld Borussia Dortmund 30 2,85
10 Roman Weidenfeller Tor Borussia Dortmund 33 2,86

 

Für die Serie Stars der Saison hat news.de die Daten von mehr als 450 Spielern ausgewertet, die an den 34 Spieltagen der Fußball-Bundesliga eingesetzt wurden. Zugrunde liegt die Benotung im Fachmagazin Kicker, der Bild-Zeitung und der Internetseite sportal.de. Errechnet wurde der Durchschnitt aller Noten, die drei Medien wurden dabei gleich gewichtet, Tore und Vorlagen spielten keine Rolle. Für die Rubrik «Die besten Spieler der Saison» wurden nur Spieler berücksichtigt, die laut Kicker mindestens auf acht benotete Einsätze kamen.

mik/news.de

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Deutscher Meister
  • Kommentar 1
  • 20.06.2011 13:33

Diese interessanten Zahlen zeigen, wie sehr insbesondere die Sportschau einzelne Spieler hochjubelt. Von Manuel Neuer oder Bastian Schweinsteiger ist hier keine Rede. Stattdessen sind Leute wie Sven Bender oder Mats Hummels dabei, die immer gute Leistung bringen. Das sind die wahren Stars.

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