Eklat um Diego Eine Diva wird zum Fall für die Anwälte

Diva Diego (Foto)
«Schlechter Charakter», sagt der Kaiser über Diego. Bild: dpa

Arbeitsverweigerung im Abstiegskampf: Spielmacher Diego vom VfL Wolfsburg kann dies teuer zu stehen kommen. Trainer und Sportdirektor Felix Magath verwies den Fall gleich mal an die Anwälte.

Der brasilianische Regisseur stand nicht in der Startelf für die Partie in Hoffenheim - und verließ wortlos den Besprechungsraum im Hotel, als sein Name nicht auf der Tafel auftauchte. Selbst sein so erfahrener Bundesliga-Trainer Felix Magath staunte: «Dass jemand die Sitzung verlassen hat, habe ich noch nicht erlebt.» Diego kann sich nun auf saftige Sanktionen gefasst machen. Möglicherweise trennen sich gar die Wege des Ballzauberers und des Tabellen-15.

Magath wollte in der neuen Saison eigentlich um Diego herum eine neue Mannschaft aufbauen, doch Sky-Experte Franz Beckenbauer urteilte nach dem Eklat: «Das geht nicht. Das ist schlechter Charakter. Ich finde es eine Unverschämtheit, die Mannschaft in einer solchen Situation zu verlassen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Diego unter Felix Magath eine Zukunft hat.» Der 26-Jährige war im vergangenen Jahr für 15,5 Millionen Euro Ablöse von Juventus Turin zu den Niedersachsen gewechselt, sein Vertrag läuft noch bis zum 30. Juni 2014.

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Wie und wo Diego am Samstagabend vom Klassenverbleib seines Arbeitgebers erfahren hat, wusste nach der Partie keiner beim VfL: Diego war verschwunden. Magath hatte nach dem 3:1-Sieg auch keine große Lust, sich die Jubelstimmung durch «diese kleinen Problemchen», wie er ironisch meinte, verderben zu lassen. «Wir werden sehen, welche rechtlichen Konsequenzen so etwas hat», sagte der 57-Jährige. «Das werden Anwälte entscheiden. Wir werden zusehen, dass wir diese Situation mit Hilfe von Uefa und Fifa richtig lösen. Alles ist denkbar.»

Wenig Verständnis hatten auch Diegos Mitspieler für dessen Egotrip. «Das ist nicht zu entschuldigen», sagte Kapitän Marcel Schäfer. Nur Arne Friedrich wollte nicht auf den Brasilianer einhauen. «Ich habe vorhin Diego noch eine SMS geschrieben», erzählte der Nationalspieler nach dem Abpfiff. «Einerseits ist das untragbar. Andererseits will er halt immer spielen. Aber ich gehe davon aus, dass das Sanktionen nach sich ziehen wird. Das war nicht richtig, das weiß Diego.»

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hem/cvd/news.de/dpa

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