Fußball Frankfurts Ochs wechselt nach Wolfsburg

Frankfurts Ochs wechselt nach Wolfsburg (Foto)
Frankfurts Ochs wechselt nach Wolfsburg Bild: dpa

Der Kapitän geht von Bord: Mitten im Abstiegskampf hat Patrick Ochs seinen Wechsel von Eintracht Frankfurt zum Bundesliga-Rivalen VfL Wolfsburg perfekt gemacht und bei den abstiegsbedrohten Hessen für zusätzlichen Zündstoff gesorgt.

Frankfurt/Main (dpa) - Der Kapitän geht von Bord: Mitten im Abstiegskampf hat Patrick Ochs seinen Wechsel von Eintracht Frankfurt zum Bundesliga-Rivalen VfL Wolfsburg perfekt gemacht und bei den abstiegsbedrohten Hessen für zusätzlichen Zündstoff gesorgt.

Zwei Tage vor dem «Abstiegs-Endspiel» gegen den 1. FC Köln bestätigte Eintracht-Vorstandschef Heribert Bruchhagen den Abgang des 26 Jahre alten Mittelfeldspielers zum Saisonende. «Der Spieler hat von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch gemacht. Es ist sehr schade, dass das ausgerechnet jetzt passiert. Aber Ochs wird sich in den letzten Spielen voll für die Eintracht einsetzen», sagte Bruchhagen im Trainingslager in Bitburg.

Frankfurt darf sich zumindest mit einer Ablöse von drei Millionen Euro trösten. Diese Summe erhalten die Hessen laut Bruchhagen auch im Falle des Abstiegs, obwohl der bis 2012 laufende Vertrag von Ochs nur für die Bundesliga gilt. Ob der Wechsel auch im Falle eines Wolfsburger Abstieges zustande käme, blieb zunächst offen.

Wolfsburgs Trainer Felix Magath hatte Ochs schon im Winter zum FC Schalke 04 holen wollen. Der Wechsel kam damals jedoch nicht zustande, wodurch der bei den «Königsblauen» mittlerweile entlassene Magath eine zweite Chance für die Verpflichtung seines Wunschspielers auf der rechten Außenbahn bekam. Details über die Inhalte des Vertrages wie die Laufzeit wurden zunächst nicht bekannt.

Im Eintracht-Lager sorgte die Nachricht am Donnerstag für Aufsehen, kommt sie doch zur Unzeit. Als Tabellen-16. stehen die Hessen (34 Punkte) vor dem Duell gegen den 1. FC Köln (38) mit dem Rücken zur Wand. Die Fans machten ihrem Unmut in den zahlreichen Internetforen Luft und beschimpften Ochs, dem am Samstag vor heimischer Kulisse ein unfreundlicher Empfang bevorsteht.

Wie Bruchhagen hofft Trainer Christoph Daum, dass Ochs dennoch weiter alles für die Eintracht gibt. Unterstellungen oder Vermutungen, dass Profis in solchen Fällen nicht mehr ganz bei der Sache sind, seien nicht ganz von der Hand zu weisen, räumte er ein. «Ich setze auf die Eigen- oder Mitverantwortlichkeit des Spielers, dass er bis zur letzten Sekunde beste Leistung und volle Konzentration für seinen Arbeitgeber einbringt», sagte Daum.

news.de/dpa

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