Uwe Krupp «Die Weltrangliste ist nicht so wichtig»

DEB (Foto)
Bundestrainer Uwe Krupp kann sich über die DEB-Auswahl freuen. Bild: dpa

Die deutsche Eishockey-Auswahl bleibt mit grandiosen Leistungen bei der WM ungeschlagen. Bundestrainer Uwe Krupp spricht nach dem 3:2 gegen den Aufsteiger Slowenien über die nächsten Gegner und die Chancen im Turnier.

Herr Krupp, warum musste Ihr Team nach den Siegen gegen Rekordweltmeister Russland und WM-Gastgeber Slowakei ausgerechnet gegen Außenseiter Slowenien ins Penaltyschießen?

Krupp: Wir wussten, Slowenien wird ein schwerer Gegner sein. Wir sind froh, dass es in diesem Spiel nicht um Relegationsrunde oder Zwischenrunde ging. Die Slowenen waren nicht ohne. Wir haben gezeigt, dass wir auch nach dem Rückstand den Weg gefunden haben, unsere Tore zu schießen. Ich glaube, wir haben uns die Sache verdient.

So richtig rund ist es aber nicht gelaufen. Was war der Grund dafür?

Krupp: Nach diesen zwei sehr starken Leistungen ist es normal, dass du es auch emotional nicht immer schaffst, auf das gleiche Level zu kommen. Trotzdem war ich stolz darauf, wie die Mannschaft gespielt hat. Sie war über weite Strecken überlegen. Slowenien hat aus den wenigen Chancen Tore geschossen und wir hatten heute nicht so das Scheibenglück wie in den anderen Spielen.

Eishockey-WM
Mut zur Lücke

Wie weit kann die deutsche Mannschaft nach dem fast perfekten Auftakt noch kommen?

Krupp: Um weit zu kommen, musst du Punkte sammeln, und das ist bei diesem Turnier äußerst schwer. Du kannst super spielen und mit einem Tor verlieren. Und schon kommst du nicht mehr weiter, oder zumindest sind die Chancen gering. Es ist schwer zu prophezeien, wie weit die Mannschaft kommt. Ich weiß, dass die Leistung stimmen wird, und darauf konzentrieren wir uns. Wenn die Leistung mit dem Ergebnis übereinstimmt, dann freuen wir uns.

Die nächsten Gegner heißen unter anderem Tschechien und Finnland, andere Kaliber als Slowenien. Was erwarten sie von diesen Spielen?

Krupp: Wir haben uns mit den Finnen bis jetzt noch nicht so beschäftigt, das wird in den nächsten Tagen passieren. Die Tschechen haben ihr letztes Spiel gegen Dänemark souverän gewonnen. Als amtierender Weltmeister sind sie auch hier mit viel Schwung gestartet - beide Spiele werden sehr schwer werden.

Gegen beide Nationen ist Deutschland Außenseiter, wie schon in den erfolgreichen Duellen mit Russland und der Slowakei. Wie sehr liegt Ihnen diese Rolle?

Krupp: Wir suchen uns die Rolle nicht aus. Wir haben jetzt zweimal gegen vermeintlich stärkere Mannschaften gewonnen. Das einzige, was wir sehen, ist, dass die Tagesform entscheidet und dass die Weltrangliste nicht ganz so wichtig ist.

hem/phs/news.de/dpa

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