Fußball Real passt auch der zweite Anzug: 6:3 mit B-Elf

Bei Real Madrid passt auch der zweite Anzug. Drei Tage nach dem Gewinn des spanischen Fußball-Pokals feierten die «Königlichen» mit einer B-Elf ohne die Deutschen Mesut Özil und Sami Khedira ein Torfestival.

Real passt auch der zweite Anzug: 6:3 mit B-Elf (Foto)
Real passt auch der zweite Anzug: 6:3 mit B-Elf Bild: dpa

Madrid (dpa) - Bei Real Madrid passt auch der zweite Anzug. Drei Tage nach dem Gewinn des spanischen Fußball-Pokals feierten die «Königlichen» mit einer B-Elf ohne die Deutschen Mesut Özil und Sami Khedira ein Torfestival.

Die Madrilenen gewannen beim Tabellendritten FC Valencia mit 6:3 (4:0), werden damit aber den Titelgewinn des FC Barcelona in der spanischen Liga kaum noch verhindern können. Die Katalanen bezwangen den Abstiegskandidaten CA Osasuna mit 2:0 (1:0) und wahrten fünf Spieltage vor Saisonende ihren Acht-Punkte-Vorsprung vor dem Erzrivalen.

Allerdings verschaffte sich Real mit dem Schützenfest mächtig Respekt bei den Blau-Roten, die zum Halbfinal-Hinspiel der Champions League im Bernabéu-Stadion antreten müssen. Barça-Trainer Josep Guardiola räumte ein, dass die Madrilenen nun als Favorit in diese neue Folge des spanischen Fußball-Klassikers gehen werden. «Wir wissen, dass jetzt alles gegen uns spricht. Kaum jemand wird auf uns setzen», meinte der Coach.

Der von einer monatelangen Verletzung genesene Argentinier Gonzalo Higuaín (31./42./53. Minute) landete in Valencia einen Dreierpack. Der brasilianische Weltstar Kaká, der von Özil in die Rolle eines Edelreservisten zurückgedrängt worden war, lieferte eine Gala-Vorstellung und erzielte zwei Treffer (39./62.). Der Franzose Karim Benzema (23.) hatte das Schützenfest eröffnet, das eine Premiere in der 76-jährigen Geschichte der Primera División bedeutete: Nie zuvor hatte der FC Valencia im eigenen Stadion sechs Gegentreffer kassiert.

Vor dem Anpfiff hatten die Valencianer nach spanischer Tradition zur Ehrung des frischgebackenen Pokalsiegers Spalier gestanden. «Das Spalier behielten sie dann auch in den ersten 60 Minuten des Spiels bei», schalt Trainer Unai Emery die desolate Abwehr seines Teams. «Ich schäme mich so, dass ich am liebsten drei Tage in der Versenkung verschwinden würde.» Reals Trainer José Mourinho hatte neben Özil auch Stars wie Cristiano Ronaldo und Xabi Alonso zur Schonung auf der Ersatzbank belassen. Khedira fehlte verletzungsbedingt. «Seine Verletzung macht uns keine Sorgen», betonte Reals Generaldirektor Jorge Valdano. «Der Kader hat bewiesen, dass er in bester Form ist.»

Dagegen zeigte Barça eines seiner schwächsten Spiele der Saison und hatte mit dem Außenseiter Osasuna viel Mühe. Weltmeister David Villa (23.) brachte die Katalanen in Führung und überwand damit seine Durststrecke von elf Spielen ohne Torerfolg. Dem eingewechselten Lionel Messi (87.) gelang erst in der Schlussphase die Entscheidung. Der Weltfußballer des Jahres 2010 markierte sein 50. Saisontor und stellte einen neuen Rekord in Spanien auf. Ferenc Puskas hatte 1959/60 für Real Madrid 49 Treffer erzielt.

news.de/dpa

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