Transfermarkt Schnäppchen von der Resterampe

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Warten auf Angebote: Ruud van Nistelrooy, Zé Roberto und Miroslav Klose (v.l.). Bild: dpa/Montage

Von news.de-Redakteur Michael Heinrich
Sie sind alt und haben in ihren jetzigen Vereinen ausgedient. Spieler wie Miroslav Klose, Zé Roberto oder Ruud van Nistelrooy müssen ihre Zukunft klären, wollen sie noch ein Fußballerjahr dranhängen. Vereine sollten die Augen nach einem Schnäppchen offen halten.

Der Hamburger SV war in der zu Ende gehenden Spielzeit so etwas wie das Altenheim der Bundesliga. In die Jahre gekommene Stars fanden hier ein gutes «Gnadenbrot». Doch auch beim Bundesliga-Dino reifte in einer erneut durchwachsenen Saison die Erkenntnis, dass eine Blutaufrischung Not tut, will man endlich wieder auch einmal international eine Rolle spielen.

Für Profis wie Ruud van Nistelrooy (34), Zé Roberto (36) und Frank Rost (37) ist damit im Perspektivkader für 2011/12 kein Platz mehr. Chefkritiker Rost verkündete seinen Abgang bereits. Seine Zukunft ist noch offen. Das Ausland ist eine Option, ansonsten liegt ein Karriereende nah, da in dieser Saison ein Umbruch im Tor stattfand, viele junge Keeper (Oliver Baumann, Ron-Robert Zieler, Sven Ulreich) ins Rampenlicht traten und damit in der Bundesliga ein Überangebot herrscht.

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Auch van Nistelrooy hat nach dem Wechseltheater im Winter schon trotzig angekündigt, dass er den HSV im Sommer verlassen werde. Der Niederländer ist ein Mann, der zu seinem Wort steht, zumal sein Vertrag ausläuft. Dass der HSV ihn damals nicht zu seiner großen Liebe Real Madrid ziehen ließ, verzeiht er nicht so leicht. Eine weitere Stadion in der Bundesliga scheint eher unwahrscheinlich.

Mit Zé Robert Erfahrung ins Haus holen

Anders ist es mit Zé Roberto. Der 36-Jährige hätte wahrscheinlich die Fitness, weiter auf erstklassigem Niveau zu spielen. Schon jetzt ist er der ausländische Spieler mit den meisten Bundesliga-Einsätzen. Die Frage ist, wo kann er diesen Rekord ausbauen? Ein Schnäppchen ist der Brasilianer nicht, da an ihm noch immer die Finanziers in seiner Heimat mit verdienen. In Frage käme ein Verein, der viele junge Spieler hat, demnächst international spielen darf und damit über das Geld verfügt, um sich mit Musterprofi Zé Roberto Erfahrung ins Haus zu holen.

Allerdings hat Zé Roberto möglicherweise andere Interessen. Bis auf die Champions League hat er alles gewonnen, was es im Vereinsfußball zu gewinnen gibt. So möchte er möglicherweise zum Karriereende noch einmal richtig Geld verdienen. Das geht besonders gut in der US-amerikanischen Major League Soccer. Auch eine Rückkehr zu seinem Heimatklub FC Santos ist möglich.

Wankelmütig ist Torsten Frings. «Ich werde 35 Jahre - ich möchte nicht mehr, es reicht», sagte der Bremer Kapitän noch im Februar. Mittlerweile läuft es bei den Hanseaten sportlich wieder besser - und Frings könnte sich doch vorstellen weiterzumachen. Ein anderer Klub als Werder kommt für ihn nicht in Frage. Den Duft der großen weiten Welt schnupperte er schon in München und er bekam ihm nicht sonderlich gut. Auch eine Karriere nach der Karriere bei Werder ist denkbar.

Zwei Bayern-Kandidaten sind zudem noch in der Verlosung: Hans-Jörg Butt hat dabei die besseren Chancen, in München zu bleiben. Nachdem Thomas Kraft in jedem zweiten Spiel patzt, ist die Verpflichtung von Manuel Neuer beschlossene Sache. Einen Ersatzmann, der bei Bedarf souverän agiert und sicher hält, manchmal sogar noch internationale Klasse ist, wird auch Jupp Heynckes zu schätzen wissen.

Dieselben Argumente könnte man auch für Stürmer Miroslav Klose anlegen. Allerdings kann sich der 32-jährige Nationalspieler im Gegensatz zu Butt nicht mit der Reservistenrolle zufriedengeben. Klose will bei der EM 2012 in seiner Heimat Polen für Deutschland spielen. Dafür braucht er Einsätze. Bundesligaklubs sind ebenso interessiert wie englische und italische Vereine. Klose ist damit die spannendste Personalie unter den ablösefreien Altstars - und wahrscheinlich auch das einzige echte Schnäppchen.

cvd/news.de

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