Fußball «Adiós Liga»: Real begräbt seine Titelchancen

Für Mesut Özil und Sami Khedira scheint der Traum vom Titelgewinn mit Real Madrid geplatzt. Im Kampf um die spanische Fußball-Meisterschaft unterlagen die beiden deutschen Nationalspieler mit den «Königlichen» im eigenen Stadion dem Tabellen-15. Sporting Gijón mit 0:1.

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«Adiós Liga»: Real begräbt seine Titelchancen Bild: dpa

Madrid (dpa) - Für Mesut Özil und Sami Khedira scheint der Traum vom Titelgewinn mit Real Madrid geplatzt. Im Kampf um die spanische Fußball-Meisterschaft unterlagen die beiden deutschen Nationalspieler mit den «Königlichen» im eigenen Stadion dem Tabellen-15. Sporting Gijón mit 0:1.

Der spanische Rekordmeister liegt damit bereits acht Punkte hinter Spitzenreiter FC Barcelona, der beim FC Villarreal einen möglicherweise entscheidenden 1:0-Sieg einfuhr. «Adiós Liga», jammerte das Madrider Sportblatt «Marca», das die Titelchancen Reals acht Spieltage vor Saisonende zur «misión imposible» (unmöglichen Mission) erklärte.

Auch Trainer José Mourinho gab sich pessimistisch: «Tot sind wir zwar nicht, mathematisch ist die Meisterschaft noch nicht verloren. Objektiv gesehen ist es aber praktisch unmöglich, einen Vorsprung von acht Punkten aufzuholen.» Als sei das Schicksal seines Vereins bereits besiegelt, verschwand der Portugiese nicht wie sonst nach dem Abpfiff in der Kabine, sondern ging aufs Spielfeld, um seine Spieler zu trösten. Persönlich war die Niederlage für ihn auch ein schwerer Schlag: Seit neun Jahren und 150 Spielen war Mourinho als Clubtrainer in Heimspielen ungeschlagen geblieben. Zuletzt hatte er am 23. Februar 2002 mit dem FC Porto 2:3 gegen Beira Mar verloren.

Özil, sonst ein Erfolgsgarant bei den Madrilenen, blieb gegen Sporting ungewohnt blass. Der Ex-Bremer spielte zunächst auf der für ihn ungewohnten Rechtsaußenposition, fand aber keine Anspielpartner. Überdies musste Real bei der Generalprobe für das Champions-League-Duell gegen Tottenham Hotspur ohne Cristiano Ronaldo, Xabi Alonso, Karim Benzema und Marcelo antreten. Khedira hatte einige Torchancen, der Ex-Stuttgarter konnte sie aber nicht verwerten. Sporting schoss dagegen nur einmal aufs Tor der «Königlichen» - und traf. Torschütze in der 79. Minute war Miguel de las Cuevas.

Der FC Barcelona ließ sich gegen den FC Villarreal die Chance nicht entgehen. Der Treffer von Verteidiger Gerard Piqué (67.) sorgte allerdings für Polemik, denn der 24-Jährige schien bei der Ballannahme die Hand im Spiel gehabt zu haben. Trainer Josep Guardiola blieb nach dem so wichtigen Sieg wie gewohnt besonnen und warnte vor Euphorie: «Wer sich acht Spiele vor Saisonende und mit acht Punkten Vorsprung bereits als Meister sieht, kann die Liga nur verlieren.» Vielleicht titelte deshalb das katalanische Fachblatt «Sport» lediglich: «Fast Meister!»

news.de/dpa

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