Motorsport Auto-Nobelmarke steigt bei Vettel-Team ein

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Auto-Nobelmarke steigt bei Vettel-Team ein Bild: dpa

Neuer Sponsor und neues Knowhow für den Weltmeister: Die Nobelmarke Infiniti des Automobilherstellers Nissan steigt beim Red-Bull-Team um Formel-1-Champion Sebastian Vettel ein. Neben der Sponsoring- und Marketing-Partnerschaft geht es auch um eine technische Zusammenarbeit.

Berlin (dpa) - Neuer Sponsor und neues Knowhow für den Weltmeister: Die Nobelmarke Infiniti des Automobilherstellers Nissan steigt beim Red-Bull-Team um Formel-1-Champion Sebastian Vettel ein. Neben der Sponsoring- und Marketing-Partnerschaft geht es auch um eine technische Zusammenarbeit.

«Mit den Titeln in der Fahrer und Konstrukteurswertung 2010 und dem neuen Partner gehen wir mit noch mehr Tatendrang in die Saison 2011», sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner in einer Presseerklärung, ehe die neue Zusammenarbeit mit den Japanern beim Genfer Autosalon vorgestellt wurde. Mit dabei am äußersten Ende der Halle war auch Weltmeister Vettel, dessen Bühnenauftritt nach drei Sätzen aber schon wieder beendet war.

Das Engagement läuft erstmal über zwei Jahre, dann soll «Phase 2» geplant sein, bestätigte Andreas Sigl, Global Direktor von Infiniti Formula One, der Nachrichtenagentur dpa. Wie eine über 2013 hinausgehende Partnerschaft konkret aussehen könnte, ist offen. «Red Bull hat immer eine etwas andere Herangehensweise. Als die Infiniti-Verantwortlichen uns ihren innovativen Plan vorgestellt haben, waren wir offen, mit ihnen zu arbeiten», betonte Vettels Teamchef Horner.

Der Name des Herstellers wird unter anderem an exponierten Stellen auf dem neuen Red-Bull-Rennwagen erscheinen. Auch Vettels Mütze war entsprechend ausgezeichnet. Entgegen ersten Spekulationen wird der Renault-Motor im RB 7 allerdings nicht umgetauft, zumindest in den kommenden beiden Jahren nicht.

Dazu muss man wissen: Infiniti ist eine Nissan-Tochter. Und Anteile von Nissan gehören wiederum Renault. Die Franzosen sind in der Formel 1 auch noch mit Lotus Renault vertreten. Das einstige Werksteam des Autobauers gehört allerdings weitgehend einer Investmentgruppe, Renault liefert die Motoren.

«Während Renault mit Recht sehr stolz ist auf seine Errungenschaften in der Formel 1, wissen wir, dass die Zukunft aus Zusammenarbeit besteht», erklärte Renaults Formel-1-Präsident Bernard Rey. In der Pressemitteilung wurde die Partnerschaft von Infiniti, Renault und Red Bull als «einzigartiges Triumvirat» bezeichnet.

Und wenngleich es die Allianz von Red-Bull-Motorenlieferant Renault und Nissan seit längerem gibt, ist der Infinti-Einstieg durchaus bemerkenswert. In den vergangenen Jahren hatten Nissans japanische Rivalen Honda und Toyota sowie der deutsche Autobauer BMW die Formel 1 verlassen. Durch die Maßnahmen zur Kostensenkung und die Reform der Motoren ab 2013 wurde der Entschluss von Infiniti offensichtlich beschleunigt. Binnen fünf, sechs Monaten sei der Prozess konkret geworden, sagte Sigl der dpa.

Der Gewinn der beiden WM-Titel dürfte die Entscheidung zudem erleichtert haben, beim Red-Bull-Team von Dietrich Mateschitz einzusteigen. Der Milliardär aus Österreich hatte den Jaguar-Rennstall übernommen und 2005 Premiere in der Königsklasse des Motorsports gefeiert, der zudem auch das Team Toro Rosso an den Start schickte.

Im vergangenen Jahr sicherte sich Red Bull durch den 23-jährigen Vettel erstmals die Fahrer-Weltmeisterschaft. Außerdem holten Vettel und sein australischer Teamkollege Mark Webber mit dem Team auch den Konstrukteurs-Titel.

news.de/dpa

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