Fußball Alarm bei der Eintracht - Weiter ohne Amanatidis

Wieder aufwärts oder weiter nach unten? Für Eintracht Frankfurt und Trainer Michael Skibbe steht zum Auftakt des 23. Spieltags der Fußball-Bundesliga die sportliche Zukunft auf dem Spiel.

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Alarm bei der Eintracht - Weiter ohne Amanatidis Bild: dpa

Nürnberg (dpa) - Wieder aufwärts oder weiter nach unten? Für Eintracht Frankfurt und Trainer Michael Skibbe steht zum Auftakt des 23. Spieltags der Fußball-Bundesliga die sportliche Zukunft auf dem Spiel.

Angesichts der niederschmetternden Rückrundenbilanz von einem Punkt und null Toren geht auf der «Baustelle» Eintracht vor dem Gastspiel beim 1. FC Nürnberg die Angst um den Klassenverbleib um. «Jeder weiß, was die Stunde geschlagen hat und dass wir Punkte holen müssen, um aus der Abstiegszone herauszukommen. Wir wollen endlich die Kehrtwende schaffen», sagte Eintracht-Trainer Michael Skibbe.

Der «Club» lässt sich vom Sturzflug der Frankfurter Adler nicht verführen. «Ich messe eine Mannschaft nie an den jüngsten Ergebnissen, sondern immer am Optimum», betonte Trainer Dieter Hecking.

Frankfurts Optimum liegt allerdings lange zurück. Nach einer guten Hinrunde folgte ein katastrophaler Rückrundenstart. Der letzte Sieg war das 1:0 gegen Borussia Dortmund am 18. Dezember, Torjäger Theofanis Gekas hat wie die gesamte Mannschaft seit 453 Spielminuten Ladehemmung. «Wenn man wie wir die schlechteste Mannschaft der Rückrunde ist, läuten die Alarmglocken», räumte Vorstandschef Heribert Bruchhagen ein, «in den nächsten vier Spielen sind wir dazu verpflichtet, sportlichen Erfolg zu haben, sonst wird es ausgesprochen prekär».

Skibbe, nach dem Alleingang mit der Suspendierung von Ioannis Amanatidis in seiner Autorität geschwächt, will in Nürnberg das Erfolgserlebnis, das die Frankfurter Sorgen zumindest lindern würde. «Ich erwarte von meiner Mannschaft eine Reaktion. Ich hoffe, dass wir endlich in der Lage sind, Tore zu erzielen, die für einen Auswärtssieg reichen», erklärte der Coach.

Er muss auf die verletzten Sebastian Jung und Caio verzichten. Auch Amanatidis wird fehlen, obwohl Bruchhagen dem «enfant terrible» zuletzt eine Rückkehr in den Kader in Aussicht stellte. «Ich werde darauf einwirken. Mir ist daran gelegen, dass wir ein harmonisches Umfeld haben», sagte Bruchhagen, «sich im Sport kategorisch festzulegen, sollte man nicht tun».

Skibbe deutete zwar an, dass seine Entscheidung nicht unumstößlich sei, aber eine Annäherung ist noch nicht in Sicht. Zwar führte der Coach am Mittwoch eine lange Unterredung mit Bruchhagen, ein Gespräch mit Amanatidis gab es jedoch nicht. «Es gibt nichts Neues. Er steht nicht im Kader», teilte Skibbe mit.

Die Nürnberger sind bis auf das Bangen um den Einsatz der Stammkräfte Juri Judt (Mittelohrentzündung) und Jens Hegeler (grippaler Effekt) sorgenfrei. Trainer Hecking hofft nach zuletzt drei Siegen auf eine Fortsetzung der Erfolgsserie. «Frankfurt ist eine Reifeprüfung. Bei einem Sieg kann es ein guter Freitagabend werden», sagt der FCN-Coach, «aber wir werden nicht im Hurra-Stil auftreten, sondern müssen wie zuletzt aggressiv und zweikampfstark auftreten.»

Der «Club» könnte sich zumindest bis Samstag auf den sechsten Tabellenplatz verbessern, über mehr als den Klassenerhalt will Hecking aber nicht reden. «Wir sind nicht in einer Situation, in der wir uns neue Ziele setzen müssten», warnt er vor übertriebener Euphorie. «Zufriedenheit ist der größte Feind des Erfolges», pflichtet Abwehr-Stratege Timmy Simons dem Trainer bei: «Wenn wir jetzt denken, alles geht von alleine, dann wird es sehr gefährlich.»

news.de/dpa

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