Adrenalinsucht Die Formel 1 ist nicht genug

Robert Kubica verunglückte in einem Rallye-Wagen. Der Pole ist nicht der einzige Fahrer, der auch abseits der Formel-1-Strecke den Kick sucht. Viele Piloten haben Hobbys, die gefährlich sind. News.de weiß, welche das sind.

Sebastian Vettel (Foto)
Sebastian Vettel auf einem Jetski. Bild: dpa
Die Rennstrecken der Formel1

Der schwere Unfall von Formel-1-Pilot Robert Kubica hat in der Motorsportwelt für Besorgnis und Entsetzen gesorgt. Dem 26-jährigen Polen wurde seine Rallye-Leidenschaft zum Verhängnis. «Ich liebe es, einen Rallye-Wagen zu fahren», sagte Kubica sogar, nachdem er bei einem Unfall im Straßenverkehr 2003 einen Armbruch erlitten hatte. Der Rennstall Lotus Renault erlaubte seinem vollgas-verrückten Angestellten die Offroad-Ausflüge. «Er liebt den Rallye-Sport. Wir kannten das Risiko und er auch», sagte Teamchef Eric Boullier nach dem Horror-Crash.

Rallye-Abstecher sind nichts Neues. Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen startete ebenfalls während seiner Formel-1-Karriere bei Rallyes. Im Gegensatz zu anderen Sportarten lassen sich die Piloten ihre teilweise gefährlichen Hobbys nicht nehmen. Schließlich wird das Ausüben von Risiko-Sportarten beispielsweise in Fußballer-Verträgen gerne mal verboten oder zumindest stark eingeschränkt.

Motorsport: Die Hobbys der Formel-1-Piloten

Reicht also den Formel-1-Stars der Geschwindigkeitsrausch bei bis zu 350 km/h während der Grand-Prix-Rennen nicht aus? Würde man nicht erwarten, dass sie abseits der Strecke nach Ruhe und Entspannung suchen? Weit gefehlt: Ein Blick auf die Freizeitaktivitäten der Fahrer zeigt, dass die meisten stetig auf der Suche nach Adrenalin-Schüben zu sein scheinen.

Schumacher stürzte mit dem Motorrad

So auch Rekordweltmeister Michael Schumacher. Der 42-Jährige ist sportbesessen und dabei auch ein passionierter Motorradfahrer. Und das nicht nur auf normalen Straßen. Schumacher fuhr auch schon Rennen. Bei einer Testfahrt im spanischen Cartagena stürzte er im Februar 2009 schwer. Wie sich erst nachträglich herausstellte, zog er sich damals Brüche im Hals- und Kopfbereich zu. Das Comeback im selben Jahr für Ferrari platzte.

Auch Sebastian Vettel gibt zur Ablenkung vom Rennzirkus Vollgas. Der Weltmeister aus Heppenheim brettert liebend gerne mit einem Jetski übers Wasser. Sein Red-Bull-Teamkollege Mark Webber schnappt sich hingegen in der Freizeit sein Fahrrad. Aber auch das hatte schon Konsequenzen: Bei einem Benefiz-Wettkampf auf Tasmanien stieß der Australier mit einem Auto zusammen und erlitt einen Beinbruch. Begeisterte Radfahrer sind auch Ex-Weltmeister Jenson Button, der sich so für seine Triathlon-Ausflüge fit hält, Nico Rosberg, der ebenfalls die Dreikampf-Leidenschaft für sich entdeckt hat, aber auch gerne mal ohne Helm auf dem Motorroller unterwegs ist, oder Timo Glock, der sich nebenbei noch bei einer japanischen Kampfsportart auspowert.

Aber es gibt auch Ausnahmen, und da sticht vor allem der deutsche Force-India-Pilot Adrian Sutil hervor. Der Münchener schlägt leisere Töne an, wie Sie in unserer Fotostrecke sehen werden.

Klicken Sie sich durch die Hobbys der Formel-1-Stars.

eia/ivb/news.de/dpa

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