Biathlon Ruhe vor dem WM-Sturm: Henkel und Co. in den USA

Ruhe vor dem WM-Sturm: Henkel und Co. in den USA (Foto)
Ruhe vor dem WM-Sturm: Henkel und Co. in den USA Bild: dpa

Den ersten Übersee-Trip in diesem Jahr nutzte Andrea Henkel erstmal zum Entspannen. Eine Woche früher als ihre Teamkolleginnen flog die zweimalige Biathlon-Olympiasiegerin nach Lake Placid - an der Seite ihres amerikanischen Freundes Tim Burke.

Presque Isle (dpa) - Den ersten Übersee-Trip in diesem Jahr nutzte Andrea Henkel erstmal zum Entspannen. Eine Woche früher als ihre Teamkolleginnen flog die zweimalige Biathlon-Olympiasiegerin nach Lake Placid - an der Seite ihres amerikanischen Freundes Tim Burke.

Eine kurze Pause, Zeit für Zweisamkeit - im stressigen Weltcup-Zirkus bleibt das Private zu oft auf der Strecke. «Ich habe erst einmal einmal ein paar Tage regeneriert, ehe ich wieder ins Training eingestiegen bin», sagte die dienstälteste Deutsche vor dem Beginn des Weltcups am Freitag in Presque Isle/Maine, der ersten von zwei Stationen in den USA.

Erholung - wenn auch nur kurz - hatte die 33-Jährige auch bitter nötig. Nach den für sie so erfolgreichen Weltcups in Oberhof, Ruhpolding und Antholz, wo sie in den Einzelrennen insgesamt viermal Zweite und einmal Dritte wurde, waren die Akkus leer. «Nach dem Trubel dort freue mich schon auf die etwas ruhigeren Weltcups hier. Das ist für mich hier inzwischen ja quasi ein halber Heimweltcup und ich hoffe schon, dass ich auch wieder in Richtung Podium laufen kann», sagte Henkel, die am Montag mit dem US-Team in einer Privatmaschine von Lake Placid nach Presque Isle flog.

Während die sechsmalige Weltmeisterin vier Wochen vor dem WM-Start im sibirischen Chanty-Mansijsk mit ihren Leistungen im Soll liegt, verlief die Saison für ihren fünf Jahre jüngeren Lebensgefährten bisher enttäuschend. «Das ist eine einprägsame Saison, wenn auch nicht aus den Gründen, die ich gerne hätte», meinte der im Gesamtweltcup nur auf Position 37 geführte Burke. «Ich konnte bisher mein Potenzial noch nicht abrufen.» Im Dezember 2009 hatte sich Burke noch als erster Amerikaner das Gelbe Trikot des Weltcup-Gesamtführenden überstreifen dürfen.

Bei den Rennen in Presque Isle und kommende Woche in Fort Kent will auch Superstar Magdalena Neuer wieder vorne mitmischen und vor allem eines: gesundbleiben. «So langsam reicht es mit den Krankheiten. Ich hoffe, dass ich den Rest der Saison nun nicht mehr pausieren muss», meinte die Doppel-Olympiasiegerin, die wegen Erkältungen schon mehrere Rennen auslassen und damit den erneuten Gewinn der großen Kristallkugel vorzeitig abschreiben musste.

Beim Saisonhöhepunkt in Sibirien möchte sie dann ihre nächsten Titel und Medaillen einfahren. «Vor allem bei der WM will ich dann wieder richtig angreifen. Damit diese Rechnung aufgeht, will ich natürlich bereits bei den Rennen in Amerika wieder in Schwung kommen», sagte Neuner, die am 9. Februar ihren 24. Geburtstag feiert.

Eine planmäßige Pause macht hingegen Michael Greis. Der dreimalige Olympiasieger trainiert derzeit zu Hause in Ruhpolding und wird erst am kommenden Montag nach Fort Kent reisen. Für Simon Schempp ist die Saison beendet. Somit schickt Bundestrainer Uwe Müssigang mit Henkel, Neuner, Tina Bachmann, Sabrina Buchholz, Miriam Gössner sowie Kathrin Hitzer sechs Frauen und dem wieder genesenen Andreas Birnbacher, Daniel Böhm, Arnd Peiffer, Christoph Stephan und Alexander Wolf fünf Männer in die Loipe.

«Presque Isle und Fort Kent sehen wir in erster Linie als letzte Möglichkeit zu einer Standortbestimmung unter ruhigen Vorzeichen, ehe es dann schon Richtung Weltmeisterschaften geht. Hinsichtlich der endgültigen WM-Nominierung werden wir deshalb auch die Rennen in Übersee komplett abwarten», sagte Müssiggang.

news.de/dpa

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