DFB-Pokal VfB zittert vor Bayern und Fans

VfB zittert doppelt (Foto)
Nur drei Tage nach dem Duell in der Bundesliga treffen der VfB und die Bayern erneut aufeinander. Bild: dpa

Revanche oder Radau: Der VfB Stuttgart bangt vor dem Achtelfinale im DFB-Pokal gegen die Bayern doppelt. Sollte den Schwaben keine Wiedergutmachung für die Ligapleite gelingen, droht die Wut der Fans zu eskalieren.

Der VfB Stuttgart steht vor dem Pokalachtelfinale gegen den FC Bayern München (20.30 Uhr live im ZDF, auf Sky und im news.de-Liveticker) unter Druck. Sollte beim zweiten Süd-Schlager innerhalb von drei Tagen gegen den Cup-Verteidiger keine Revanche für die 3:5-Niederlage in der Fußball-Bundesliga gelingen, könnte sich die Wut der frustrierten Fans noch drastischer entladen. «Hass oder totale Abneigung ist nur kontraproduktiv», appellierte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic am Dienstag an die «Ultras». In dieser «schwierigen Situation müssen alle zusammenstehen.»

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Van Gaal: «Frohe Weihnachten nur bei Sieg»

Der FC Bayern indes hofft auf eine weitere Gomez-Gala, um den nächsten Schritt zum 16. Pokal-Triumph zu machen. Und für Louis van Gaal wird das abschließende Pokal-Duell zum entscheidenden Stimmungstest. «Anders als beim Spiel in der Bundesliga geht es um Tod oder Gladiolen, drin oder raus. Und das beeinflusst auch unsere Winterpause, ob wir frohe Weihnachten haben oder nicht», sagte der Bayern-Trainer. «Wir müssen gewinnen», erklärte van Gaal. Nur dann sei die Bilanz nach einer Hinrunde unter «schwierigen Umständen» für ihn akzeptabel.

Auch Stuttgart rechnet sich durchaus Chancen auf den Viertelfinal-Einzug aus, obwohl der Tiefschlag beim Tabellenvorletzten Tristesse ausgelöst hat. «Wir müssen mit dem gleichen Engagement in die Partie gehen wie beim 3:5 und die Fehler abstellen», sagte Trainer Bruno Labbadia. «Dann haben wir die Chance, eine Runde weiterzukommen.»

Die nach dem Abpfiff von den «Ultras» in der Untertürkheimer Kurve beschimpften Profis hoffen wie die Verantwortlichen, mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause zu gehen und damit auch die Anhänger etwas für die vollkommen verkorkste Hinrunde versöhnen zu können. «Wir kriegen die Niederlage natürlich bis Mittwoch nicht aus dem Kopf, aber das Pokalspiel ist eine Riesenchance für uns», sagte Christian Gentner. Cacau konstatierte: «Ein Sieg im Pokal wäre jetzt ein kleiner Trost und gut für den Start ins neue Jahr.»

Letzte Hoffnung für Wolfsburg

Für den VfL Wolfsburg ist der DFB-Pokal die letzte Hoffnung im Rennen um die Europapokal-Qualifikation. Nach einer völlig verkorksten Hinrunde in der Bundesliga mit nur 19 Punkten hat der Meister von 2009 gegen den Zweitligisten Energie Cottbus (19.00 Uhr auf Sky und im news.de-Liveticker) das Weiterkommen fest eingeplant. «Es ist ein einfaches Spiel, denn es zählt nur der Sieg. Der Pokal ist der kürzeste Weg nach Europa», sagte VfL-Coach Steve McClaren vor der Achtelfinalpartie.

Ein persönliches Alles-oder-Nichts-Spiel für den Trainer wird das K.-o.-Match aber wohl nicht. Nach der furiosen Schlussviertelstunde beim 2:2 gegen Hoffenheim, in der die Mannschaft mit toller Moral einen Punkt und dem Trainer den Job rettete, scheint McClaren zunächst aus der Schusslinie. Bei einer normalen Leistung dürfte er selbst bei einem Ausscheiden mit dem VfL in die Rückrunde gehen und soll dann mit ein, zwei neuen Spielern die Wende schaffen. «Wir werden uns die nächsten zwei, drei Tage absprechen, was wir tun werden», bekräftigte McClaren.

Frankfurt hofft auf Geldsegen - Köln auf Poldi

Seinen Aufschwung fortsetzen will Eintracht Frankfurt bei Alemannia Aachen (20.30 Uhr live auf Sky und im news.de-Liveticker). Der Tabellensiebte aus Hessen hat noch Rückenwind nach dem 1:0-Sieg gegen Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund.  Auch der kriselnde 1. FC Köln hofft auf einen Erfolg im Kräftemessen (19.00 Uhr auf Sky und im news.de-Liveticker) mit dem Zweitligisten MSV Duisburg.

Das Erreichen des Viertelfinales wäre für die Vereine nicht nur psychologisch, sondern auch finanziell eine aufbauende Sache - 1,125 Millionen Euro winken dann garantiert. Gegen diesen Geldsegen würde sich Eintracht Frankfurt sicher nicht sträuben. Nach Abschluss der erfolgreichsten Bundesliga-Hinrunde seit 17 Jahren will die Elf von Coach Michael Skibbe ein furioses Jahr abschließen.

Der 1. FC Köln hofft gegen den MSV Duisburg sehnsüchtig auf die Rückkehr von Nationalstürmer Lukas Podolski. «Ich gehe davon aus, dass er zur Verfügung stehen wird und spielen kann», sagte Trainer Frank Schaefer. Podolski hatte wegen eines Bänderrisses im Sprunggelenk pausiert.

phs/reu/news.de/dpa

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