2. Bundesliga Aue grüßt von oben

Aue die neue Nummer eins  (Foto)
Aues Jan Hochscheidt (vorn) bringt sich vor Aachens Mirko Casper in den Ballbesitz. Bild: dpa

Von news.de-Redakteur Michael Heinrich
20 Jahre nach der deutschen Fußball-Einheit steht ein Ostverein besser da denn je: Der FC Erzgebirge Aue hat Hertha BSC Berlin verdrängt und ist nun Tabellenführer der 2. Bundesliga. Daran können auch Duisburg und Cottbus, die heute aufeinander treffen, nichts ändern.

Weil Hertha BSC Berlin beim VfL Osnabrück (0:2) patzte, steht der FC Erzgebirge Aue zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung ganz oben. Die Mannschaft von Trainer Rico Schmitt gewann am Sonntag gegen Alemannia Aachen. Das 2:1(1:0) war der sechste Sieg im sechsten Spiel im heimischen Erzgebirgsstadion. Überschwänglicher Jubel kam aber nur von den rund 11.000 Zuschauern, die Verantwortlichen und Spieler stapelten tief: «Unser Ziel bleibt, und das sind 40 Punkte», sagte Siegtorschütze Jan Hochscheidt. Aktuell hat Aue bereits 30 Zähler.

«Es ist den Menschen hier gelungen, den Verein weitgehend ohne fremde Hilfe zu dem zu machen, was er ist: Zurzeit die Nummer eins bezogen auf die neuen Bundesländer», schrieb Aues langjähriger Präsident Uwe Leonhardt im Grußwort der Stadionzeitschrift. Das hatte Aachens Trainer Peter Hyballa vergessen. Vor der Partie äußerte er sich despektierlich über den Fußball-Osten und Aue. «Das hat noch einmal ein paar Prozente mehr Motivation bei uns herausgekitzelt. Jetzt weiß hoffentlich auch der Letzte, also Aachens Trainer, wer Aue ist», sagte Mittelfeldmann Marc Hensel mit großer Genugtuung.

Aue brannte darauf, es den Aachenern und seinem Trainer zu zeigen. Nach dem Führungstreffer von Adli Lachheb (24.) hatten die Hausherren das Spiel völlig im Griff. Aachen fand gar nicht statt. Trotz guter Chancen konnte Aue aber nicht nachlegen. Erst in der 61. Minute gelang dies Hochscheidt (61.) nach Kopfballvorlage von Hensel. Die Gäste kamen durch einen Elfmeter von Marco Höger (68.) noch zum Anschluss. Aue hätte den Sieg aber noch höher gestalten können. «Wir haben das beste Saisonspiel gemacht und sind wie ein Spitzenreiter aufgetreten Phasenweise haben wir Aachen an die Wand gespielt», sagte Hensel.

Zeitgleich gelang es dem FC Augsburg durch ein 3:1 gegen den Karlsruher SC, wieder näher an die Spitze heranzurücken udn auch Greuther Fürth ist durch ein 4:0 in Paderborn wieder im Rennen. Der FCA kam aber erst nach dem Platzverweis von Matthias Langkamp in Fahrt. Torsten Oehrl und Michael Thurk stellten in den Schlussphase den glanzlosen Sieg sicher. Beim KSC saß Interimstrainer Michael Kauczinski mangels Fußballlehrer-Lizenz zum letzten Mal auf der Bank. Uwe Rapolder ist der neue Trainer. Er wurde am heutigen Montag vorgestellt.

Frust schob dagegen 1860 München. Beim 3:3 gegen den FSV Frankfurt vergaben die «Löwen» eine 3:1-Führung. «Das ist bitter, wenn man eine Führung verspielt und dann auch ein paar Matchbälle vergibt», ärgerte sich 1860-Trainer Reiner Maurer nach der turbulenten Partie. «Das war ein Spiel mit offenem Visier und hätte keinen Verlierer verdient gehabt», sagte FSV-Coach Hans-Jürgen Boysen. Zum Abschluss des 13. Spieltags heute (20.15 Uhr live im news.de-Ticker) empfängt der MSV Duisburg im Verfolgerderby Energie Cottbus. Falls Duisburg gewinnt, würden bereits fünf Punkte zwischen dem Spitzentrio und Platz vier liegen.

 

Das Montagsspiel sowie alle weiteren Partien des Spieltags und die Tabelle finden Sie im news.de-Liveticker.

kru/news.de

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