Nationalelf Schürrle, Götze und Holtby für Deutschland

In der Bundesliga sorgen Jungstars wie Lewis Holtby oder Mario Götze für Erstaunen und Entzücken. Jetzt versprach ihnen Bundestrainer Joachim Löw ein Länderspiel-Debüt noch in diesem Jahr. Der Ernstfall gegen die Türkei kommt für die Talente aber noch zu früh.

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Die Mainzer Andre Schürrle (r) und Lewis Holtby feiern. Bild: dpa

Joachim Löw will die Bundesliga-Jungstars des FSV Mainz 05 und von Borussia Dortmund noch in diesem Jahr in die Fußball-Nationalmannschaft berufen. Eine Nominierung von Newcomern wie Lewis Holtby, André Schürrle oder Mario Götze schon für das wichtige EM-Qualifikationsspiel gegen die Türkei in der kommenden Woche schloss der Bundestrainer aber aus. «Ich denke, für sie ist es besser, bei der U21 zwei Spiele über 90 Minuten zu absolvieren als bei uns nur auf der Bank zu sitzen. Aber alle werden noch in diesem Jahr ihre Chance erhalten bei uns», sagte Löw in einem Interview der Bild-Zeitung.

Beim Testspiel gegen Schweden in Göteborg am 17. November sollen die furios in die Bundesliga gestarteten Nachwuchskräfte aber zum Aufgebot des WM-Dritten zählen. «Ja, das wird ein Spiel, in dem ich viel testen und ausprobieren werde», kündigte Löw an. Der DFBDeutscher Fußballbund -Chefcoach nannte zudem die Dortmunder Kevin Großkreutz und Mats Hummels als Kandidaten für das A-Team und zeigte sich begeistert über die Auftritte von Bundesliga-Spitzenreiter Mainz 05. «Es ist toll zu sehen, was sich da gerade in Mainz entwickelt.»

Löw setzt auf Helmes

Seinen Kader für die letzten Pflichtspiele des Jahres am 8. Oktober in Berlin gegen die Türkei und vier Tage später in Kasachstan will Löw am Freitag bekanntgeben. Im Aufgebot für die Quali-Partien auf dem Weg zur EM 2012 dürften vornehmlich Spieler sein, die auch zum WM-Aufgebot gehörten. Gute Chancen hat offenbar zudem der Leverkusener Patrick Helmes, den Löw lobend hervorhob. Den Angreifer wolle er «gerne integrieren», sagte er.

Für die letzten wichtigen Partien des WM-Jahres will der 50-Jährige den bestmöglichen Kader beisammen haben - ohne Rücksicht auf Vereinsinteressen. «Ich nehme Rücksicht, wo ich kann. Aber bei einem Spiel wie jetzt gegen die Türkei kann es keine Kompromisse geben. Wir werden im Training die Intensität drosseln und auf die Spieler individuell abstimmen. Aber ich werde auf keinen Spieler verzichten», sagte Löw.

Der Bundestrainer sagt Kuranyi ab und setzt weiter auf Gomez

Die derzeit mäßige Form vieler DFB-Akteure hänge mit den Belastungen zusammen. «Wir wollen doch attraktive Spiele sehen und dafür qualitativ die besten Spieler haben. Dann müssen wir auch die Voraussetzungen dafür schaffen.»

Eine erneute Absage bekam der nach Russland gewechselte Ex-Schalker Kevin Kuranyi. «Ich möchte lieber Spieler holen, die unsere Philosophie umsetzen. Deshalb sehe ich bei uns andere Spieler als Kevin, der ja eher von langen Bällen lebt. Ich setze lieber auf Kombinationsspieler», sagte Löw. Unterstützung bekommt hingegen der weiter glücklose Mario Gomez. «Mario macht eine schwere Phase durch in München, keine Frage», betonte der Bundestrainer. Aber: «Ich traue Mario weiterhin den internationalen Durchbruch zu.»

hem/iwi/news.de/dpa

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