Tops & Flops Klopp strahlender Zweiter - Bayern trifft nicht

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So strahlen Sieger: Jürgen Klopp. Bild: imago

Von news.de-Redakteur Michael Heinrich
Mainz bleibt vorn, wie es singt und lacht. Mehr noch freut sich aber BVB-Trainer Jürgen Klopp über die derzeitige Situation: Mit Dortmund ist er die Nummer zwei, nur sein geliebter Ex-Verein steht vor ihm. News.de blickt auf die Gewinner und Verlierer des Spieltags.

Die Gewinner:

Für Grafite, so schien es, war kein Platz mehr. Der Torschützenkönig von 2009 versauerte auf der Bank, doch spätestens nach seinem zweiten Doppelpack ist er beim VfL Wolfsburg wieder unersetzlich. Trainer Steve McClaren hat sein Spielsystem wieder auf zwei Stürmer umgestellt, auch der Rest der Mannschaft spricht sich dafür aus. Marcel Schäfer: «Das passt im Moment besser zu uns.» Mit vier Toren ist Grafite derweil schon wieder auf dem Weg an die Spitze der Torjägerliste.

Jürgen Klopp hat gut lachen: Derzeit beneiden ihn fast alle Bundesligatrainer um sein perfekt harmonierendes Ensemble: Der BVB spielt wie aus einem Guss, schießt Tore und hat sogar die Tabellenspitze im Blick. Da steht der 1. FSV Mainz noch immer nach seinem sechsten Sieg in Serie. «Das ist schon okay - Mainz ist der einzige Verein, der vor uns stehen darf», sagte Klopp über seinen geliebten Ex-Verein.

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Raúl hat seine Ladehemmung abgelegt. In der 600. Minute seines Schalke-Daseins traf der Star endlich. Das Tor war umso sehenswerter: Energisch setzte er sich gleich gegen drei Abwehrspieler durch und verlud Gladbachs Torwart Logan Bailly. Der eine Treffer reichte schon, um die Schalker Fans in Extase zu versetzen. Um Schalke aus der Krise zu schießen, muss der Spanier aber am nächsten Spieltag noch nachlegen.

Rolf Töpperwien kommentierte mit Bremen gegen Hamburg sein letztes Spiel. Der ZDF-Reporter geht mit 60 schon in den Ruhestand. Glückwunsch dazu aus dem Land der Rente mit 67! Seine Abschiedsparty war der Renner: Unter den prominenten Gästen waren unter anderen Oliver Kahn, Thomas Tuchel und Mario Basler.

Hannover 96 ist neuer Tabellendritter. Noch nie starteten die Niedersachsen besser in eine Bundesligasaison: Vier Siege und 13 Punkte nach dem 6. Spieltag sind Vereinsrekord. Dabei wurde Mirko Slomka nach dem Aus im DFB-Pokal bei der SV Elversberg schon als heißer Kandidat auf die erste Trainerentlassung gehandelt. «Damit hat niemand gerechnet», bemerkte Slomka im Angesicht des Erfolges.

Die Verlierer:

Der Bayern-Offensive fehlt die Durchschlagskraft. Toni Kroos, Ivica Olic und Miroslav Klose treffen nicht. Einzig Thomas Müller hat zwei Tore auf seinem Konto. Fünf Tore sind ein Armutszeugnis und stellen den FC Bayern mit Köln und Nürnberg auf eine Stufe. Bedenkt man, dass einer der Treffer auch noch ein Eigentor des Mainzer Bo Svensson war, steht fest: diese Offensivabteilung des FC Bayern ist momentan die schlechteste der Liga.

Piotr Trochowski verschuldete die 2:3-Niederlage des HSV im prestigeträchtigen Nordderby bei Werder Bremen. Sein Ballverlust ermöglichte das Siegtor von Hugo Almeida. Trainer Archim Veh stauchte den Nationalspieler noch am Tatort zusammen. «Ich habe mich maßlos geärgert», schimpfte Veh.

Didier Ya Konan, der bislang einen tollen Lauf hatte und dreimal traf, muss wohl länger pausieren. Im Spiel beim 1. FC Kaiserslautern verletzte sich der 96-Stürmer: Die Diagnose Innenbandverletzung klingt nach mindestens einem Monat untätigem Zuschauen. Hoffentlich kann er seine gute Form bis zu seiner Rückkehr konservieren.

Schiedsrichter Markus Schmidt übersah im Spiel Wolfsburg gegen Freiburg, dass sich Diego bei einem Freistoß den Ball drei Meter zu weit vorlegte (nach innen). Normalerweise achten die Referees peinlich genau darauf, dass der Ball dort weitergespielt wird, wo das Foul stattgefunden hat. Diego nutzte die Chance und bediente Grafite, der das Siegtor für Wolfsburg erzielte. Freiburgs Trainer Robin Dutt prangerte den Fehler zu Recht an.

Karl-Heinz Rummenigge musste sich an seinem 55. Geburtstag die Niederlage des FC Bayern München gegen den 1. FSV Mainz anschauen und hinterher auch noch zahlreiche Fragen zur Krise beantworten. «Man kann es sich halt nicht aussuchen», erklärte der Vorstandschef im Interview mit der Bild.

phs/ivb/news.de

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