Michael Ballack Kapitän ohne Stammplatz

Ballack weiter Kapitän - Lahm als Ersatz (Foto)
Laut Bild-Zeitung bleibt Michael Ballack Kapitän. Bild: dpa

Bundestrainer Joachim Löw hat sich für Michael Ballack als Kaptiän der Nationalmannschaft entschieden - sofern er spielt. Sollte Ballack nicht auflaufen, übernimmt Philipp Lahm «als erster Stellvertreter» das Amt. Dazu entschied sich Löw auch in der Torwart-Frage.

Nach der Mannschaft hat Bundestrainer Joachim Löw die Öffentlichkeit bei der Pressekonferenz der Nationalmannschaft in Frankfurt über seine Planungen in der Kapitänsfrage auf dem Weg zur Fußball-EM 2012 unterrichtet. Nach wochenlangem Rätselraten werden der seit 2004 amtierende Michael Ballack und der während der WM in Südafrika als Spielführer fungierende Münchner Philipp Lahm eine Art Doppelspitze bilden. Löw erklärte, «dass Michael Ballack der Kapitän unserer Mannschaft bleibt» und Philipp Lahm als sein «erster Stellvertreter» fungiert.

Da Ballack beim Start in die EM-Qualifikation wegen mangelnder Fitness fehlt, wird Lahm am 3. September gegen Belgien und danach gegen Aserbaidschan als Kapitän fungieren. Löw erklärte, er habe ein persönliches Gespräch mit Ballack geführt. «Ich habe ihm in aller Offenheit gesagt, dass ich ihn noch nicht in der Verfassung sehe, dass er uns weiterhilft», sagte Löw. Der in der Vergangenheit stets gesetzte Kapitän ist sportlich in die Rolle des Herausforderers geraten. «Im Moment» sehe er das WM-Duo Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira im defensiven Mittelfeld vorne. «Bei der WM haben Schweinsteiger und Khedira das absolut nach meinen Vorstellungen erfüllt», sagte Löw.

Michael Ballack
Ciao, Capitano

Lahm bekam von Löw zwar den Wunsch erfüllt, die Binde nach der WM nicht freiwillig zurückgeben zu müssen. Mit seinem Anspruch, Ballack schon jetzt dauerhaft als Kapitän abzulösen, scheiterte der Münchner dagegen. «Philipp hat die Entscheidung absolut akzeptiert», berichtete Löw, der die Mannschaft am Dienstagabend unterrichtet und zuvor mit Lahm ein persönliches Gespräch geführt hatte.

Im Tor wird wie bei der WM Manuel Neuer stehen. Der Schalker erhält den Vorzug gegenüber dem genesenen René Adler. Der Leverkusener hatte das Turnier in Südafrika wie Ballack wegen einer Verletzung verpasst und teilt sich die Rolle der Nummer zwei mit Tim Wiese. «Manuel Neuer hat ein hervorragendes Turnier gespielt, wo wir mit seinen Leistungen sehr zufrieden waren», sagte Löw.

Löw: «Es geht nicht um Machtspielchen oder Demontagen»

In einer Teamsitzung am Dienstagabend hatte der 50-Jährige nach Angaben der Bild-Zeitung die Nationalspieler über die künftige Verfahrensweise informiert. Frühestens für den Doppelspieltag im Oktober gegen die Türkei und in Kasachstan könnte Ballack von Löw wieder berufen werden und dann als Kapitän seine Länderspiele 99 und 100 bestreiten.

Löw hat dem Machtkampf zwischen Ballack und Lahm zunächst einmal etwas an Brisanz genommen. «Die WM hat gezeigt, dass wir die Verantwortung auf mehrere Schultern übertragen müssen. Man hat auch gesehen, einer allein kann es nicht. Es sind viele Chefs auf dem Platz gefragt», verdeutlichte Bierhoff die Vorstellungen der sportlichen Leitung. In Frankfurt sagte Löw nun: «Es geht in der Mannschaft nicht um irgendwelche Machtspielchen oder Demontagen.»

Von Szepan bis Lahm
Deutschlands WM-Kapitäne

Nach der Kapitänsentscheidung soll der Fokus nun ganz auf den Start in die EM-Qualifikation gerichtet werden. Vor der Reise nach Belgien an diesem Donnerstag wird die Nationalmannschaft noch einmal in Frankfurt trainieren. An der ersten Übungseinheit am Dienstagabend hatten bis auf den Leverkusener Stefan Kießling (Rückenprobleme) alle Akteure teilgenommen. «Wir wollen die Euphorie, die wir bei der WM entfacht haben, weiter vorantreiben», erklärte Bierhoff vor dem Start der Qualifikation in Belgien. Weitere Gegner des WM-Dritten in Gruppe A sind die Türkei, Österreich, Kasachstan und Aserbaidschan. Nur der Gruppensieger qualifiziert sich direkt für die EM-Endrunde im Sommer 2012 in Polen und der Ukraine.

cvd/kru/hem/news.de/dpa

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • JoDo
  • Kommentar 1
  • 01.09.2010 08:46

Wenn wir jetzt mal ganz vom Menschlichen absehen wo er, MB, in letzter Zeit (letzter Zeit?) nicht gerade das Gelbe vom ist+war was will Löw mit ihm in dieser Mannschaft? Er passt einfach nicht mehr in diesen Haufen junger Wilder die noch den Biss und Willen haben etwas ganz grosses zu erreichen und die sich wie es scheint zu einem Schmuckstück des Deutschen Fußballs entwickeln. Chelsea hat ihn nicht ohne Grund ziehen lassen. Er ist einfach zu langsam für den schnellen. modernen Fußball der heutzutage in großen Vereinen und Nationalmannschaften gespielt wird. Das gibt nur Unruhe im TEAM.

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