Juwel oder Flop? Werders Hoffnungsträger Wesley

Werder-Star Wesley (Foto)
Dribbelt jetzt für Bremen: Özil-Nachfolger Wesley (rechts). Bild: dpa

Von Michael Rossmann
Brasilianischer Ballzauberer oder teurer Flop? Werder Bremen hofft darauf, dass Millionentransfer Wesley den nach Madrid abgewanderten Mesut Özil ersetzen kann. In der Champions-League-Qualifikation gegen Sampdoria Genua fehlt der 23-Jährige aber noch.

Bei brasilianischen Fußball-Künstlern sind die Erwartungen besonders groß. Das gilt auch für den neuen Werder-Hoffnungsträger Wesley. Die Bremer Fans denken bei diesem Transfer zunächst an Wesleys Landsmann Diego, der die Bundesliga-Fans drei Spielzeiten lang mit seinen Kunststückchen begeisterte. Doch im Hinterkopf geistert auch noch ein anderer Wechsel herum: Carlos Alberto, das teuerste Missverständnis der Klubgeschichte.

Das Hin und Her beim Transfer des 23 Jahre alten Wesley hat sich in etwa so lange hingezogen wie vor drei Jahren bei Carlos Alberto, doch seit Beginn der Woche ist der mögliche Nachfolger von Mesut Özil da. Allerdings nicht früh genug, um Werder bei der Champions-League-Qualifikation zu helfen. Der Mittelfeldspieler kam zu spät aus Brasilien an, um am Dienstagabend in Genua noch gegen Sampdoria (20.45 Uhr /Sat1 und im news.de-Liveticker) zu spielen. Wesley blieb allein in Bremen, um weitere Formalitäten zu erledigen und um zu trainieren.

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Wesley: «Ich will den Fans Freude machen»

Schon am Samstag beim Bundesliga-Heimspiel gegen Köln dürfte er bereiits dabei sein. «Es sollte schnell gehen», sagte Werder-Klubchef Klaus Allofs: «Er muss ja nicht bei Null anfangen.» In Brasilien war der neue Bremer bereits mehrere Wochen im Einsatz. «Er wird sich die nächsten drei Tage nicht ins Bett legen», sagte Trainer Thomas Schaaf in Genua. Fitness-Trainer Yann-Benjamin Kugel ist eigens in Bremen geblieben, um sich um Wesley zu kümmern.

Wäre es nach Allofs gegangen, wäre der Spieler schon länger in Bremen. «Wir haben viel Geduld aufbringen müssen und sind jetzt dafür belohnt worden», sagte Allofs. Seit Monaten war sich der Klubchef mit Wesley einig, der FC Santos hatte Zustimmung signalisiert - nur mit Werder lange keine Einigung erzielt. «Das hat sich sehr hingezogen. Ich weiß, dass ich für Werder immer der absolute Wunschspieler war», sagte Wesley und versprach: «Jetzt will ich schnell mittenrein und den Fans Freude machen. Werder hatte ja schon einige erfolgreiche Brasilianer wie Diego und Naldo. Genau so will ich unseren Anhängern auch Spaß machen.»

Kein klassischer «Zehner», Wesley ist ein Offensiv-Allrounder

Weniger erfolgreich war Carlos Alberto, der 2007 für rund 7,8 Millionen Euro von Fluminense gekommen war. Gerade einmal zwei Ligaspiele absolvierte er für Werder, fiel nur durch Eskapaden abseits des Platzes auf. Nach Ausleihen an den FC São Paulo, Botafogo und Vasco da Gama gab Werder ihn vor dieser Saison endgültig ab. Selten haben sich Allofs und Schaaf so geirrt.

Fans und Verantwortliche hoffen natürlich, dass Wesley einschlägt wie Diego. Ein klassischer «Zehner» ist der Neue indes nicht. «Mit Wesley verstärkt uns ein sehr vielseitiger, dynamischer Spieler, der im Mittelfeld auf allen Positionen eingesetzt werden kann», sagte Allofs. Bei seinem bisher letzten Verein hat Wesley vor allem auf der rechten Seite gespielt.

 

Verfolgen Sie die Partie um den Einzug in die Champions League im news.de-Liveticker (Dienstag, 20.45 Uhr)

kru/news.de/dpa

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