Achter Sieg für Loeb
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Rekord-Champion Sébastien Loeb aus Frankreich war in seinem Citroën auf Asphalt erneut nicht zu schlagen: Citroën holte in Trier den ersten Dreifach-Triumph in Deutschland. Überschattet wurde die Rallye von einem schweren Unfall.
Sébastien Loeb hat seine einzigartige Erfolgsstory bei der Rallye Deutschland mit dem achten Sieg nacheinander fortgesetzt. Der Rekord-Champion aus Frankreich fuhr am Sonntag nach 19 Prüfungen mit einer Gesamtlänge von 407,31 Kilometern im C4 einen Vorsprung von 51,3 Sekunden auf seinen spanischen Citroen-Teampartner Dani Sordo heraus. Sein französischer Landsmann Sébastien Ogier (2:13,3 Minuten zurück) komplettierte den ersten Dreifach-Triumph für den französischen Autohersteller in Trier.
«Das ist ein unglaublicher Sieg, der achte in Folge», freute sich der Ausnahmepilot aus dem Elsass über seine neue Bestmarke. «Ich habe bei dieser Rallye immer ein gutes Gefühl. Es sieht fast so aus, als ob ich hier nicht zu schlagen bin.» Loeb fuhr nach dem WM-Lauf in Bulgarien seinen zweiten Start-Ziel-Sieg 2010 ein und bewies damit zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Stärke auf Asphalt.
Schwerer Brand-Unfall
Am Samstagmittag hingen schwarze Rauchwolken über der Rallye. Bei einem Feuerunfall mit ihrem Mitsubishi Lancer wurden die Niederländer Jasper van der Heuvel und Martine Kolman mit Brandverletzungen in eine Spezialklinik geflogen. Der Fahrer zog sich dabei leichte Brandverletzungen im Gesicht zu. Beifahrerin Martine Kolman erlitt jedoch schwerere Brandverletzungen an den Händen und im Gesicht. Lebensgefahr soll nicht bestanden haben.
Bester Ford-Pilot war nach dem Ausfall des finnischen Vize-Champions Mikko Hirvonen (Getriebe) dessen Landsmann Jari-Matti Latvala als Vierter (Rückstand: 2:33,9 Minuten). In der WM-Wertung baute Loeb mit dem vierten Saisonerfolg und seinem 59. Gesamtsieg die Führung auf 191 Punkte aus. Der 36-Jährige liegt jetzt schon 54 Zähler vor Ogier.
Gaßner junior holt die ersten zwölf WM-Punkte
Ex-Formel 1-Weltmeister Kimi Räikkönen erzielte auf der letzten Prüfung in der Trierer Innenstadt seine erste WM-Bestzeit. Seinen ersten Rallye-Auftritt in Deutschland beendete der Finne im Citroën C4 auf dem siebten Platz (Rückstand: 8:50,5 Minuten).
Wie bei der letzten WM-Auflage vor zwei Jahren 2008 war Hermann Gaßner junior aus dem bayerischen Surheim wieder bester Deutscher. Er konnte sich gegenüber 2008 noch um vier Plätze auf den 23. Gesamtrang (Rückstand: 31:05,3 Minuten) verbessern. In der Wertung der Produktionswagen-WM erreichte er mit einem Rückstand von 4:31,2 auf seinen führenden Mitsubishi-Kollegen Armindo Araujo (Portugal) den vierten Rang und seine ersten zwölf WM-Punkte. «Wir sind mit diesem Ergebnis bei der sehr anspruchsvollen Rallye durchaus zufrieden», kommentierte der deutsche Rallye-Meister Gaßner sein Ergebnis.
kru/news.de/dpa
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