Nach dem WM-Debakel Frankreichs Verband sperrt Ribéry & Co.

Ribéry & Co. von französischem Verband gesperrt (Foto)
Wegen Meuterei gesperrt: Franck Ribéry (3 Spiele) und Patrice Evra (5 Spiele). Bild: dpa

Folge der WM-Meuterei: Der Französische Fußballverband bestraft die Trainingsboykotteure. Nicolas Anelka bekommt 18 Spiele Sperre aufgebrummt - und auch Patrice Evra fünf, Franck Ribéry und Jérémy Toulalan müssen büßen.

Die französischen WM-Sünder um Bayern-Star Franck Ribéry sind von ihrem eigenen Verband mit teilweise drastischen Länderspiel-Sperren bestraft worden. Ribéry muss nach dem Fehlverhalten beim Turnier in Südafrika drei Spiele zuschauen.

Damit kann der Bundesliga-Profi erst wieder im Oktober im Trikot der «Équipe tricolore» auflaufen. Noch härter fiel die Sanktion gegen Chelsea-Stürmer Nicolas Anelka aus, der von der Disziplinarkommission des nationalen Fußball-Verbandes FFF in Paris für 18 Partien ausgeschlossen wurde und somit frühestens im EM-Jahr 2012 wieder für sein Heimatland spielen könnte.

Der WM-Kapitän Patrice Evra wurde für fünf und Jérémy Toulalan für eine Begegnung der «Bleus» gesperrt. Im ersten Saisonländerspiel in Norwegen (1:2) hatte der neue Nationalcoach Laurent Blanc in der vergangenen Woche auf eine Nominierung aller 23 WM-Fahrer verzichtet.

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Der FFF hatte Ribéry, Anelka, Toulalan und Evra sowie auch den nicht bestraften Eric Abidal wegen ihrer mutmaßlich führenden Rolle beim berüchtigten Trainingsboykott bei der WM in Südafrika zu einer letzten Anhörung am Verbandssitz zitiert. Ribéry und Anelka präsentierten sich nicht und wurden von Anwälten vertreten.

Die Spieler der «Équipe tricolore» hatten am 20. Juni im WM-Quartier in Knysna mit einem Trainingsstreik gegen den Ausschluss von Anelka protestiert. Der Chelsea-Profi war vorzeitig nach Hause geschickt worden, weil er Trainer Raymond Domenech in der Halbzeit des Mexiko-Spiels (0:2) wüst beschimpft hatte. Der Weltmeister von 1998 schied inmitten weiterer Querelen nach der Vorrunde sieglos aus.

kru/news.de/dpa

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