Hobby-Manager im Spielfieber
Wollen Sie wissen, wie es bei dem Thema weitergeht?Wir informieren Sie gerne kostenlos.
Von den news.de-Redakteuren U. Kroemer und M. Heinrich
Artikel vom 13.08.2010
Der Start der Bundesliga rückt näher. Nicht nur die 18 Vereine sind jetzt fieberhaft auf dem Transfermarkt aktiv, sondern auch Hunderttausende von Hobby-Trainern und -Managern im Internet. News.de hat die gängigsten Online-Managerspiele unter die Lupe genommen.
Immer das gleiche: Der Lieblingsklub spielt schlecht und dann nimmt der Trainer auch noch den vermeintlich einzigen Akteur raus, der Normalform hat. In dem Moment möchte man am liebsten hinter der Trainerbank stehen und dem Coach die Meinung geigen - oder einfach selbst Trainer sein. Man könnte es eh besser, keine Frage! Bekanntlich sind wir eine Nation von Trainern.
Kicker-Managerspiel:
Nirgendwo kann man seine tatsächliche oder vermeintliche Fußball-Expertise besser unter Beweis stellen als bei Fußball-Managerspielen. Beim Kicker messen sich seit 1991 (damals noch als Print-Version) Woche für Woche die Fans des runden Leders; seit 1997 existiert das Spiel als Online-Browsergame. In der vergangenen Saison gab es rund 235.000 «Erstligatrainer» in der beliebten Interactive-Variante. Dabei gilt es, vor Saisonbeginn mit einem Budget 42,5 Millionen Euro seinen 22-Mann-Kader zusammenzustellen und an jedem Spieltag die beste Elf aufs Feld zu schicken.
Der Spaß ist groß, vor allem wenn man Freunde oder Arbeitskollegen in eine gemeinsame Liga einlädt. Sie können sicher sein, dass Montag um elf Uhr nichts anderes Gesprächsthema sein wird, als die Spielernoten vom Wochenende. Im Gegensatz zu anderen Anbietern ist das Vergnügen kostenlos. Und die Preise haben Kultcharakter: Für den Sieg am Spieltag gibt es beispielsweise eine Magnettabelle.
Bild-Supermanager:
Kicker holt mit dem Spiel Klicks en gros auf seine Internetplattform. Bild.de will seit vergangenem Jahr etwas vom lukrativen Kuchen abhaben und bietet den Super-Manager an: etwas weniger anspruchsvoll und etwas kommerzieller. Die Teilnahme mit einem Team kostet 7,99 Euro. Dafür locken Sachpreise in sechsstelliger Höhe und ein Hauptgewinn von 100.000 Euro.
Doch was nützt das, wenn es schon nach dem zweiten Spieltag keinen Spaß mehr macht? Mit einem Budget von 120 Millionen Euro und nur 18 zu besetzenden Plätzen kann sich jeder Trottel ein Staraufgebot bis hin zur Ersatzbank zusammenkaufen. Außerdem hat es nicht die Reichweite des Kicker-Spiels. Da bleibt man doch lieber dort, wo Freunde und Kollegen ihre Teams haben.
An das Original reicht der Super-Manager auch nicht in der Bewertung der Spiele heran. Die Punktevergabe ist leicht unübersichtlich, da neben den Noten noch nebensächliche Details wie gewonnene Zweikämpfe oder für Torhüter gehaltene Bälle einfließen. Benutzerfreundlich ist die Navigation, stark das Design - typisch Bild.
Zum Thema
Thema verfolgen »
Artikel kommentieren
neben diesen großen Managern gibt es im Internet auch noch etliche kleinere Onlinemanager, die aber u.U. mehr Spaß machen. Einer von denen ist z.B. Bananenflanke - Der Fußballmanager. www.bananenflanke.net
jetzt antwortenKommentar meldenAlso gut: Comunio ist wohl das spannendste, Kicker ist mir etwas zu unübersichtlich und sport1 wird mit ihrer version sicher keinen blumentopf gewinnen. bild sieht gut aus, bleibt abzuwarten, ob es über die saison noch ein paar neuerungen gibt. das punktesystem finde ich aber im gegensatz zu deiner schilderung endlich mal objektiv. immer wieder streiten sich alle über die noten, also warum nicht mal die bewertung an harten fakten festmachen? viele grüße gio
jetzt antwortenKommentar melden