HSV und Schalke einig Westermann-Wechsel perfekt

Wechsel aus Angst vor der Konkurrenz? Nationalverteidiger Heiko Westermann will nicht mehr Allrounder sein. Beim Hamburger SV bekommt er offenbar einen Stammplatz in Aussciht gestellt. Der 7,5-Millionen-Euro-Transfer ist nun fix.

Westermann-Wechsel zum Hamburger SV perfekt (Foto)
Heiko Westermann soll beim Hamburger SV das Loch in der Verteidigung schließen. Bild: dpa

Der spektakuläre Wechsel von Fußball-Nationalspieler Heiko Westermann vom FC Schalke 04 zum Hamburger SV ist besiegelt. Das bestätigten der deutsche Vizemeister aus Gelsenkirchen und der HSV.

«Der Abwehrspieler löste seinen bis 2014 gültigen Kontrakt bei den Knappen auf», hieß es in einer Presseerklärung der Schalker. Westermann, der bereits am 19. Juli aus dem Trainingslager der «Königsblauen» in Österreich zu Verhandlungen nach Hamburg gereist war, klärte am Donnerstag die letzten Details mit dem Revierclub. Laut HSV erhält Westermann einen Vertrag bis 2015 und die Rückennummer 4. Die Ablösesumme dürfte bei geschätzten 7,5 Millionen Euro liegen.

«Der HSV hat ja schon in den letzten Wochen hart um meine Person geworben. Beide Seiten wollten, dass es jetzt so schnell wie möglich klappt», sagte der Nationalspieler in einem Interview auf der Homepage des HSV, dass durch eine Panne bereits vor zwei Tagen veröffentlicht worden war.

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«Ich war nie ganz abgeneigt, weil ich auf Schalke immer ein bisschen von einer zur nächsten Position gependelt bin. Hier werde ich als Innenverteidiger gebraucht. Das war der ausschlaggebende Punkt», sagte Westermann, der von Schalkes Trainer Felix Magath keine Garantie für einen Platz im Abwehrzentrum bekommen hatte. Dort plant Magath mit Neuzugang Christoph Metzelder und Benedikt Höwedes. In der Mannschaft von Armin Veh ist Westermann neben Joris Mathijsen auf seiner Lieblingsposition nach dem Abgang von Nationalspieler Jerome Boateng zu Manchester City jedoch gesetzt.

Noch am Abend wurde der Defensiv-Allrounder, der 2007 von Arminia Bielefeld ins Revier wechselte und 92 Bundesliga-Spiele (12 Tore) für Schalke bestritt, im HSV-Trainingslager in Längenfeld/Österreich erwartet. Selbst die Aussicht, mit den Knappen in der «Königsklasse» zu spielen, konnte den Schalker Kapitän nicht umstimmen.

«Na klar hätte ich nächstes Jahr gerne Champions League gespielt, aber die Perspektive in Hamburg ist ja so, dass wir dieses Ziel in den nächsten Jahren auch auf jeden Fall erreichen wollen - so schnell wie möglich sogar. Ich bin jetzt dafür hier, um mein Bestes zu geben, damit das so schnell wie möglich erreicht wird», sagte der 19-malige Nationalspieler, der wegen eines Kahnbeinbruchs die WM-Teilnahme verpasst hatte.

cvd/news.de/dpa

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