So., 12.02.12
Südafrika 2010

Vertrag bis 2012 Jogi Löw bleibt Bundestrainer

Artikel vom 20.07.2010

Genug gegrübelt: Der Bundestrainer und sein gesamter Stab verlängern bis zur Europameisterschaft 2012. Das gaben Löw und DFB-Präsident Theo Zwanziger in Frankfurt bekannt. Dabei machten sowohl das Trainerteam als auch der DFB Zugeständnisse.

Fußball-Deutschland kann neun Tage nach dem Ende der Weltmeisterschaft noch einmal jubeln. Joachim Löw wird seinen Vertrag als Bundestrainer bis zur Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine verlängern. Das gaben Löw, DFB-Präsident Theo Zwanziger, Teammanager Oliver Bierhoff und DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach bei einer Pressekonferenz des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt bekannt.

Neben Löw werden auch Bierhoff sowie Co-Trainer Hans-Dieter Flick und Bundestorwarttrainer Andreas Köpke ihre Verträge um zwei Jahre verlängern. Die sportliche Leitung hatte am vergangenen Freitag intern über ihre Zukunft beraten und die grundsätzliche Entscheidung zur Fortsetzung der Arbeit getroffen. Am Samstagnachmittag vergangener Woche wurden alle Vertragsdetails geklärt.

Bei der Pressekonferenz in der DFB-Zentrale in Frankfurt ergriff Zwanziger als erster Redner das Wort und verkündete, dass die Verträge mit dem Trainer, dem Assistenten und dem Teammanager am Vormittag in der Frankfurter Otto-Fleck-Schneise unterzeichnet worden seien. Damit sei eine «ausgezeichnete Grundlage» für die Arbeit mit der Nationalmannschaft geschaffen worden, fügte Zwanziger hinzu. Die Bedingungen der neuen Verträge seien so, «dass sie sich mit einem gemeinnützigen Verband in Einklang bringen lassen».

Sammer ist für die U21 zuständig

Auch Löw zeigte sich mit der Vertragsverlängerung zufrieden: «Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem DFB und der Mannschaft», versicherte der Bundestrainer. «Die Motivation ist extrem hoch, diese Mannschaft weiterzuentwickeln und weiterzuführen.» Auch Bierhoff zeigte sich rundum zufrieden, mahnte aber mit Blick auf die EM 2012: «Das ist kein Selbstläufer.»

Als Zugeständnis an den DFB traten Löw und Bierhoff die Zuständigkeit für die U21-Nationalmannschaft an DFB-Sportdirektor Matthias Sammer ab. «Auch aufgrund seiner zeitlichen Möglichkeiten betreut Matthias Sammer die U21», sagte Bierhoff. Zwanziger wertete das als «große Geste» an die Zusammenarbeit zwischen Bundestrainerteam und dem DFB-Sportdirektor. Sammer finde nun ein weitumfassendes Aufgabengebiet vor, das ihm breite Möglichkeiten biete. Gleichzeitig stellte Zwanziger fest, dass die Entscheidungshoheit in letzter Konsequenz bei Löw bleibe: «Der Chef in allen sportlichen Fragen ist der Bundestrainer.»

Im Gegenzug versicherte DFB-Generalsekretär Niersbach Löw und Bierhoff das Vertrauen des Verbandes und boxte gemeinsam mit Zwanziger die Vertragsverlängerung des gesamten Bundestrainerstabes in den DFB-Gremien durch. Besonders die Personalie Bierhoff war vor der WM innerhalb des Verbandes heftig umstritten. Dazu behalten Löw & Co. die größt mögliche Autonomie bei der Entwicklung der Nationalmannschaft.

Zwanzigers Vertragsverlängerung steht noch aus

Löw arbeitet wie Bierhoff seit 2004 für den DFB. Zunächst war er von Sommer 2004 an zwei Jahre Assistent des damaligen Bundestrainers Jürgen Klinsmann. Nach der WM 2006 in Deutschland löste er den damals «ausgebrannten» Klinsmann als Cheftrainer ab. Löw führte das DFB-Team bei seinem ersten großen Turnier 2008 bei der Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz bis ins Finale. Sein aktuelles Team mit Jungstars wie WM-Torjäger Thomas Müller (20) und Spielmacher Mesut Özil (21) bietet ihm hervorragende Perspektiven. Löw selbst sprach von «einer Mannschaft, der die Zukunft gehört».

Eine vorzeitige Vertragsverlängerung des DFB mit Löw und seinem Team war Anfang des Jahres unter lautem Getöse geplatzt. Der Verband war damals unter anderem empört über die finanziellen Forderungen von Verhandlungsführer Bierhoff. Löw wiederum ärgerte, dass Interna öffentlich wurden und ihm der Verband ein Ultimatum zur Zustimmung zu einem neuen Vertrag stellte.

Offen ist nun nur noch, ob Zwanziger seinen Vertrag als DFB-Präsident verlängern wird. «Ähnlich wie der Bundestrainer das getan hat, beginne ich jetzt mit dem Nachdenken über meine Zukunft», sagt Zwanziger. «Ich werde da sehr zügig zu einer Meinungsbildung kommen», sagte der 65-Jährige. Zwanziger hatte zuletzt geklagt, dass er zu wenig Privatleben habe und sagte nun: «Es ist doch nicht verwerflich, wenn ich mal mit Familie und guten Freuden darüber nachdenke, ob drei Jahre ein Zeitraum sind, den du dir nochmal zumuten möchtest.»

kru/ivb/news.de/dpa/ap
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Leserkommentare (3)
  • Kommentar: 3
  • 21.07.2010 05:19
von
picara96

El equipo esta adoptando un estilo de juego muy bonito y ser finalista en la Eurocopa 2008 y perder en semifinales ante el campeón del mundo no es casualidad , no es para menospreciar. Tampoco es producto de una inspiración de ultimo momento, ya hubieran querido, Italia, Inglaterra estar en final de la Euro y Brazil y Argentina en semifinales 2010, como sudamericana te lo garantizo. Es un equipo que juega muy bien táctica y técnicamente por lo que selección y su entrenador Joachim merecen seguir representando un futbol moderno y con resultados.Lo malo: no serán campeones en Brazil 2014

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  • Kommentar: 2
  • 20.07.2010 20:19
von
adler

Er will "3 MILLIONEN EURO GAGE",dies ist eine Schande für den Ehrlichen Sportsmann.Und wofür? Damit er sich mit seiner Mitschmatschtruppe hinterher wie Ein Dieb aus den Flughafen schleicht!! Pfui Teufel!! Hat denn hier der letzte ehrliche Fußballfan noch nicht begriffen was hier los ist.Keine Kritik und Aufschrei für dieses Verhalten dieser ganzen Clique. Aber es ist ja nur eine Internationale Mannschaft,und keine echte deutsche Nationalmannscht mehr. Was kann mann da nur noch erwarten!!! Unter diesen Voraussetzungen Werden wir keine Spiele mehr verfolgen!

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  • Kommentar: 1
  • 20.07.2010 13:52
von
Friedhelm Wolff

Und was geschieht mit Ballack? Wird der geopfert? Hoffentlich.

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