WM-Achtelfinale Abseitstor bringt Spanien ins Viertelfinale

David Villa (Foto)
David Villa schießt mit seinem vierten Turniertor Spanien ins Viertelfinale. Bild: ap

David Villa ist der Sieg-Garant für den Europameister. Mit seinem vierten Turniertreffer bringt er Spanien unter die letzten Acht der WM. Allerdings ging dem 1:0 ein Fehler des Schiedsrichters voraus - es war Abseits.

Vor 64.000 Zuschauern im Green-Point-Stadion von Kapstadt wurde die Spanier ihrem Favoriten-Status nur phasenweise gerecht. Dennoch geht das seit dem Confed-Cup-Turnier 2009 nur einmal besiegte Team aus Spanien als klarer Favorit in den Kampf um den Einzug in die Vorschlussrunde am Samstag gegen Paraguay.

Die Spanier atmeten vor der Partie gegen Portugal auf, denn Mittelfeldstratege Xabi Alonso konnte nach überstandenen Knöchelproblemen mitspielen. Und der Weltranglisten-Zweite legte los wie noch nie bei dieser WM. Portugals im Turnier noch unbezwungener Keeper Eduardo musste in den ersten sieben Minuten bei gefährlichen Schüssen von Fernando Torres (1.) und David Villa (3./7.) gleich dreimal sein Können beweisen.

Die abwehrstarken Portugiesen, bei denen der Bremer Hugo Almeida überraschend den Vorzug vor dem zuletzt an der Hüfte verletzten Spielmacher Deco erhielt, benötigten 15 Minuten, um sich zu befreien. Sie machten dem ballsicheren Gegner das Leben nun sehr schwer. Immer wieder verfingen sich die vom Barcelona-Duo Iniesta/Xavi eingeleiteten Angriffe in der dicht gestaffelten Defensive Portugals, das seinerseits über Konter einige erfolgversprechende Angriffe startete.

WM 2010
Die Achtelfinalspiele

Cristiano Ronaldo erneut schwach

Tiago (20.) und Cristiano Ronaldo (28.) bereiteten mit ihren Fernschüssen Spaniens verunsichert wirkendem Torhüter Iker Casillas große Probleme. Ansonsten war von dem von Gerard Piqué wirkungsvoll beschatteten Weltstar Ronaldo erneut nicht viel zu sehen. Aber auch ohne dessen Geniestreiche waren die Portugiesen lange gleichwertig. Sie machten die Räume geschickt eng und ließen die vielgerühmte Kombinationsmaschine des EM-Champions nicht ins Laufen kommen.

Auch nach Wiederbeginn wollte der erhoffte Zauber nicht aufkommen, weil selbst Ballartisten wie Xavi und Iniesta ungewöhnlich viele Fehlpässe unterliefen. In der 52. Minute hatten die Spanier sogar Glück, dass eine von Carles Puyol abgefälschte Almeida-Flanke nicht zum Eigentor wurde - der Ball strich knapp am Pfosten vorbei. Mit der Hereinnahme von Fernando Llorente für den erneut enttäuschenden Torres kam dann neuer Schwung in die Aktionen des Favoriten. Beinahe hätte der neue Mann mit seiner ersten Aktion per Kopf getroffen, doch er scheiterte am reaktionsschnellen Eduardo (60.).

Drei Minuten später war der starke Portugiese erstmals bei dieser WM geschlagen: Villa traf im Nachschuss bereits zum vierten Mal bei dieser Endrunde und schloss zu den WM-Toptorjägern Gonzalo Higuain (Argentinien) und Robert Vittek (Slowakei) auf. Portugal reagierte geschockt auf diesen Treffer, während der iberische Nachbar den sich nun bietenden Raum nutzte und wieder Oberwasser bekam. Am Ende hatten sich die Portugiesen offensichtlich auch müde gelaufen und vermochten dem Spiel nicht mehr die Wende zu geben. So bedeutete das erste Gegentor für Ronaldo & Co. sogleich das bittere WM-Aus.

Alle Daten und Statistiken zur WM gibt es hier.

oro/cvd/reu/news.de

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